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Nach der US-Wahl: Donald Trump ante portas

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Inzwischen ist seit der Wahl von Donald Trump zum neuen amerikanischen Pr├Ąsidenten einige Zeit vergangen, da empfiehlt es sich, ├╝ber die tagesaktuelle Berichterstattung (zum Beispiel hier, hier und hier) hinaus die Frage nach den Konsequenzen zu stellen und die Wahl in einen gr├Â├čeren Kontext zu stellen. Auf diesen Seiten ist bereits auf das Buch Trumpland von Walter Niederberger hingewiesen worden.
Ein anderes, ebenfalls sehr lesenswertes Buch hat der Politikwissenschaftler Torben L├╝tjen k├╝rzlich ver├Âffentlicht. Unter dem Titel „Partei der Extreme: Die Republikaner. ├ťber die Implosion des amerikanischen Konservativismus“ skizziert er die Geschichte der Republikanischen Partei bis in das Wahljahr 2016 hinein (Details zum Buch hier). In einem Gastbeitrag f├╝r Spiegel Online hat L├╝tjen kurz vor der Wahl am 8. November 2016 das Verh├Ąltnis von Trump und der Republikanischen Partei kommentiert.
Den Abstieg der amerikanischen Wirtschaft ├╝ber die vergangenen vierzig Jahre hat in einem umfangreichen Buch George Packer beschrieben. Dabei verwebt er diese Entwicklungen geschickt mit den Biografien bekannter wie unbekannter Amerikaner und Amerikanerinnen. Das Buch hat 2013 den National Book Award gewonnen. Rezensionen des Buches finden sich in der ZEIT und in der S├╝ddeutschen Zeitung. Details (und eine Leseprobe) gibt es hier.
Der Direktor der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, Volker Perthes, formuliert schlie├člich hier f├╝nf Thesen, mit denen sich Forschung und Politik nun befassen m├╝ssen.

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Vor der US-Wahl am 8. November 2016

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Inzwischen sind es nur noch wenige Stunden bis zur Pr├Ąsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten am 8. November 2016. In den j├╝ngsten Umfragen scheint Hillary Clinton trotz erneuter FBI-Ermittlungen einen sehr knappen landesweiten Vorsprung behaupten zu k├Ânnen – wichtiger w├Ąre es aber nicht landesweit vorne zu liegen, sondern die „richtigen“ Bundesstaaten zu gewinnen, um am Ende mindestens 270 Wahlm├Ąnnerstimmen auf sich vereinigen zu k├Ânnen (die aktuellen Prognosen finden sich in epischer Breite und Ausf├╝hrlichkeit hier). Dass Donald Trump am Ende der neue Mister President-Elect sein k├Ânnte, ist also ganz und gar nicht ausgeschlossen. Das Erste zeigt daher heute abend eine Dokumentation unter dem Titel „Der Angstmacher. Warum Trump Clinton schlagen kann“ (Details hier). ARTE dagegen zeigt um 20:15 Uhr den Klassiker „Mr. Smith Goes to Washington“ von Frank Capra aus dem Jahre 1939. In diesem Film spielt Jimmy Stewart einen jungen Senatoren, der nach Washington kommt und – etwas bel├Ąchelt – nicht aufh├Ârt, f├╝r seine ├ťberzeugungen zu k├Ąmpfen, einschlie├člich einer dramatischen Filibuster-Rede. Da der Film nur sehr selten im Fernsehen l├Ąuft: unbedingte Empfehlung!
Warum Trumps Kandidatur nicht v├Âllig ├╝berraschend kommt und was sie mit den politischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zu tun hat, fasst Georg Diez in einem sehr lesenswerten Essay hier zusammen. Ein R├╝ckblick auf die wichtigsten Stationen vergangener Pr├Ąsidentschaftswahlen, insbesondere mit Blick auf Pannen und andere denkw├╝rdige Ereignisse, findet sich in der Neuen Z├╝rcher Zeitung.
Bei allen Aufgeregtheiten rund um die bevorstehende Pr├Ąsidentschaftswahl sollte die gleichzeitig stattfindende Wahl zum US-Kongress nicht vernachl├Ąssigt werden. W├Ąhrend das Repr├Ąsentantenhaus fest in Republikanischer Hand zu sein scheint, stehen die Chancen der Demokraten, die Mehrheit im Senat zur├╝ckzuerobern, relativ gut. Mit dem Senat (und dem Repr├Ąsentantenhaus) wird der Nachfolger oder die Nachfolgerin Barack Obamas (eine Bilanz seiner acht Jahre im Wei├čen Haus findet sich hier) mehr zu tun haben als ihm oder ihr lieb sein d├╝rfte, schlie├člich muss der Senat bei Besetzungen des Supreme Courts, bei Ernennungen von Ministern und Botschaftern sowie internationalen Vertr├Ągen zustimmen. Hintergr├╝nde zu dieser Wahl finden sich hier und hier.
In vielen Bundesstaaten der USA findet parallel zur Wahl eine Vielzahl an Referenden statt. Die FAZ hat hier eine ├ťbersicht zusammengestellt.
Protipp: vom 7. bis zum 9. November 2016 sind alle Artikel und Features auf der Homepage der New York Times anl├Ąsslich der Wahl kostenlos abrufbar.
Update, 8. November 2016: das gilt ebenfalls f├╝r die Washington Post.

