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SPD: Sigmar Gabriel im PortrÀt

Innenpolitik, LektĂŒren

Hannelore Kraft, MinisterprĂ€sidentin von Nordrhein-Westfalen, weiß laut eigener Aussage bereits, wer im nĂ€chsten Jahr fĂŒr die SPD als Kanzlerkandidat antritt, will es aber nicht sagen. Sigmar Gabriel hĂ€tte als Parteivorsitzender das „Erstzugriffsrecht“, hatte sich in der Vergangenheit aber auch offen fĂŒr das Instrument einer Vorwahl gezeigt. Mit dem angekĂŒndigten Wechsel des PrĂ€sidenten des Europaparlamentes, Martin Schulz, in den nĂ€chsten Deutschen Bundestag hat die Debatte um die Kanzlerkandidatur eine neue Dynamik bekommen (siehe etwa hier und hier). Der ARD-Journalist Reinhold Beckmann hat Gabriel lĂ€ngere Zeit begleitet und eine Dokumentation ĂŒber ihn und seine politische Arbeit gedreht – die heute abend im Erstzen zu sehen ist. Im Netz kann der Film bereits vorab geschaut werden, und zwar hier. Schon vor einigen Tagen haben die beiden Journalisten Christoph Hickmann (SĂŒddeutsche Zeitung) und Daniel Friedrich Sturm (WELT und WELT am Sonntag) eine Biografie Gabriels vorgelegt. Details zum Buch gibt es hier (einschließlich einer Leseprobe).

„Sigmar Gabriel und die SPD – Niedergang oder Aufbruch?“, Dokumentation von Reinhold Beckmann, Michael Wech und Ulrich Stein, ARD, 29. November 2016, 22:45 Uhr, 45 Minuten.

Christoph Hickmann/Daniel Friedrich Sturm: „Sigmar Gabriel. Patron und Provokateur“, dtv-Verlag MĂŒnchen, 320 Seiten, 24,00 Euro (als Ebook 20,99 Euro).

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Neue APuZ-Ausgabe zum Thema Frankreich

Außenpolitik, LektĂŒren

Seit gestern steht der PrĂ€sidentschaftskandidat der französischen Gaullisten fĂŒr die Wahl 2017 fest: mit Francois Fillon tritt ein frĂŒherer Premierminister an, um in den ÉlysĂ©e-Palast einzuziehen. Als sicher gilt ebenfalls, dass Marine Le Pen fĂŒr den Front National antreten wird, ebenso Emmanuel Macron fĂŒr die neu gegrĂŒndete Bewegung „En marche!“. Der amtierende PrĂ€sident Francois Hollande hat sich noch nicht zu seinen ZukunftsplĂ€nen geĂ€ußert. Sollte er aufgrund miserabler Umfragewerte nicht antreten, stĂŒnde vermutlich der amtierende Premierminister Manuel Valls bereit. Die aktuelle Ausgabe B48/2016 der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ stellt die Wahl in Frankreich in einen grĂ¶ĂŸeren Kontext. So beschreibt unter anderem Claire Demesmay die bisherige Amtszeit Hollandes („PrĂ€sident im Regen“), Jean-Yves Camus beschĂ€ftigt sich mit dem Front National und Susanne Götze beschreibt die Ausgangsposition der Kandidierenden auf Seiten der französischen Linken. Ulrich Pfeil schließlich wirft einen Blick auf den aktuellen Stand der deutsch-französischen Beziehungen. Das Heft kann im Volltext hier heruntergeladen werden.

