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25. Nov 2019

Jimmy Schulz gestorben

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Soeben kommt die Meldung über die Agenturen, dass der FDP-Politiker Jimmy Schulz gestorben ist. Wie kaum ein anderer hat Schulz in den vergangenen Jahren den Diskurs über die Digitalisierung in Deutschland mitgeprägt. Die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat ihn gelegentlich als den „Vater der Digitalisierung in Deutschland“ bezeichnet. Ein Highlight seiner Karriere war sicherlich der 20. Juni 2010, an dem er am Pult im Plenarsaal des Deutschen Bundestages erstmals seine Rede von einem iPad (statt von einer Papiervorlage) abgelesen hat – was in einer lebhaften Debatte über die „Würde des Hauses“ gipfelte. Am 10. Oktober 2010 beschloss der Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung des Bundestages daraufhin, dass es Abgeordneten offiziell erlaubt ist, ihre Dokumente elektronisch per Tablet-Computer abzurufen. Inzwischen ist das besagte Tablet Teil der Kollektion des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn (mehr hier). Bereits vor geraumer Zeit machte Schulz seine Krebserkrankung öffentlich (siehe auch das sehr lesenswerte Gespräch mit ihm vor einigen Monaten im SPIEGEL). Nun ist er im Alter von nur 51 Jahren verstorben.

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