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TV-Tipp: „Barack Obama – die unvollendete Pr├Ąsidentschaft“

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Die ├Âffentliche Aufmerksamkeit richtet sich derzeit – unter anderem – auf die bevorstehende US-Pr├Ąsidentschaftswahl am 8. November 2016. Das ZDF zieht kurz vor der Wahl eine Bilanz der im Januar zu Ende gehende Pr├Ąsidentschaft von Barack Obama. Dabei wird insbesondere darauf geschaut, mit welchen Ideen und Vorstellungen Obama 2008 angetreten war und was er davon in seiner Zeit im Wei├čen Haus einl├Âsen konnte. Die Dokumentation l├Ąuft heute abend um 23:15 Uhr im Hauptprogramm, danach ist der Film f├╝r einige Monate in der Mediathek zu sehen, und zwar hier.

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Neuerscheinung zur anstehenden US-Wahl: „Hillary. Ein Leben im Zentrum der Macht“

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Rechtzeitig zur anstehenden US-Wahl hat die Journalistin Dorothea Hahn eine sehr lesenswerte, weil kompakte und gut geschriebene Biographie ├╝ber die demokratische Bewerberin Hillary Clinton vorgelegt. Auf knapp 240 Seiten schildert sie die wesentlichen Karrierestationen Hillarys, die bis in die fr├╝hen siebziger Jahre zur├╝ckreichen. Besonders interessant und aufschlussreich sind dabei die ersten Kapitel ausgefallen, in denen es um die famili├Ąren, politischen, gesellschaftlichen und religi├Âsen Pr├Ągungen Hillarys geht. Die letzten Kapitel – etwa zu ihrer Zeit als US-Senatorin und Au├čenministerin – sind dagegen recht knapp ausgefallen. Nach der Lekt├╝re bleibt der Eindruck zur├╝ck, dass es wohl noch niemals zuvor eine/n derart gut auf das Amt vorbereitete Kandidaten/in gegeben hat. Fraglich ist zum heutigen Zeitpunkt h├Âchstens, ob sie die Chance bekommen wird, diese Erfahrungen in das neue Amt einbringen zu k├Ânnen, denn in den letzten Tagen vor der Wahl am 8. November 2016 scheint das Rennen wieder deutlich enger zu werden, als das viele Beobachter erwartet haben. Details zum Buch (inklusive einer Leseprobe) finden sich hier.
Einen etwas anderen Schwerpunkt legt die neue Ausgabe der Zeitschrift Der SPIEGEL Biografie. Auch hier wird auf Leben und Wirken Hillary Clintons (und ihres Ehemanns, des Pr├Ąsidenten Nr. 42) zur├╝ckgeblickt, allerdings geschieht dies vor allem in Original-Artikeln aus dem SPIEGEL. Auf diese Weise kann man sich zur├╝ckversetzen in die in Arkansas verbrachten Jahre, in die 1992er Wahl, in ihre Zeit als First Lady (etwa w├Ąhrend des Impeachment-Prozesses gegen ihren Mann) und auf die in den Vorwahlen von 2008 an Barack Obama gescheiterte Kandidatin in ihrem ersten Versuch, die demokratische Pr├Ąsidentschaftskandidatur zu erobern.

