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16. Jan 2019

Neuerscheinung: „Die USA“

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Vor geraumer Zeit habe ich das Buch „Die USA“ von Ute Mehnert mit großem Gewinn gelesen – um so erfreuter war ich zu entdecken, dass das Buch nunmehr in einer preisgünstigen Augabe bei der Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich ist. Details zum Buch sowie zur Bestellung finden sich hier. Auf der Webseite des Christoph-Links-Verlags zum Buch heißt es: „Mickymaus und Marshallplan, Barbie und Burger, Pop-Art und Popcorn, Madonna und Obama: Die USA haben unser Leben geprägt und tun es weiter. Dafür werden sie bewundert oder gehasst, oft beides zugleich. Gegen den vertrauten Ort in unserer Vorstellungswelt kommen Land und Leute schwer an, wenn es uns Deutsche dann tatsächlich in die Vereinigten Staaten verschlägt. Doch bald blitzt mitten im scheinbar Vertrauten das irritierend Fremde auf: Da wird die lockere Verabredung fürs Kino plötzlich zum »date«, da begegnen einem Fremde mit überschäumender Herzlichkeit, Lob entpuppt sich als Kritik, und »liberals« sind eher Sozial- als Freidemokraten. Erst wenn man der Verzweiflung nahe ist, beginnt das Verstehen dieses Landes, in dem Dynamik die größte Konstante ist. Ute Mehnert, die in den USA lebt, hat einen ebenso informativen wie unterhaltsamen Wegweiser für ein Land geschrieben, in dem man nur ankommt, wenn man immer in Bewegung bleibt.“

3. Jan 2019

Wer ist Nancy Pelosi?

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Im Laufe des heutigen Tages wird aller Voraussicht nach die Demokratische Kongressabgeordnete Nancy Pelosi zur neuen Parlamentspräsidentin des US-Repräsentantenhauses gewählt werden. Damit ist sie – die diese Position bereits vor einigen Jahren (2007-2011) innehatte – nicht nur die ranghöchste Frau im politischen System der Vereinigten Staaten überhaupt, sondern zugleich erste Gegenspielerin von US-Präsident Donald Trump. Aktuell geht es um eine Einigung zwischen Kongress und Weißen Haus, um den aktuellen „Government Shutdown“ zu beenden (ein Gespräch zwischen beiden Seiten ist jüngst ergebnislos zu Ende gegangen). Dieser Artikel in der New York Times zeichnet die politischen Stationen Pelosis nach und skizziert ihre politischen Handlungsoptionen (ähnliche Artikel finden sich auch in der Washington Post, auf CNN.com und auf Politico.com). Wer an einer umfangreicheren Darstellung interessiert ist, greife zu dem Buch von Vincent Bzdek (siehe Abbildung), auch wenn dieses bereits ein paar Jahre alt ist.
Update: am Donnerstag ist Nancy Pelosi in der Tat zur neuen Speakerin des Repräsentantenhauses gewählt worden. Und ein weiteres Porträt fand sich am Wochenende in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (und zwar hier).

2. Jan 2019

Neue Ausgabe 4/2018 der Zeitschrift für Parlamentsfragen erschienen

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Vor wenigen Tagen ist die neue Ausgabe der Zeitschrift für Parlamentsfragen (Heft 4/2018) erschienen. Anlässlich des 65. Geburtstags der Chefredakteurin Prof. Suzanne S. Schüttemeyer dreht sich in diesem Heft alles um das Thema Parlamentarismusforschung – ein „State-of-the-Art“-Heft zum Thema sozusagen. Der Doyen der deutschen Parlamentarismusforschung, Gerhard Loewenberg, schreibt zum Beispiel über „The Bundestag in the 21st century“, der frühere Direktor beim Deutschen Bundestag, Wolfgang Zeh, macht sich Gedanken über die ideale Größe eines Parlaments, Roland Sturm beschreibt die Reformresistenz zweiter Kammern, und Danny Schindler versucht, das Einflusspotential von Fraktionsvorsitzenden auszuloten. Sven Siefken beschreibt darüber hinaus die Handlungsmöglichkeiten der Fachausschüsse im Bundestag, der frühere Justizminister Edzard Schmidt-Jortzig beschäftigt sich mit dem digitalisierten Parlamentarismus im Zeitalter neuer Medien, und Joachim Krause eröffnet Perspektiven für die Analyse und Gestaltung parlamentarischer Kontrolle. Oscar W. Gabriel untersucht die Rolle des Vertrauens in demokratische Institutionen, Oskar Niedermayer thematisiert die Arbeit der AfD in Bundestag und den Landesparlamenten gleichermaßen, und der frühere Bundestagspräsident Norbert Lammert ergänzt „Zehn Bemerkungen“ zur bundesdeutschen Parteiendemokratie. Franziska Carstensen, Alexander Kühne und Marcus Wittig schließlich haben für diese Jubiläumsausgabe alle bisherigen Ausgaben der ZParl ausgewertet und interessante Befunde zu inhaltlichen Schwerpunkten sowie Themenkarrieren der Zeitschrift im Wandel der Zeit zusammengetragen. Die Beiträge des Heftes (von denen hier bei weitem nicht alle erwähnt werden konnten) ist über das interne Netz der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) online frei verfügbar.

