TV-Tipp: „Nervöse Republik“ von Stephan Lamby

Innenpolitik, Politikwissenschaft, TV-Tipps

Ein Jahr lang hat der preisgekrönte Filmemacher Stephan Lamby Spitzenpolitiker und Journalisten begleitet und beobachtet. Sein Fazit: „Der Ton wird rauer, hasserfĂŒllter“. Grund fĂŒr diese Entwicklung sei die strukturelle VerĂ€nderung und die Digitalisierung von Information durch die sozialen Medien. Diese ermöglichen einerseits mehr Teilhabe, sie bieten andererseits aber auch die Plattform zu Hasskommentaren und Beschimpfungen. Dank Facebook, Twitter & Co kann der „normale BĂŒrger“ gleichzeitig EmpfĂ€nger und Sender sein. Am 19. April 2017 zeigt das Erste um 22:45 Uhr den Film „Nervöse Republik“ (Details hier); vorab gibt es hier einen Trailer. Bereits gestern abend fand eine Podiumsdiskussion zum Thema statt, bei der Politiker und Journalisten miteinander ins GesprĂ€ch kamen. NachtrĂ€glich anzuschauen ist die Diskussion hier.

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Hochschulinformationstag am 1. April 2017

Halle (Saale), Politikwissenschaft, Studium

Am Samstag, den 1. April 2017, findet der diesjĂ€hrige Hochschulinformationstag der Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg statt. Auch das Fach Politikwissenschaft stellt sich vor – von 9:00 bis 15:00 Uhr mit einem Stand im LöwengebĂ€ude (Hörsaal XIV) sowie mit einem Vortrag um 11:00 Uhr in Hörsaal XV (Melanchthonianum). Das gesamte Programm des Hochschulinformationstages findet sich hier.

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Neuer Think Tank zur EU-Politik: „Polis 180“

Außenpolitik

Am gestrigen Sonntag gingen erneut in vielen deutschen StĂ€dten Menschen auf die Straße, um im Kontext des „Pulse of Europe“ fĂŒr die EuropĂ€ische Union und ihre Errungenschaften zu demonstrieren. Parallel dazu beging die EU den 60. Jahrestag der Unterzeichung der Römischen VertrĂ€ge im Jahre 1957. Damit beging die EU (damals noch: EG) quasi ihren Geburtstag, auch wenn es bereits ab 1951 die EuropĂ€ische Gemeinschaft fĂŒr Kohle und Stahl gab. Der Tagesspiegel berichtet heute ĂŒber einen neuen Think Tank junger Leute, wo es genau um diese Errungenschaften geht. „Polis 180“ ist ein „Grassroots-Thinktank fĂŒr Außen- und Europapolitik, der parteiĂŒbergreifend neue Formen der Teilhabe fĂŒr junge Leute entwickeln will und zum besten neuen Thinktank 2016 in Deutschland von der UniversitĂ€t Pennsylvania in ihrem internationalen Think-Tank-Index gewĂ€hlt wurde“. Der Artikel findet sich hier, der Think Tank selbst hier.

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PrÀsident Trump: Nach dem Scheitern der Reform der Gesundheitsreform