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Aktuelle Neuerscheinungen zur US-Pr├Ąsidentschaftswahl am 8. November 2016

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Vor wenigen Tagen hat die Bundeszentrale f├╝r politische Bildung ihr Herbstprogramm ver├Âffentlicht – und unter den aktuellen Neuerscheinungen finden sich gleich mehrere B├╝cher zur gegenw├Ąrtigen amerikanischen Politik (rechtzeitig vor der US-Pr├Ąsidentschaftswahl am 8. November 2016).
Die beiden Politikwissenschaftler Tobias Endler und Martin Thunert werfen in ihrem Buch „Entzaubert“ einen Blick auf die im Januar 2017 zu Ende gehende Obama-Pr├Ąsidentschaft und untersuchen sowohl innere Entwicklungen in den Vereinigten Staaten („W├Ąhlerschaft, Polarisierung und Parteien“, „Demokratie, Ungleichheit und die Entwicklung der Mittelschicht“ sowie „Das Regierungssystem zwischen Selbstblockade, Selbstkorrektur und ‚imperialem‘ Anspruch der Exekutive“) als auch au├čenpolitische Herausforderungen („Weltmacht auf dem Vormarsch? Der Schwenk nach Asien“, „Konstruktiver R├╝ckzug? Die Rolle der USA im Nahen Osten und der Kampf gegen den Terror“ sowie „Transatlantische Angelegenheiten in globaler Perspektive“).
Christoph von Marschall, der f├╝r den Berliner Tagesspiegel t├Ątig ist, entwirft in seinem Buch „Was ist mit den Amis los?“ ein Panorama von Politik und Gesellschaft der Vereinigten Staaten; dabei geht es um die Grundeinstellungen der Amerikaner, eine Bilanz der Obama-Pr├Ąsidentschaft, der (amerikanischen) Welt nach 9/11 sowie aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen, aber auch um Herausforderungen der Energiewende und einer m├Âglichen Zukunftsperspektive der Weltmacht USA. Seine Ausf├╝hrungen erg├Ąnzt von Marschall h├Ąufig durch pers├Ânliche Schilderungen aus seiner Arbeit als Korrespondent in Washington, was das Buch kurzweilig und lesenswert macht.
Und in „Angry White Men“ besch├Ąftigt sich der Soziologie-Professor Michael Kimmel mit der Anh├Ąngerschaft des Pr├Ąsidentschaftskandidaten Donald Trump in all ihren Facetten und beschreibt die ├Âkonomischen und sozialen Verschiebungen der letzten Jahrzehnte inklusive des „vermeintlichen Bedeutungsverlusts“ von Teilen der m├Ąnnlichen Bev├Âlkerung (was Kimmel „kr├Ąnkende Enteignung“ nennt) sowie dessen Konsequenzen.
Nicht bei der Bundeszentrale erh├Ąltlich, aber trotzdem lesenswert ist schlie├člich das Buch „Trumpland“ von Walter Niederberger, in dem der Schweizer Journalist nicht nur die Lebensstationen und die politischen Positionen Trumps vorstellt und erl├Ąutert, sondern auch mit einem Blick auf die amerikanische Politik der letzten Jahre fragt, wie eine Kandidatur Trumps ├╝berhaupt m├Âglich wurde. Dabei geraten auch die Republikanische Partei und deren W├Ąhlerschaft in den Fokus der jederzeit fundierten Analyse.