Am besten gemeinsam mit einem starken Kaffee genießen: die neue Ausgabe der ZParl.

10. Dez 2018

Lektüren: „Deutschland und die Welt 2030“ als Sammelband

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Bis zum Jahr 2030 sind es nur noch knapp zwölf Jahre. Soeben ist eine interessante Seite mit dem Titel „Deutschland und die Welt 2030“ an den Start gegangen, auf der renommierte Expertinnen und Experten die zentralen Herausforderungen ihrer jeweiligen Arbeitsbereiche diskutieren (als Buch sollen die Beiträge ebenfalls erscheinen). Auf der Seite heißt es wörtlich: „Welche großen Trends werden Deutschland und Europa verändern, was ist bis zum Jahre 2030 zu erwarten und was muss deshalb auf die Agenda, um die richtigen Antworten zu geben? Diese Seite präsentiert relevante Szenarien und konkrete Empfehlungen der wichtigsten Expertinnen und Experten aus Deutschland und der Welt.“ Alle Beiträge der Seite sind hier zu finden.

10. Dez 2018

Vorankündigung: Publikation „70 Jahre Grundgesetz“

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Zu Beginn des neues Jahres erscheint eine vielversprechende Publikation zum Thema 70 Jahre Grundgesetz. Auf der Webseite des Verlages heißt es: „Im Mai 2019 wird das Grundgesetz 70 Jahre alt. Es galt gut 40 Jahre in der Bonner und 30 Jahre in der Berliner Republik. Das ‚Jubiläum‘ fällt zusammen mit 100 Jahren Weimarer Reichsverfassung, eine Verfassung, die stürmische Zeiten kannte – und sie nicht überlebte. Das Doppeljubiläum ist Anlass, sich über das Grundgesetz, den von ihm verfassten Staat, über unsere Gesellschaft und politische Herrschaft zu vergewissern. Was hat sich bewährt? Wie wurde die verfassungspolitische Ordnung zu der, die wir kennen? Wie gut sind wir für aktuelle und zukünftige Herausforderungen gerüstet? Welche Rolle spielt das Verfassungsrecht, wenn es etwa um Identität, Populismus, Migrationsfragen, Digitalisierung oder die demographischen Herausforderungen geht? Diesen Fragen geht der vorliegende Band mit Beiträgen prominenter Autoren nach. Das Werk versammelt profilierte Denkerinnen und Denker aus der Rechts-, Geschichts- und Politikwissenschaft sowie Funk- und Printjournalismus. Sie suchen pointiert und adressiert an ein breites Publikum Antworten auf die Frage, ob unser Land in guter Verfassung war, ist, sein wird.“
Das Buch wird zu gegebener Zeit auch in unserer Fachbereichsbibliothek verfügbar sein. Einen Auszug aus dem Buch, nämlich den Beitrag des früheren Bundesverfassungsrichters Dieter Grimm („Auf Bewährung“), ist in der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu finden (online leider kostenpflichtig).

