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US-Politik

21. Nov 2020

Barack Obama: „A Promised Land“

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Am vergangenen Dienstag ist in 25 Sprachen gleichzeitig der erste Band der Autobiografie des früheren US-Präsidenten Barack Obama erschienen. In „A Promised Land“ (zu deutsch: „Ein verheißenes Land“) berichtet Obama von seinen wichtigsten Lebensstationen, von seiner politischen Karriere, vom Wahlkampf 2008 und den ersten Jahren im Weißen Haus (bis 2011). Das vor zwei Jahren erschienene Buch „Becoming“ seiner Frau hat sich inzwischen acht Millionen Mal verkauft, die Startauflage des Buchs von Barack Obama (mit immerhin 800 Seiten) liegt bei drei Millionen (davon 300.000 in Deutschland), es düfte aber rasch nachgedruckt werden müssen, waren doch alle bisherigen Bücher Obamas Bestseller. Der SPIEGEL hat am Wochenende einen Ausdruck publiziert, ebenso Die ZEIT (leider nicht frei online). Der Berliner Tagesspiegel hat die Hintergründe zum Buch, eine Rezension des Buches findet sich in der New York Times.

In einem aktuellen Gespräch mit der Zeitschrift The Atlantic diskutiert Obama die großen Herausforderungen unserer Zeit, insbesondere mit Blick auf den Zustand der amerikanischen Demokratie nach vier Jahren Donald Trump. Das Gespräch ist hier nachzulesen. Und dann ist Obama in dieser Woche schließlich von Markus Lanz zu Leben und Werk befragt worden, Das Video gibt es hier.

15. Nov 2020

US-Senat: Georgia on my mind

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„Georgia, oh Georgia – No, no, no, no, no peace I find – Just an old sweet song – Keeps Georgia on my mind“ singt Ray Charles in seinem Hit „Georgia on my mind“ (erstmals im Jahre 1970 veröffentlicht), und viele Beobachter der politischen Ereignisse und Entwicklungen in den Vereinigten Staaten dürften sich derzeit an diesen Song erinnert fühlen. Denn die Mehrheit im nächsten US-Senat hängt an zwei Stichwahlen im Bundesstaat Georgia, die zu Beginn des neuen Jahres 2021 stattfinden werden. Sollten die Demokraten beide Wahlen für sich entscheiden können, so übernähmen sie neben der Mehrheit im US-Repräsentantenhaus auch die Mehrheit in der zweiten Kammer des Kongresses, dem US-Senat. Sollten aber die Republikaner einen oder beide der ausstehenden Sitze gewinnen können, so würden sie ihre angestammte Mehrheit verteidigen. Zugleich würden sie den Handlungsspielraum des neuen amerikanischen Präsidenten Joe Biden auf Capitol Hill massiv einschränken, gerade im Hinblick auf Neuberufungen an den Supreme Court sowie mit Blick auf internationale Verträge oder vielfältige Gesetzgebungsarbeit. Hintergründe zum Thema gibt es hier, hier und hier.

15. Nov 2020

Nach der Wahl: who is Joe Biden?

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Seit der US-Präsidentschaftswahl am 3. November 2020 ist einiges an Zeit vergangen – und zahlreiche Medien und Institute haben ausführlich und detailliert berichtet. Daher soll an dieser Stelle nur ein einziger Hinweis auf den mutmaßlich neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Joe Biden, genügen. Kurz vor der Wahl erschien ein sehr lesenswertes Porträt Bidens, das biografische Aspekte, politische Überzeugungen und aktuelle Trends und Entwicklungen aus dem Wahljahr 2020 zu einer spannenden Reportage zusammengefügt. Geschrieben hat das Buch Evan Osnos, Autor der Zeitschrift The New Yorker und Gewinner des National Book Award. Inzwischen ist im Suhrkamp-Verlag eine deutschsprachige Übersetzung erschienen. Eine Rezension des Buches findet sich hier. Unbedingte Empfehlung!

Update, 16. November 2020: und hier ist ein Interview mit dem Biografen zu lesen.