US-Politik

Im Wahlkampf zĂ€hlte die AnkĂŒndigung, die Gesundheitsreform des VorgĂ€ngers Barack Obama zurĂŒckdrehen zu wollen, zu den zentralen AnkĂŒndigungen von Donald Trump. Die Republikaner im Kongress hatten zuvor bereits ĂŒber Jahre versucht, diese Reform mit vielen GesetzesvorschlĂ€gen und ÄnderungsantrĂ€gen zu torpedieren. Trotzdem ist am Freitag eine Abstimmung ĂŒber eine entsprechende Gesetzesvorlage zurĂŒckgezogen worden, weil der Widerstand einer Gruppe von Republikanern des so genannten Freedom Caucus – trotz eines Ultimatums Trumps – im ReprĂ€sentantenhaus so groß war, dass der Vorlage in einer Abstimmung nicht zugestimmt worden wĂ€re (auch wenn Trump die Demokraten fĂŒr das Scheitern der Vorlage verantwortlich macht). Aus politikwissenschaftlicher Sicht ist das ein höchst interessanter Vorgang, beleuchtet er doch die zentrale Funktionslogik eines prĂ€sidentiellen Regierungssystem, das im amerikanischen Falle zudem vom Konzept der „checks and balances“ bestimmt wird. Die New York Times erzĂ€hlt die Geschichte dieses Scheiterns im Detail, und zwar hier, die Washington Post hier. Eine ausfĂŒhrliche Darstellung bietet auch das Onlinemagazin Politico. Die New York Times fragt zudem nach den Konsequenzen fĂŒr das VerhĂ€ltnis von Trump zu den Republikanern auf Capitol Hill sowie nach der Rolle des Speakers Paul Ryan.
Warum die politische Lage fĂŒr Trump und die Republikaner im Kongress in nĂ€chster Zeit nicht unbedingt einfacher wird, erklĂ€ren John Wagner, Damian Paletta und Sean Sullian in der Washington Post schließlich hier.

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ResĂŒmee einer Wahlperiode im Deutschen Bundestag: Karamba Diaby zieht Bilanz

Halle (Saale), Innenpolitik, LektĂŒren

Seit 2013 vertritt er im Deutschen Bundestag den Wahlkreis 72, der die Stadt Halle (Saale) sowie die Gemeinden Petersberg, Landsberg und Kabelsketal umfasst: Karamba Diaby, erster Schwarzafrikaner im deutschen Parlament, der Mitte der achtziger Jahre mit einem Stipendium zum Studieren an die Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle kam und seither der Stadt treu geblieben ist (sein Leben hat Diaby im vergangenen Jahr in einem Buch aufgeschrieben). In einem lesenswerten Artikel von Alexander Schierholz fĂŒr die Mitteldeutsche Zeitung bilanziert Karamba Diaby in der aktuellen Wochenendausgabe der MZ seine dreieinhalb Jahre im Deutschen Bundestag, der Beitrag ist hier zu finden.

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Tipps und Tricks fĂŒr Praktika

Innenpolitik, Politikwissenschaft, Studium

Im Verlauf eines politikwissenschaftlichen Studiums an der Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg zĂ€hlt ein Praktikum zu den Pflichtveranstaltungen. HĂ€ufig ist es schwer, den ersten Kontakt zu möglichen Praktikumsgebern herzustellen bzw. Informationen zu in Frage kommenden Praktikumsstellen ĂŒberhaupt erst einmal zu finden. Das Campus Magazin des „alpha“-Bildungskanals hat kĂŒrzlich einen lesenswerten Beitrag online gestellt, der viele nĂŒtzliche Informationen bietet und auch so einige Tipps und Tricks bereithĂ€lt. Der Artikel ist hier zu finden.

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Neue Ausgabe der Zeitschrift „Gesellschaft.Wirtschaft.Politik“ erschienen

