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US-Wahl 2016

26. Aug 2018

US-Senator John McCain gestorben

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Im Alter von 81 Jahren ist in der vergangenen Nacht John McCain gestorben. Dreißig Jahre vertrat er seinen Heimatstaat Arizona im US-Senat in Washington, sowohl 2000 als auch 2008 kandidierte er als Präsidentschaftskandidat – beim ersten Versuch scheiterte er in den Vorwahlen am späteren Präsidenten George W. Bush, beim zweiten Versuch als Republikanischer Kandidat am Demokraten Barack Obama. Zuvor war er bereits Mitglied im US-Repräsentantenhaus gewesen. Bekannt wurde er, als er als Jagdbomberpilot im Vietnamkrieg abgeschossen wurde und in Nordvietnam in Gefangenschaft geriet, in der er über mehr als fünf Jahre hinweg physisch wie psychisch malträtiert wurde – unter den Folgen litt McCain sein Leben lang. Mehrfach wurde ihm (als Sohn eines Navy-Admirals) die Freilassung angeboten, er selbst lehnte dies stets mit dem Hinweis ab, dass er erst gehen würde, wenn alle Kameraden ebenfalls freigelassen würden. McCain war das, was man im Englischen einen „Maverick“ nennt: ein Einzelgänger, ein Außenseiter, der auch über Parteigrenzen hinweg für etwas kämpfte, von dem er überzeugt war. Damit geriet er zwangsläufig in Gegensatz zum aktuellen Präsidenten Donald Trump. Bereits im letzten Jahr hatte McCain darauf gedrungen, dass Trump bei seiner Beerdigung nicht sprechen solle. Stattdessen werden es die Präsidenten George W. Bush und Barack Obama sein, die zu diesem Anlass sprechen werden. Einer, der McCain vermutlich am besten kennt, ist sein langjähriger Mitarbeiter, Pressesprecher und engster Berater Mark Salter, dessen Rückblick auf seine Zeit mit McCain hier zu finden ist. Ausführliche Nachrufe finden sich zudem in der Washington Post und in der New York Times. Wie es mit dem Senatssitz von McCain weitergehen könnte, steht hier.

22. Aug 2018

Nach Cohen und Manafort: alle Augen auf Capitol Hill

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Seit gestern bekannt wurde, dass sich der frühere Anwalt Donald Trumps, Michael Cohen, des Verstoßes gegen Wahlkampffinanzierungsgesetze bezichtigt hat und Paul Manafort, 2016 für fünf Monate der Wahlkampfchef Trumps, in acht von 18 Punkten von einer Jury aufgrund von finanziellen Verfehlungen für schuldig gesprochen wurde, überschlagen sich die Meldungen zur Zukunft Donald Trumps im Weißen Haus (für Details siehe SPIEGEL Online, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine, die Washington Post oder die New York Times). Hier sei nur auf einen Aspekt hingewiesen: dass über das Schicksal der Trump-Präsidentschaft womöglich auf Capitol Hill entschieden werden wird. Die New York Times hat die Details, und zwar hier. Die sechs wichtigsten Fragen zum Thema beantwortet die Washington Post (hier).

25. Jun 2018

Ex-FBI-Direktor James Comey im Gespräch mit der SZ

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Vor einigen Wochen ist das (überaus lesenswerte) Buch des früheren FBI-Direktors James Comey veröffentlicht worden. Darin berichtet er nicht nur über wegweisende und berühmt gewordene Fälle aus seiner langen Karriere, sondern auch und insbesondere über seine Interaktionen mit der Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton (bzgl. der „Email-Affäre“) und Präsident Donald Trump, der ihn im vergangenen Jahr feuerte. In einem ausführlichen Interview mit der Süddeutschen Zeitung hat Comey in der vergangenenen Woche seine wichtigsten Erkenntnisse aus seiner Zusammenarbeit mit Trump zusammengefasst. Es ist online hier abrufbar.

17. Mai 2018

Neuerscheinung: „Politik in den USA“

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Das politische System der USA steht in vielen Lehrveranstaltungen unseres Instituts für Politikwissenschaft im Mittelpunkt. Dabei ist stets eine spannende Frage, wie dessen Institutionen durch aktuelle Akteure ausgestaltet bzw. geprägt werden. Wie funktioniert also das System der „Checks and Balances“ in den USA unter einem Präsidenten Donald Trump, in einem Zeitalter von „alternative truths“ und „fake news“? Nun ist ein aktuelles Buch zur aktuellen amerikanischen Politik erschienen, und zwar der Politikwissenschaftler Christoph M. Haas (Uni Freiburg), Simon Koschut (Uni Erlangen-Nürnberg) sowie Christian Lammert (FU Berlin). Details zum Buch gibt es hier. Für unsere Fachbereichsbibliothek auf dem Steintor-Campus ist das Buch bereits bestellt.

16. Mai 2018

Neu erschienen: „Anderland“ von Ingo Zamperoni

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In gleich mehreren Seminaren steht in diesem Semester das politische System der Vereinigten Staaten im MIttelpunkt. Dabei sprechen wir ja unter anderem implizit wie explizit über die Wahl und Amtsführung Donald Trumps als aktuellem Präsidenten der Vereinigten Staaten. Am vergangenen Freitag ist das neue Buch des „Tagesthemen“-Anchors (und Politikwissenschaftlers!) Ingo Zamperoni erschienen, der – nach einem ersten Blick in das Buch – eine augenscheinlich sehr kluge Analyse zu diesem Thema veröffentlicht hat. Nähere Details finden Sie bei Interesse hier.