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LektĂŒretipp: „Helmut Schmidt. Die spĂ€ten Jahre“

LektĂŒren, Politikwissenschaft, Uncategorized

Nach dem Ausscheiden aus dem Amt des Bundeskanzlers am 1. Oktober 1982 hat Helmut Schmidt weitere 33 Jahre produktiv gearbeitet: publizistisch, politisch und nicht zuletzt als Weltreisender in eigener Sache. Über diese Jahre hinweg entwickelte sich „Schmidt-Schnauze“ zu einem der populĂ€rsten Politiker Deutschlands. In der Einleitung berichtet Thomas Karlauf in seinem neu erschienenen Buch „Helmut Schmidt – die spĂ€ten Jahre“ von einem GesprĂ€ch mit Helmut Schmidt, in dem dieser sich wunderte, dass noch niemand auf die Idee gekommen sei, sich dieser Post-Kanzleramts-Phase zuzuwenden. Genau dies hat Karlauf nun getan. Und er ist der denkbar beste Autor, um sich dieser Aufgabe zu stellen, war er doch als Mitarbeiter des Siedler- und spĂ€ter des Rowohlt-Verlags ĂŒber viele Jahre hinweg in der Funktion des Verlegers und Lektors mit den zahlreichen Publikationen Helmut Schmidts befasst. In drei Teilen (Jahre der ZurĂŒckhaltung: 1982-1990, Jahre der Einmischung: 1991-2003 und Wege des Ruhms: 2003-2015) beschreibt Karlauf detailliert und pointiert die unterschiedlichen Stationen des Altkanzlers: zunĂ€chst die UmstĂ€nde rund um sein Ausscheiden aus dem Amt, dann die Frage, ob Schmidt Memoiren schreiben möchte oder sollte oer lieber nicht, dann der Sprung zum ZEIT-Herausgeber, und immer wieder die großen Themen der Welt (deutsch-deutsche, spĂ€ter dann innerdeutsche Beziehungen, der Aufstieg Chinas, die Zukunft des transatlantischen VerhĂ€ltnisses, und vieles mehr), die er in BĂŒchern kenntnisreich und aktuell beschreibt und diskutiert.
Das Buch ist wahrlich nicht preisgĂŒnstig, aber fĂŒr die 27 Euro bekommt man einen dicken WĂ€lzer von ĂŒber 550 Seiten. Und Weihnachten steht so gut wie vor der TĂŒr, das Buch eignet sich somit perfekt als Weihnachtsgeschenk. Wie in jeder guten Biografie lernt man nicht nur ein Leben, eine Person kennen, sondern unter der Hand weitet sich das Werk zu einer Darstellung einer ganzen Epoche: Wiedervereinigung, die europĂ€ische Einigung, die rot-grĂŒnen Regierungsjahre, die anschließenden Großen Koalitionen ebenso wie die schwarz-gelbe Koalition: alle diese Ereignisse und Entwicklungen finden sich in diesem Buch prominent wieder.
Details zum Buch gibt es hier, dort finden sich auch Links zu mehreren Rezensionen des Buches.

Thomas Karlauf: „Helmut Schmidt. Die spĂ€ten Jahre“, Siedler-Verlag, MĂŒnchen, 560 Seiten, 26,99 Euro.

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Buchvorstellung: „Finanzwende. Den nĂ€chsten Crash verhindern“ (Giegold/Philipp/Schick)

Innenpolitik, LektĂŒren, Politikwissenschaft, Uncategorized

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein konservatives Regierungsmitglied ein Buch von drei grĂŒnen Autoren vorstellt. Genau das ist aber am 21. November 2016 in der Heinrich-Böll-Stiftung zu Berlin geschehen: Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der GrĂŒnen im Europaparlament, Udo Philipp, Aufsichtsrat fĂŒr Triodos, Europas fĂŒhrender Nachhaltigkeitsbank, und Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der grĂŒnen Bundestagsfraktion, haben in ihrem im Erscheinen begriffenen Buch „Finanzwende“ grĂŒne Ideen zu einer nachhaltigen Finanzpolitik zusammengetragen. Vorgestellt und kritisch kommentiert wurde das Buch von Bundesfinanzminister Wolfgang SchĂ€uble.

"Finanzwende: Den nÀchsten Crash verhindern"

„Finanzwende: Den nĂ€chsten Crash verhindern“. Foto: Wagenbach-Verlag

Einen Bericht zur Buchvorstellung gibt es hier, der Tagesspiegel war ebenfalls dabei, und das Inforadio berichtet hier. Details zum Buch finden sich hier.