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USA: Vor dem TV-Duell der Vize-Pr├Ąsidentschaftskandidaten

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Die erste Debatte zwischen den Pr├Ąsidentschaftskandidaten in den Vereinigten Staaten, Hillary Clinton (D) und Donald Trump (R), fand unter gro├čem Medien- und Publikumsinteresse statt. Insgesamt 84 Millionen Zuschauer waren live dabei, als die beiden Kandidaten sich in der vergangenen Woche einen neunzigmin├╝tigen Schlagabtausch lieferten (und in dessen Gefolge Hillary sowohl landesweit als auch in sieben der elf Schl├╝sselstaaten die F├╝hrung in den Umfragen zur├╝ckerobern konnte). In der kommenden Nacht kommt es nun zum Duell der beiden Vizepr├Ąsidentschaftskandidaten, Mike Pence f├╝r die Republikaner und Tim Kaine f├╝r die Demokraten. Die Neue Z├╝rcher Zeitung hat die wichtigsten Fragen vor diesem Duell zusammengefasst, und zwar hier.
Ben Terris und Krissah Thompson scherzen heute in der Washington Post, dass nur eine Sache unattraktiver sei als Vizepr├Ąsident zu sein: n├Ąmlich f├╝r dieses Amt kandidieren zu m├╝ssen. Nat├╝rlich macht – vermutlich – niemand seine Wahlentscheidung am 8. November davon abh├Ąngig, wer als „Number 2“ kandidiert, und doch m├Âchte niemand der beiden Kandidaten durch einen desastr├Âsen Auftritt in der TV-Debatte die elektoralen Chancen seines Running Mates besch├Ądigen. Der lesenswerte Artikel in der Washington Post, der zudem auf fr├╝here Duelle zwischen den Vizepr├Ąsidentschaftskandidaten zur├╝ckblickt, findet sich hier.

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Vor der ersten TV-Debatte im US-Pr├Ąsidentschaftswahlkampf