9. Apr 2018

„Ein Leben als Feind“: Donald Trump und die Medien

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Jan Philipp Burgard ist ein ausgewiesener USA-Kenner: der Fernsehkorrespondent im ARD-Hauptstadtstudio in Washington DC verfasste vor einigen Jahren seine Doktorarbeit über den „Jahrhundertwahlkampf“ von Barack Obama. Nun ist er erneut durchs Land gereist und hat mit vielen Menschen über das aktuelle Amerika und die Trump-Präsidentschaft gesprochen. Das Ergebnis ist sein neues Buch „Ausgeträumt, Amerika?“ Die Politikzeitschrift politik+kommunikation hat aus diesem Buch ein Kapitel veröffentlicht, in dem es um das Verhältnis von Donald Trump zu den Medien geht. Der Buchauszug findet sich hier, Informationen zum Buch selbst gibt es hier.

7. Nov 2017

TV-Tipp: „Mensch Trump“

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Ziemlich genau ein Jahr nach seiner Wahl zum 45. US-Präsidenten zeigt das ZDF heute abend unter dem Titel „Mensch Trump“ eine Dokumentation über Donald Trump. Hintergründe zur Doku gibt es hier.

„Mensch Trump. Provokateur, Populist, Präsident“, Dokumentation, ZDF, 7. November 2017, 20:15 Uhr, 45 Minuten.

4. Okt 2017

„Gerrymandering“ and more: aktuelle Herausforderungen des US-Wahlsystems

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Keine Lehrveranstaltung zum politischen System der Vereinigten Staaten ohne eine Erörterung des „Gerrymanderings“, also des Neuzuschnitts von Wahlkreisgrenzen entlang parteipolitischer Linien. Der U. S. Supreme Court in Washington wird in nächster Zeit einen Fall aufgreifen, der genau dieses Gerrymandering (mehr hier oder – ausführlicher –hier) thematisiert. Auf das Urteil darf man gespannt sein. In einer soeben erschienenen Analyse der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin beschäftigen sich die Wissenschaftler Lauren Schwartz und Johannes Thimm neben dem Phänomen des Gerrymanderings auch mit anderen aktuellen Herausforderungen des gegenwärtigen Wahlsystems. Die Analyse kann hier heruntergeladen werden.

19. Jun 2017

Ausgabe 2/2017 der ZParl im Erscheinen

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In den nächsten Tagen erscheint Ausgabe 2/2017 der Zeitschrift für Parlamentsfragen (ZParl). Und Amerika-Interessierte dürfen sich auf eine Vielzahl von Beitägen zum politischen System der Vereinigten Staaten sowie insbesondere zur letzten Präsidentschaftwahl freuen.
Torben Lütjen beschreibt zum Beispiel die Vorwahlen der Präsidenschaftswahlen von 2016 („Zeiten des Aufruhrs“), während Bernhard Kornelius die Hauptwahl untersucht („Trumps Triumph“). Florian Böller und Markus B. Siewert ziehen eine erste Bilanz der Trump-Präsidentschaft nach 100 Tagen, Patrick Horst lässt die Präsidentschaft Barack Obamas Revue passieren („Kein transformativer, aber ein effektiver und mutiger Leader“). Josef Braml macht sich einige Gedanken zum Zustand der Parteien und des politischen Systems in den USA („The Party is Over“). Manuel Franz und Florian Gawehns richten schließlich den Blick auf die Erfolgschancen von Kandidaten dritter Parteien („Chancenlos, aber wahlentscheidend?“). Eine Analyse der Kongresswahlen von 2016 komplettiert den USA-Schwerpunkt.
Darüber hinaus findet sich im Heft ein Artikel von Anastasia Pyschny und Daniel Hellmann zur möglichen Operationalisierung des Begriffs „sicherer Wahlkreise“ („Wann ist ’sicher‘ sicher?“). Und Oskar Niedermayer präsentiert aktuelle und detaillierte Zahlen zu den Parteimitgliedschaften in Deutschland aus dem Jahr 2016.
Das komplette Inhaltsverzeichnis der neuen Ausgabe findet sich hier.

6. Jun 2017

„Superbowl“ auf Capitol Hill?

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Wenn am Donnerstag der frühere FBI-Direktor James Comey vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senates aussagt, dann erreicht das Fieberthermometer in Washington DC rund um Comeys Entlassung einen Höhepunkt, manche Beobachter sprechen gar vom politischen „Superbowl“ auf Capitol Hill. Insbesondere wird es für Comey darum gehen, seine Sicht auf die Entwicklungen und Ereignisse der letzten Wochen zu schildern. Naturgemäß werden dabei die Ermittlungen des FBI rund um mögliche Einflussversuche der letzten Präsidentschaftswahl von russischer Seite im Fokus stehen. US-Präsident Donald Trump hatte zu Beginn der Woche von der Möglichkeit, Comey die Aussage zu untersagen, keinen Gebrauch gemacht.
Chris Cillizza beschreibt auf CNN.COM, was wir am Donnerstag erwarten dürfen.
Update: „public viewing“ wird es auch geben, schauen Sie mal hier.