Innenpolitik, LektĂŒren, Politikwissenschaft

Vor wenigen Tagen ist die neue Ausgabe der politikwissenschaftlichen Zeitschrift „Gesellschaft.Wirtschaft.Politik“ erschienen. In dieser Ausgabe 1/2017 analysiert unter anderem Martin Thunert den Ausgang der amerikanischen PrĂ€sidentschaftswahlen vom November 2016 („PrĂ€zedenzlos und unvorhersehbar?“), wĂ€hrend der Politikwissenschaftler Jens van Scherpenberg die (bisherige) Wirtschaftspolitik von Donald Trump untersucht und nach den konkreten Konsequenzen fĂŒr die Weltwirtschaftsordnung fragt. Eckhard Jesse erörtert den Stand des bundesdeutschen Parteiensystems ein knappes halbes Jahr vor der nĂ€chsten Bundestagswahl (da der Beitrag leider auf dem Stand von Mitte Januar 2017 ist, konnte die Dynamisierung des parteipolitischen Wettbewerbs durch die Ausrufung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten der SPD und deren Aufholen in nahezu allen Meinungsumfragen nicht berĂŒcksichtigt werden – was die Aussagekraft einiger Befunde Jesses einschrĂ€nkt). Joachim Behnke wagt eine Prognose fĂŒr den 19. Deutschen Bundestag und diskutiert eine mögliche VergrĂ¶ĂŸerung des Parlamentes durch Überhang- und Ausgleichsmandate. Schließlich beschĂ€ftigen sich Marco Giesselmann und Laura Luekemann mit empirischen Befunden zur Armut in der Bundesrepublik Deutschland.
Da sich die Zeitschrift in der Regel auch mit Themen der politischen Bildung beschĂ€ftigt, finden sich auch BeitrĂ€ge, die fĂŒr den Schulunterricht von Interesse sind. Christian Fischer stellt zum Beispiel eine Fallstudie zur „Internethetze“ vor, und in der Methodik-orientierten Reihe „SchĂŒler forschen“ wird erörtert, wie die Ergebnisse einer Befragung ausgewertet und prĂ€sentiert werden können. Als „das besondere Buch“ stellt Tim Spier das Buch „Parteiendemokratie im Wandel“ des Bonner Politikwissenschaftlers Frank Decker vor. Weitere (Kurz-)Rezensionen runden das Heft ab.
Die Zeitschrift findet sich im PrÀsenzbestand der Zweigbibliothek Sozialwissenschaften der Martin-Luther-UniversitÀt Halle-Wittenberg.

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SPIEGEL Online mit neuem Politik-Podcast

Innenpolitik, Internet(z)

Rechtzeitig vor dem beginnenden Bundestagswahlkampf prĂ€sentiert SPIEGEL Online ein neues journalistisches Format. Ab dem 23. MĂ€rz 2017 wird es bis zur Bundestagswahl jeden Donnerstag unter dem Titel „Stimmenfang“ eine neue Podcast-Folge aus dem Inneren der Politik geben. Auf SPIEGEL Online heißt es dazu: „Yasemin YĂŒksel und Sandra Sperber lassen Politik-Insider und WĂ€hler zu Wort kommen. Außerdem geben Experten von SPIEGEL ONLINE und dem SPIEGEL in KollegengesprĂ€chen einen Einblick in die Arbeit unserer Redaktion.“ Alle Details rund um den Podcast gibt es hier.

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Sachsen-Anhalt: ein Jahr „Kenia-Koalition“

Innenpolitik, LektĂŒren, Politikwissenschaft

Vor ziemlich genau einem Jahr fand in Sachsen-Anhalt die jĂŒngste Landtagswahl statt – als Konsequenz aus dem Wahlergebnis wurde anschließend eine so genannte „Kenia-Koalition“ gebildet. Die Mitteldeutsche Zeitung blickte vor einigen Tagen in einer die Bilanz auf das erste Regierungsjahr dieser Koalition zurĂŒck und ließ dabei sowohl politische Akteure selbst als auch Politikexperten zu Wort kommen. Der Artikel findet sich hier.

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TrÀnen auf Capitol Hill: please meet Rep. Amash

US-Politik

Es ist schon eine bemerkenswerte Leistung, die Justin Amash, Republikanischer Abgeordneter des ReprĂ€sentantenhauses in Washington DC, da abgeliefert hat: seit er vor sechs Jahren erstmals in den Kongress gewĂ€hlt wurde, hat er ununterbrochen an 4289 Abstimmungen teilgenommen. Doch vor einigen Tagen war es dann soweit: aufgehalten durch ein GesprĂ€ch mit Journalisten vor den TĂŒren des ReprĂ€sentantenhauses bekam er nicht mit, wie drinnen im Plenarsaal eine weitere Abstimmung abgehalten wurde – die Amash prompt verpasste. Alles Bitten und Betteln half nicht: weder wurde die Abstimmung wiederholt, noch wurde sie fĂŒr ihn nochmals geöffnet. Und unverzĂŒglich flossen bei Amash die TrĂ€nen, weil er glaubte, seinen Wahlkreis Michigan/03 im Stich gelassen zu haben. Freuen konnte sich unterdessen sein Kollege Steve Womack. Mit inzwischen 4294 konsekutiven Abstimmungen ist er nunmehr der neue Rekordinhaber. Die ganze Geschichte gibt es hier.

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