Sven Giegold/Udo Philipp/Gerhard Schick: „Finanzwende. Den nĂ€chsten Crash verhindern“, Klaus Wagenbach Verlag, Berlin, 172 Seiten, 12,00 Euro, ISBN 978-3-8031-2765-5, das Buch erscheint im Laufe des Monats.

Gute Laune auf dem Podium. Es wurde aber auch kritisch miteinander gestritten.

Gute Laune auf dem Podium. Es wurde aber auch kritisch miteinander gestritten. Foto: M. Kolkmann.

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Neue Studie zur WĂ€hlerschaft der AfD

Innenpolitik, LektĂŒren, Politikwissenschaft

Nicht erst seit dem knappen Scheitern der Alternative fĂŒr Deutschland (AfD) an der 5%-HĂŒrde bei der Bundestagswahl 2013 ist die im Februar 2013 gegrĂŒndete Partei zum Untersuchungsgegenstand der Politikwissenschaft geworden. Inzwischen ist die AfD in zehn Landtagen vertreten. Aufschluss ĂŒber die AnhĂ€ngerschaft der Partei sowie deren VerĂ€nderungen in den letzten Jahren gibt jetzt eine neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Das Ergebnis der Studie lautet Ralf Melzer von der FES zusammengefasst: „Die AnhĂ€ngerschaft der rechtspopulistischen AfD ist seit unserer letzten Studie nicht nur gewachsen, sondern hat sich – parallel zur Ausrichtung der Partei – auch radikalisiert“. Melzer gibt die alle zwei Jahre erscheinende sogenannte Mitte-Studie zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland heraus, und die aktuellen Ergebnisse zeichnen ein eindeutiges Bild: In nahezu allen Dimensionen rechtsextremer und menschenfeindlicher Einstellungen zeigen AfD-AnhĂ€nger die mit Abstand höchsten Zustimmungswerte. Unter WĂ€hlern etablierter Parteien waren die Tendenzen ebenfalls noch vorhanden, allerdings in geringerem Maße und rĂŒcklĂ€ufig.
Die Studie ist hier nachzulesen. Zusammenfassungen gibt es zum Beispiel hier und hier.

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Nach der US-Wahl: Donald Trump ante portas

LektĂŒren, Uncategorized, US-Politik, US-Wahl 2016

Inzwischen ist seit der Wahl von Donald Trump zum neuen amerikanischen PrĂ€sidenten einige Zeit vergangen, da empfiehlt es sich, ĂŒber die tagesaktuelle Berichterstattung (zum Beispiel hier, hier und hier) hinaus die Frage nach den Konsequenzen zu stellen und die Wahl in einen grĂ¶ĂŸeren Kontext zu stellen. Auf diesen Seiten ist bereits auf das Buch Trumpland von Walter Niederberger hingewiesen worden.
Ein anderes, ebenfalls sehr lesenswertes Buch hat der Politikwissenschaftler Torben LĂŒtjen kĂŒrzlich veröffentlicht. Unter dem Titel „Partei der Extreme: Die Republikaner. Über die Implosion des amerikanischen Konservativismus“ skizziert er die Geschichte der Republikanischen Partei bis in das Wahljahr 2016 hinein (Details zum Buch hier). In einem Gastbeitrag fĂŒr Spiegel Online hat LĂŒtjen kurz vor der Wahl am 8. November 2016 das VerhĂ€ltnis von Trump und der Republikanischen Partei kommentiert.
Den Abstieg der amerikanischen Wirtschaft ĂŒber die vergangenen vierzig Jahre hat in einem umfangreichen Buch George Packer beschrieben. Dabei verwebt er diese Entwicklungen geschickt mit den Biografien bekannter wie unbekannter Amerikaner und Amerikanerinnen. Das Buch hat 2013 den National Book Award gewonnen. Rezensionen des Buches finden sich in der ZEIT und in der SĂŒddeutschen Zeitung. Details (und eine Leseprobe) gibt es hier.
Der Direktor der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, Volker Perthes, formuliert schließlich hier fĂŒnf Thesen, mit denen sich Forschung und Politik nun befassen mĂŒssen.