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In der kommenden Nacht (f├╝r alle Nachteulen: Beginn ist um 3 Uhr deutscher Zeit) kommt es an der Hofstra University auf Long Island (Bundesstaat New York) zur ersten TV-Debatte im amerikanischen Pr├Ąsidentschaftswahlkampf. F├╝r die Kandidaten stellen die Debatten die letzte und vielleicht entscheidende M├Âglichkeit im Wahlkampf dar, sich mit ihren politischen Positionen ├╝ber das Fernsehen an eine breite ├ľffentlichkeit zu wenden. In den vergangenen Wahlk├Ąmpfen schauten zwischen 50 Millionen (2000) und 90 Millionen (1992) Zuschauer die Fernsehdebatten, die f├╝r die Kandidaten eine vergleichsweise kosteng├╝nstige Gelegenheit bieten, ein maximales nationales Publikum anzusprechen, f├╝r dessen Erreichen sie sonst mehrere Dutzend Millionen US-Dollar ausgeben m├╝ssten. In diesem Jahr werden bis zu 100 Millionen Fernsehzuschauer alleine in den Vereinigten Staaten erwartet. Moderiert wird die Debatte von Lester Holt von NBC Nightly News. In Deutschland ├╝bertragen zum Beispiel die ARD, Phoenix und n-tv die Debatte in deutscher ├ťbersetzung.
Inzwischen herrscht im Pr├Ąsidentschaftswahlkampf zwischen Hillary Clinton und Donald Trump – wenn man den Umfragen glauben darf – ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Zuletzt hatte Trump den vor einigen Wochen noch deutlichen landesweiten Vorsprung von Clinton aufholen k├Ânnen, mehr noch: in mehreren Schl├╝sselstaaten scheint Trump in den letzten Tagen mit seiner Gegenkandidatin gleichgezogen zu sein oder sie sogar ├╝berholt zu haben. Kurz: der heutigen Debatte k├Ânnte eine ├╝berragende Bedeutung zukommen. Spannend wird vor allem zu sehen sein, wie Hillary Clinton die Debatte angeht. Wird sie Trump bedingungslos attackieren? Wie geht sie mit seinen Ungenauigkeiten bzw. L├╝gen um (Details hier; eine Vorschau auf die Debatte gibt es hier)?
David Axelrod, ├╝ber viele Jahre der engste Berater von Barack Obama, gibt in der New York Times Ratschl├Ąge, wie Hillary in der ersten Debatte am besten auftreten sollte. Wie sehr eine solche Debatte ein Spiel mit dem Erwartungsmanagement ist, hat die erste Debatte zwischen Al Gore und George W. Bush im Jahre 2000 gezeigt. Vor der Debatte h├Ąngten die Berater Bushs die Erwartungen so niedrig und lobten ihren Kontrahenten derart in den Himmel (Gore sei demnach „der beste Debattierer der Welt“), dass bereits eine halbwegs solide Leistung gen├╝gte, um in den Medien Bush als Sieger aus der Debatte hervorgehen zu lassen. Die New York Times wirft einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der damaligen Debatte, und zwar hier.
Am 4.Oktober 2016 findet dann in Farmville (Virginia) die Debatte der beiden Kandidaten f├╝r das Amt des Vizepr├Ąsidenten, Tim Kaine und Mike Pence, statt. Am 9. Oktober 2016 (in St. Louis, Missouri) und am 19. Oktober 2016 (in Las Vegas, Nevada) folgen dann die beiden letzten gemeinsamen Rededuelle von Hillary Clinton und Donald Trump.
Grunds├Ątzlich wird bei diesen Duellen nichts dem Zufall ├╝berlassen. So m├Âchte man vor allem unvorhergesehene Situationen vermeiden. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Performance in den Debatten anschlie├čend noch f├╝r l├Ąngere Zeit Thema im Wahlkampf sein kann. So sehr und so gut die Debatten vorbereitet und durchgef├╝hrt werden, vor technischen Pannen sind Veranstalter wie Teilnehmer nicht gefeit. So kam es in der Debatte im Jahre 1976 zwischen Pr├Ąsident Gerald Ford und seinem Herausforderer Jimmy Carter zu technischen Problemen, woraufhin die Mikrofone ausfielen. W├Ąhrend Techniker auf der B├╝hne fieberhaft nach der Ursache suchten und sie nach geraumer Zeit endlich fanden, blieben Ford und Carter vor einem Live-Publikum von 70 Millionen Zuschauern angestrengt stehen, da sie f├╝rchteten, ein Hinsetzen werde als Schw├Ąche ausgelegt. So standen die Kontrahenten und schauten bem├╝ht in die Ferne – volle 27 Minuten lang.

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Lekt├╝re-Tipp: „Fremdes Land Amerika“ des Fernsehjournalisten Ingo Zamperoni