2. Nov 2020

Lektüretipps zur US-Wahl

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Die heutigen Zeitungen warten mit einer ganzen Reihe von interessanten Berichten und Analysen zur bevorstehenden US-Wahl auf. In der Frankfurter Allgemeinen zum Beispiel beleuchtet der Regensburger Politikwissenschaftler Stephan Bierling unter der Überschrift „Der Marathon-Mann“ das politische Leben Joe Bidens. Zugleich werden im Wirtschaftsteil aufschlussreiche Statistiken zu einzelnen Wählergruppen sowie zur demografischen Veränderung der amerikanischen Bevölkerung präsentiert (siehe Foto). Der aktuell als Fellow am Berliner Wissenschaftskolleg tätige Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller beschäftigt sich im Feuilleton mit der Unterdrückung von Wählern in den USA. Und Majid Sattar, Washington-Korrespondent der Zeitung, beschreibt, wie sich die Wahlkampfteams beider Kandidaten „auf eine große Nachwahlschlacht“ vorbereiten.

In den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (zum Beispiel Mitteldeutsche Zeitung, Leipziger Volkszeitung) spricht der Tagesthemen-Moderator Ingo Zamperoni über seine hier vorgestellte Dokumentation „Trump, meine amerikanische Familie und ich“ vor, die heute abend im Fernsehen läuft. (das Video gibt es hier). Und die New York Times hat Details zu den (Reise-)Plänen der beiden Kandidaten Donald Trump und Joe Biden bis zum Wahltag (hier).

Leider sind die meisten Artikel online nicht frei zu bekommen. Aber die FAZ und die SZ sind über unsere Universitätsbibliothek abrufbar. Ansonsten freut sich der/die Zeitungshändler/in Ihres Vertrauens, wenn Sie eine Printausgabe erwerben.:)

31. Okt 2020

TV-Tipp: „Trump, meine amerikanische Familie und ich“

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An Reportagen und Dokumentation rund um die bevorstehenden amerikanischen Präsidentschaftswahlen herrscht derzeit wahrlich kein Mangel, man denke nur an „Im Wahn“ von Klaus Brinkbäumer und Stephan Lamby oder „American Voices“ von Elmar Theveßen. Der Journalist und Moderator Ingo Zamperoni („Tagesthemen“) geht das Thema etwas anders an. Er nähert sich Donald Trump und den polarisierten Staaten von Amerika über seine Familie. Zamperoni, von Haus aus Amerikanist und Geschichtswissenschaftler, hat selbst mehrere Jahre in den Vereinigten Staaten verbracht, zunächst als Austauschschüler und später als Korrespondent. Verheiratet ist er mit einer Amerikanerin, und in einer Dokumentation, die am 2. November 2020 ausgestrahlt wird, begibt er sich auf Spurensuche im eigenen Familienkreis, spricht mit Trump- Wählern und Unterstützern, geht ihren Motiven nach und entwirft ein buntes Panoptikum der USA wenige Tage vor der Wahl. Anzuschauen ist der Beitrag bereits jetzt in der ARD-Mediathek, und zwar hier.

30. Okt 2020

Zur Analyse der US-Wahl 2020

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Noch sind es mehrere Tage bis zur amerikanischen Präsidentschaftswahl am kommenden Dienstag. Gleichwohl sei schon heute auf eine Veranstaltung am 5. und 6. November 2020 hingewiesen, bei der eine erste Analyse des Wahlergebnisses versucht wird. Mit dabei ist zum Beispiel der Politikwissenschaftler Sean Theriault, dessen Bücher zur parteipolitischen Polarisierung wir in unseren Lehrveranstaltungen rund um das politische System der Vereinigten Staaten regelmäßig aufgreifen. Die erwähnte Veranstaltung findet Corona-bedingt in einem virtuellen Format statt. Alle Hintergründe dazu sowie ein genauerer Programmplan finden sich hier.