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Neuerscheinung zur anstehenden US-Wahl: „Hillary. Ein Leben im Zentrum der Macht“

Außenpolitik, LektĂŒren, US-Politik, US-Wahl 2016

Rechtzeitig zur anstehenden US-Wahl hat die Journalistin Dorothea Hahn eine sehr lesenswerte, weil kompakte und gut geschriebene Biographie ĂŒber die demokratische Bewerberin Hillary Clinton vorgelegt. Auf knapp 240 Seiten schildert sie die wesentlichen Karrierestationen Hillarys, die bis in die frĂŒhen siebziger Jahre zurĂŒckreichen. Besonders interessant und aufschlussreich sind dabei die ersten Kapitel ausgefallen, in denen es um die familiĂ€ren, politischen, gesellschaftlichen und religiösen PrĂ€gungen Hillarys geht. Die letzten Kapitel – etwa zu ihrer Zeit als US-Senatorin und Außenministerin – sind dagegen recht knapp ausgefallen. Nach der LektĂŒre bleibt der Eindruck zurĂŒck, dass es wohl noch niemals zuvor eine/n derart gut auf das Amt vorbereitete Kandidaten/in gegeben hat. Fraglich ist zum heutigen Zeitpunkt höchstens, ob sie die Chance bekommen wird, diese Erfahrungen in das neue Amt einbringen zu können, denn in den letzten Tagen vor der Wahl am 8. November 2016 scheint das Rennen wieder deutlich enger zu werden, als das viele Beobachter erwartet haben. Details zum Buch (inklusive einer Leseprobe) finden sich hier.
Einen etwas anderen Schwerpunkt legt die neue Ausgabe der Zeitschrift Der SPIEGEL Biografie. Auch hier wird auf Leben und Wirken Hillary Clintons (und ihres Ehemanns, des PrĂ€sidenten Nr. 42) zurĂŒckgeblickt, allerdings geschieht dies vor allem in Original-Artikeln aus dem SPIEGEL. Auf diese Weise kann man sich zurĂŒckversetzen in die in Arkansas verbrachten Jahre, in die 1992er Wahl, in ihre Zeit als First Lady (etwa wĂ€hrend des Impeachment-Prozesses gegen ihren Mann) und auf die in den Vorwahlen von 2008 an Barack Obama gescheiterte Kandidatin in ihrem ersten Versuch, die demokratische PrĂ€sidentschaftskandidatur zu erobern.

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Ein Blick in die Zukunft der Uni-Bibliothek

Halle (Saale), Innenpolitik, LektĂŒren, Studium

Seit einem guten halben Jahr ist Anke Berghaus-Sprengel die Leiterin der UniversitĂ€tsbibliothek der Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg. In einem Beitrag fĂŒr die Uni-Zeitschrift Scientia Hallensis skizziert sie die grĂ¶ĂŸten Herausforderungen der Unibibliothek, d.h. vor allem die fortschreitende Digitalisierung, und gewĂ€hrt einen Blick hinter die Kulissen der Bibliothek. Der Beitrag kann in einer Online-Version hier abgerufen werden.

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Mit Karamba in den Bundestag

Halle (Saale), Innenpolitik, LektĂŒren

„Mit Karamba in den Bundestag“ – Karamba Diaby aus Halle (Saale) hatte bei der Bundestagswahl 2013 sicherlich den mit Abstand besten Spruch aller Kandidatinnen und Kandidaten auf seinen Plakaten zu stehen. Seit September 2013 sitzt Diaby nun im Bundestag und ist stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses fĂŒr Menschenrechte und humanitĂ€re Hilfe sowie Mitglied im Ausschuss fĂŒr Bildung, Forschung und TechnikfolgenabschĂ€tzung. Mit genau dem erwĂ€hnten Spruch hat er ein in der vergangenen Woche publiziertes Buch betitelt, in dem er ĂŒber seine Erfahrungen in Deutschland und insbesondere in der Politik berichtet. Am 27. Oktober 2016 stellt Diaby sein Buch in der Thalia-Buchhandlung am Halleschen Marktplatz vor (Details hier).