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Es gibt im deutschen Fernsehen kaum einen Washington-Korrespondenten, der nach seiner Zeit vor Ort nicht in einem Buch ├╝ber seine Erfahrungen mit den Amerikanerinnen und Amerikaner berichtet und dabei Land und Leute beschreibt. Der ARD-Journalist Ingo Zamperoni, der am 24. Oktober 2016 von Thomas Roth die Moderation der Tagesthemen ├╝bernehmen wird, hat sein Buch mit „Fremdes Land Amerika“ betitelt, Anfang September 2016 ist es erschienen. Darin pr├Ąsentiert er im ersten Drittel eine ausf├╝hrliche und ├Ąu├čerst ausgewogene Bilanz der Obama-Pr├Ąsidentschaft. Das zweite Drittel ist mit „New World Order“ ├╝berschrieben und widmet sich internationalen Themen (Obama und die Kriege im Irak und in Afghanistan, NSA und Antiterrorkampf, der Streit um das Freihandelsabkommen TTIP und die Hinwendung der USA zum asiatischen Raum). Und im dritten Teil richtet Zamperoni den Fokus darauf, was „wir“ von den USA lernen k├Ânnen. Zu den verschiedenen Themen, die hier zur Sprache kommen, z├Ąhlen zum Beispiel Immigration, Philanthropie im Alltag und eine „Kultur des Scheiterns“.
Das Buch ist durchweg lesenswert. Man merkt dem Buch an, dass Zamperoni von Haus Amerikanist und Historiker ist. Immer wieder verkn├╝pft er die genannten Themen mit Anekdoten, Episoden und eigenen Eindr├╝cken aus seiner Zeit als Korrespondent und Producer in den USA. Details zum Buch gibt es auf der Homepage des Verlages. Das RBB-Magazin Stilbruch hat vor wenigen Tagen Ingo Zamperoni begleitet. Das Video dazu kann man in der Mediathek nachschauen.

Ingo Zamperoni: „Fremdes Land Amerika. Warum wir unser Verh├Ąltnis zu den USA neu bewerten m├╝ssen“, Ullstein Buchverlage, 2016, 336 Seiten, 20,00 Euro.

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Inside the Clinton machine: Innenansichten der Hillary-Kampagne

US-Politik, US-Wahl 2016

Die Politikwissenschaftlerin Daniela Hohmann promoviert am Bereich Empirische Politikforschung des Instituts f├╝r Politikwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universit├Ąt Mainz. Zur Zeit befindet sie sich in den USA, um den dortigen Pr├Ąsidentschaftswahlkampf als Freiwillige des Teams von Hillary Clinton zu verfolgen und mitzugestalten. Ihre Erfahrungen teilt sie in einem Blog, f├╝r den sie von der Mainzer Allgemeinen Zeitung unterst├╝tzt wird. In ihrem ersten Beitrag gibt sie einen Einblick in ihre Motivation f├╝r ihre Reise. Zum Blogbeitrag geht es hier.

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„Pr├Ąsidentielle Demokratie“ – f├╝r den Schulunterricht

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Im Wochenschau-Verlag ist k├╝rzlich anl├Ą├člich der bevorstehenden US-Pr├Ąsidentschaftswahl 2016 ein Heft (Reihe „Politik und Wirtschaft unterrichten“) zum Thema „Pr├Ąsidentielle Demokratie“ erschienen. Bevorzugt richtet sich das Heft an Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler in der Sekundarstufe II, ist aber sicher nicht nur f├╝r Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch f├╝r Studierende der Politikwissenschaft interessant. Nach einem Vergleich demokratischer Regierungssysteme (insbesondere wird hier Bezug auf das parlamentarische Regierungssystem der Bundesrepublkik Deutschland genommen) wird im Hauptteil das politische System der Vereinigten Staaten im Detail vorgestellt und anhand aktueller Themen wie ObamaCare, dem konkreten Verh├Ąltnis von Pr├Ąsident und Kongress und der Bedeutung und der Konsequenzen des „divided government“ illustriert. In einem weiteren Kapitel stehen die Pr├Ąsidentschaftswahlen sowie deren Finanzierung im Mittelpunkt. Details zum Heft gibt es hier.

Peter Massing: „Politik und Wirtschaft unterrichten: Pr├Ąsidentielle Demokratie“, 67. Jahrgang, Nr. 1 (Januar/Februar 2016), 28 Seiten, 11,40ÔéČ.

Bilinguale Ausgabe:
Marlies Lindemann, Annika L├╝chau: „The U. S. Presidential Elections“, 2016, 24 Seiten, 5,70ÔéČ.

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