23. Okt 2020

TV-Tipp: „Im Wahn“

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Vor einiger Zeit ist auf diesen Seiten das neue Buch der beiden Journalisten Klaus Brinkbäumer und Stephan Lamby mit dem Titel „Im Wahn“ vorgestellt worden. Darin beschreiben sie amerikanische Politik unter Präsident Donald-Trump, insbesondere in den vergangenen anderthalb Jahren. Am kommenden Montag, den 26. Oktober 2020, zeigt das Erste um 22:50 Uhr den Film zum Buch: die Sendung ist ebenfalls mit „Im Wahn“ betitelt. Hintergründe zur Doku gibt es hier.

19. Okt 2020

Lektüretipp: „Die Zerstörung Amerikas“ von Elmar Theveßen

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Rechtzeitig vor amerikanischen Präsidentschaftswahlen erscheinen stets Bücher der Journalistinnen und Journalisten aus den Washingtoner Hauptstadtbüros, die die jeweils aktuelle Wahl in einen größeren politischen Kontext verorten. Neulich ist bereits das Buch „Im Wahn“ von Klaus Brinkbäumer und Stephan Lamby erschienen (die TV-Dokumentation zu diesem Buch wird am 26. Oktober 2020 im Ersten ausgestrahlt). Nun ist im Piper-Verlag mit „Die Zerstörung Amerikas“ das neue Buch des Leiters des ZDF-Büros in Washington, Elmar Theveßen, erschienen. Darin blickt er zugleich auf den aktuell laufenden US-Wahlkampf, aber auch auf längerfristige Trends und Entwicklungen amerikanischer Politik. Erlebnisse und Beobachtungen aus dem Alltag und von seinen Reisen verbindet Theveßen dabei mit Gesprächen und Interviews mit hochrangigen Politikern, Militärs, anderen Journalisten sowie Wissenschaftlern.

Eine aktuelle Rezension des Bandes ist hier nachzulesen. Hintergründe zum Werk (sowie ein Blick in das Buch) finden sich hier.

13. Okt 2020

US-Wahlnacht online live verfolgen

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Die Atlantische Akademie Rheinland-Pfalz e. V. aus Kaiserslautern bietet für die amerikanische Wahlnacht am 3. November 2020 die Möglichkeit, den gesamten Abend über die zentralen Themen und Herausforderungen der Wahl gemeinsam und online live zu verfolgen. Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung sowie eine Anmeldemöglichkeit finden sich hier.

12. Okt 2020

Vor der Anhörung von Amy Coney Barrett im US-Senat

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Heute beginnt im Justizausschuss des US-Senats die viertägige Anhörung von Amy Coney Barrett, die vor einigen Wochen als Nachfolgerin der verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg von Präsident Donald Trump für den Supreme Court nominiert worden war. Am Ende der Ausschussphase muss der gesamte Senat mit einfacher Mehrheit der Nominierung zustimmen. Für gewöhnlich dauert ein Berufungsverfahren für den Supreme Court 71 Tage, die Republikaner im Senat und Präsident Trump sind bestrebt, dieses Verfahren noch vor dem Wahltag am 3. November 2020, und damit in Rekordzeit, abzuschließen. Ob dieser Zeitplan einzuhalten ist, bleibt abzuwarten, da sich mehrere Senatoren mit dem Corona-Virus infiziert haben und bis auf Weiteres nicht an Sitzungen des Parlaments teilnehmen können. Kurz vor Beginn der Anhörung ist das Eröffnungsstatement der Richterin bekannt geworden. Die New York Times blickt hier auf die unterschiedlichen Strategien, mit denen Demokraten und Republikaner diese Nominierung, speziell die bevorstehende Anhörung, angehen (und hier wird der Fokus speziell auf die Demokraten gelegt). Hier findet sich ein Rückblick auf den persönlichen und professionellen Hintergrund von Amy Coney Barrett.

Die Anhörung kann online live mitverfolgt werden, zum Beispiel auf dieser Seite. Pikanter Nebenaspekt: Mitglied im Justizausschuss ist auch die Vizepräsidentschaftskandidatin der Demokraten, Kamala Harris (über Chancen und Risiken ihres Auftritts berichtet die New York Times hier).


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