Karamba Diaby (mit Eva Sudholt): „Mit Karamba in den Bundestag. Mein Weg vom Senegal ins deutsche Parlament“, Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg, 224 Seiten, 20,00 Euro (als E-Book 15,99), ISBN: 978-3-455-50420-0.

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Aktuelle Neuerscheinungen zur US-PrÀsidentschaftswahl am 8. November 2016

Außenpolitik, LektĂŒren, US-Politik, US-Wahl 2016

Vor wenigen Tagen hat die Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung ihr Herbstprogramm veröffentlicht – und unter den aktuellen Neuerscheinungen finden sich gleich mehrere BĂŒcher zur gegenwĂ€rtigen amerikanischen Politik (rechtzeitig vor der US-PrĂ€sidentschaftswahl am 8. November 2016).
Die beiden Politikwissenschaftler Tobias Endler und Martin Thunert werfen in ihrem Buch „Entzaubert“ einen Blick auf die im Januar 2017 zu Ende gehende Obama-PrĂ€sidentschaft und untersuchen sowohl innere Entwicklungen in den Vereinigten Staaten („WĂ€hlerschaft, Polarisierung und Parteien“, „Demokratie, Ungleichheit und die Entwicklung der Mittelschicht“ sowie „Das Regierungssystem zwischen Selbstblockade, Selbstkorrektur und ‚imperialem‘ Anspruch der Exekutive“) als auch außenpolitische Herausforderungen („Weltmacht auf dem Vormarsch? Der Schwenk nach Asien“, „Konstruktiver RĂŒckzug? Die Rolle der USA im Nahen Osten und der Kampf gegen den Terror“ sowie „Transatlantische Angelegenheiten in globaler Perspektive“).
Christoph von Marschall, der fĂŒr den Berliner Tagesspiegel tĂ€tig ist, entwirft in seinem Buch „Was ist mit den Amis los?“ ein Panorama von Politik und Gesellschaft der Vereinigten Staaten; dabei geht es um die Grundeinstellungen der Amerikaner, eine Bilanz der Obama-PrĂ€sidentschaft, der (amerikanischen) Welt nach 9/11 sowie aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen, aber auch um Herausforderungen der Energiewende und einer möglichen Zukunftsperspektive der Weltmacht USA. Seine AusfĂŒhrungen ergĂ€nzt von Marschall hĂ€ufig durch persönliche Schilderungen aus seiner Arbeit als Korrespondent in Washington, was das Buch kurzweilig und lesenswert macht.
Und in „Angry White Men“ beschĂ€ftigt sich der Soziologie-Professor Michael Kimmel mit der AnhĂ€ngerschaft des PrĂ€sidentschaftskandidaten Donald Trump in all ihren Facetten und beschreibt die ökonomischen und sozialen Verschiebungen der letzten Jahrzehnte inklusive des „vermeintlichen Bedeutungsverlusts“ von Teilen der mĂ€nnlichen Bevölkerung (was Kimmel „krĂ€nkende Enteignung“ nennt) sowie dessen Konsequenzen.
Nicht bei der Bundeszentrale erhĂ€ltlich, aber trotzdem lesenswert ist schließlich das Buch „Trumpland“ von Walter Niederberger, in dem der Schweizer Journalist nicht nur die Lebensstationen und die politischen Positionen Trumps vorstellt und erlĂ€utert, sondern auch mit einem Blick auf die amerikanische Politik der letzten Jahre fragt, wie eine Kandidatur Trumps ĂŒberhaupt möglich wurde. Dabei geraten auch die Republikanische Partei und deren WĂ€hlerschaft in den Fokus der jederzeit fundierten Analyse.

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