10. Dez 2018

John Dingell: How to fix the U. S. Congress

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Seit vielen Jahren untersucht die politikwissenschaftliche Forschung die parteipolitische Polarisierung in den Vereinigten Staaten – und zwar sowohl in der Gesellschaft, in den Medien, in Wahlen als auch im US-Kongress. John Dingell, der von Dezember 1955 bis Januar 2015 Mitglied des Repräsentantenhauses war (und damit der Abgeordnete mit der längsten Amtszeit im House ist), schlägt in einem Gastbeitrag für das Magazin The Atlantic Monthly einschneidende Veränderungen vor. Der Artikel ist hier zu finden. Parallel ist ein Buch von Dingell („The Dean“) erschienen, in dem er auf seine Zeit im Kongress zurückblickt. Dingell ist niemand, der ein Blatt vor den Mund nimmt, wie man auch in seinen Tweets nachlesen kann (bei denen insbesondere Präsident Donald Trump nicht gut wegkommt…). So ist ein unterhaltsames und hochspannendes Buch darüber entstanden, wie Politik vor und hinter den Kulissen wirklich funktioniert. Dabei werden mehrere Jahrzehnte amerikanischer Nachkriegsgeschichte lebendig – zurückreichend bis zu dem Moment, in dem er als Sohn eines Abgeordneten die Rede des damaligen Präsidenten Franklin Delano Roosevelt am Tag nach dem Angriff auf Pearl Harbor live im Kongress miterlebt. Später war er mehrere Jahre lang „Dean of the House“ sowie Ausschussvorsitzender. Alles in allem eine sehr interessante und lohnenswerte Lektüre!

3. Dez 2018

Neuerscheinung: „Netzpolitik“

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Das Thema Netzpolitik beschäftigt seit vielen Jahren nicht nur politische Akteure, sondern auch die Politikwissenschaft. Egal ob im Wahlkampf, in der Regierungskommunikation oder bezüglich unterschiedlicher Formen der eDemocracy, digitale Fragen stehen vermehrt im Fokus des Forschungsinteresses. Umso wichtiger ist ein jüngst im VS-Springer-Verlag erschienener Sammelband, der dieses Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Herausgegeben wurde der Band von den Göttinger Politikwissenschaftlern Andreas Busch, Yana Breindl und Tobias Jakobi. Dabei wird das Politikfeld Netzpolitik in seinen unterschiedlichen Dimensionen sowohl theoretisch als auch empirisch ausgeleuchtet und dabei Akteure wie der Deutsche Bundestag, die Internetwirtschaft und die digitale Bürgerrechtsbewegung in den Blick genommen. Nähere Informationen zum Buch sowie das Inhaltsverzeichnis lassen sich hier finden.

2. Dez 2018

Zum Tode von George H. W. Bush

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Am Freitag ist der frühere amerikanische Präsident George H. W. Bush im Alter von 94 Jahren gestorben. Gelegentlich wird Bush, der von 1989 bis 1993 amtierte, als der beste „one-term president“ der amerikanischen Geschichte bezeichnet. Er spielte eine zentrale Rolle beim Ende des Ost-West-Konflikts sowie bei der deutschen Wiedervereinigung. Aufgrund von innenpolitischen Problemen verlor er jedoch seine geplante Wiederwahl gegen Bill Clinton. Zuvor war Busch bereits Kongressabgeordneter, CIA-Chef, amerikanischer Gesandter bei den Vereinten Nationen und Botschafter in China gewesen. Der Name der Familie Bush ist in der amerikanischen Politik kein unbekannter: Bushs Vater wirkte ebenfalls bereits in der Politik, sein Sohn George W. folgte im Weißen Haus im Jahr 2001 auf Clinton. Auch der andere Sohn Jeb versuchte sich an der Präsidentschaft, schied jedoch im Jahre 2012 in den Vorwahlen sehr früh aus, nachdem er bereits Gouverneur von Florida gewesen war. Eine in jeder Hinsicht ausgezeichnete Biografie ist übrigens dieses Werk von Jon Meacham, das zwar sehr umfangreich ausgefallen ist, das Leben Bushs jedoch sehr detailliert nachzeichnet und sein Leben und Wirken in der amerikanischen Geschichte und Politik der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundertes verortet. Und hier gibt es einen Blick der New York Times auf die letzten Tage Bushs.
Update, 5. Dezember 2018:
Hubert Wetzel erläutert in einem Beitrag für die Süddeutsche Zeitung, warum eine Persönlichkeit wie George H. W. Bush heute wohl keine Chance (mehr) hätte, zum US-Präsidenten gewählt zu werden, nämlich hier. Der Nachruf der SZ (von Stefan Kornelius) findet sich hier.

26. Nov 2018

Neues APuZ-Heft der BpB: „Nation und Nationalismus“

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Die heute neu erschienene, aktuelle Ausgabe der von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) herausgegebene politikwissenschaftliche Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ) beschäftigt sich mit dem hochaktuellen Thema „Nation und Nationalismus“ Alle näheren Details zum Heft sind hier zu finden.

26. Nov 2018

Jetzt neu: das Grundgesetz als Magazin

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Kann man das Grundgesetz als Zeitschriftenmagazin herausbringen? Der Journalist Oliver Wurm versucht es – Details gibt es hier.