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Politologe Gerd Langguth gestorben

Innenpolitik, Politikwissenschaft

Im Laufe des gestrigen Tages ist der Bonner Politologe Gerd Langguth gestorben. Er wurde 66 Jahre alt. Langguth kannte den bundesdeutschen Politikbetrieb aus der Binnenperspektive: so war er unter anderem Bundestagsabgeordneter der CDU und Chef der Konrad-Adenauer-Stiftung. Einer breiteren Öffentlichkeit war er aber vor allem als kommentierender Politikexperte ein Begriff – ob als SPIEGEL Online-Kolumnist, Merkel- und Köhler-Biograf oder aber als häufiger Gast beim Fernsehsender Phoenix. Seine Dissertation verfasste Langguth über die Protestbewegung in der Bundesrepublik Deutschland in den frühen siebziger Jahren. Stellvertretend für sein Werk sei hier ein Artikel aus der APuZ aus dem Jahre 2000 empfohlen, in dem er das “checks and balances”-System des bundesdeutschen politischen Systems beschreibt. Lesen Sie bei Interesse hier weiter.

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Neue Ausgabe des Magazins der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen

Innenpolitik, Lektüren

Die meisten von Ihnen werden es in den letzten Tagen bereits in ihrem Briefkasten gefunden haben: soeben ist die Ausgabe 2 des neuen Magazins der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen. Details zum Inhalt sowie alles Wissenswerte bzgl. der Abo-Konditionen finden Sie hier.

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Lektüren: “Home Style” von Richard Fenno

Lektüren, US-Politik

Wie nehmen Repräsentanten die von ihnen Repräsentierten wahr? Auf welche Weise interagieren Abgeordneten mit ihrer Wählerschaft? Diesen Fragen geht der amerikanische Politikwissenschaftler Richard Fenno in seinem Buch “Home Style – House Members in Their Districts” nach. Das Buch ist bis heute ein Meilenstein der amerikanischen Politikwissenschaft. Der Hallenser Politikstudent Markus Wegewitz hat das Buch gelesen.

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Lektüren: Wikileaks in der Literatur

Lektüren

In diesen Tagen erscheinen zwei Bücher zum Phänomen Wikileaks, und folgt man Andrian Kreye von der Süddeutschen Zeitung, sind beide lesenswert und könnten zu deutschsprachigen Standardwerken zum Thema avancieren. Wir selbst haben die Bücher (noch) nicht gelesen, daher hier der Verweis auf die sehr lesenswerte Rezension aus der Süddeutschen Zeitung vom 22. Januar 2011. Im April soll dann übrigens die deutschsprachige Ausgabe der Autobiografie von Julian Assange erscheinen.

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Lektüren: “Herding Donkeys”

Lektüren, US-Politik, US-Wahl 2010

Pünktlich zur heutigen Kongresswahl 2010 ist in den USA ein Buch erschienen, das die Erfolgsgeschichte der demokratischen Partei in der letzten Dekade nachzeichnet. Im Jahre 2006 übernahmen die Demokraten erstmals seit 1994 wieder die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses. Dass dieser Wahlerfolg nicht von ungefähr kam, illustriert das Buch “Herding Donkeys” von Ari Berman auf eindrucksvolle Weise. Es zeichnet die Geschichte seit der Wahlniederlage Gores im Jahr 2000 hinter den Kulissen nach und zeigt, dass der Erfolg der Demokraten nicht erst mit einem Präsidentschaftskandidaten namens Barack Obama begann.

Vor allem handelt das Buch von Howard Dean, seines Zeichens früherer Gouverneur von Vermont und Präsidentschaftskandidat 2004, bevor er in den Vorwahlen von John Kerry ausgestochen wurde. Aber zwei Dinge hat Dean bereits damals beispielhaft implementiert, auf die Obama 2008 zurückgreifen konnte: zum einen die Rolle des Internets in Wahlkämpfen und zum anderen die Umsetzung der Fünfzig-Staaten-Strategie. Ausführlich beschreibt Berman den Wahlkampf 2004, Deans anschließende Bemühungen, die Strukturen der demokratischen Partei zu modernisieren, die Auseinandersetzungnzwischen Hillary Clinton und Barack Obama und schließlich die Wahl Obamas zum 44. US-Präsidenten. Dabei profitierte letzterer von Deans Bemühungen, mit der Parteiorganisation und dem Wahlkampf in allen 50 Bundesstaaten – quasi auf Graswurzelebene (“grassroots”) – vertreten zu sein und sich nicht auf nur wenige “demokratische” Bundesstaaten zu beschränken, wie es Gore noch 2000 versucht hatte und gescheitert war. Mit einem Mal konnte Obama 2008 Bundesstaaten gewinnen, die zuvor teilweise seit Jahrzehnten nicht von demokratischen Präsidentschaftskandidaten gewonnen werden konnten.

Das Buch wird nicht zuletzt dadurch äußerst lesenswert, dass Berman großartige Geschichten und Anekdoten erzählen kann, ohne dass er mit diesen zu weit von seiner eigentlichen Argumentation abschweifen muss. Offen ist, ob diese Erfolgsgeschichte mit dem heutigen Tag eine Unterbrechung oder gar ein vorläufiges Ende findet und/oder ob die demokratische Partei bei der Präsidentschaftswahl 2012 an die von Berman beschriebenen Erfolge anknüpfen kann.

Ari Berman: “Herding Donkeys. The Fight to Rebuild the Democratic Party and Reshape American Politics”, New York 2010, 294 Seiten, $26,00.

Das Buch hat übrigens eine eigene Internetseite.

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Lektüren, Teil V

Lektüren

Vor wenigen Tagen ist der dtv-Atlas Politik erschienen. Wer erinnert sich nicht an selige Schulzeiten mit dem zweibändigen, dunkelblauen dtv-Atlas zur Weltgeschichte? Nun gibt es den Atlas auch für Politologen – oder besser: für Schüler und Studienanfänger, wie der Verlag schreibt. Aber auch der erfahrende Politikstudent findet in diesem Band noch viel Neues (oder viel Altes in neuem Gewand).

Aufgeteilt in die drei Bereiche Politische Theorien, Politische Systeme und Internationale Beziehungen, finden sich auf der linken Seite stets Zeichnungen, Graphiken und Schaubilder, während auf der rechten Seite jeweils der begleitende Text steht. Nun muss man nicht zu jeder Theorie, zu jedem Wahlakt eines politischen Systems oder zu jeder internationalen Organisation ein Schaubild erstellen (zugegebenermaßen sehen einige Schaubilder etwas bemüht aus), aber insgesamt bietet der Band einen breiten Fundus an Informationen, Zahlen und Details.

Schließlich ist dieser Band kein Buch, das man von vorne bis hinten in einem Rutsch durchliest, es eignet sich viel eher zum Schmökern und als Nachschlagewerk.

Ich werde den Band in den Veranstaltungen dieser Woche mal herumgeben, so dass Sie sich selbst ein Bild vom Buch machen können.

Franz Kohout/Bernd Mayerhofer/Andreas Vierecke:

“dtv-Atlas Politik”, München 2010, 256 Seiten, 12,90 Euro.

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Lektüren, Teil IV

Lektüren, US-Politik

Nur dreizehn  Monate ist es her, dass mit Barack Obama der 44. Präsident der Vereinigten Staaten in sein Amt eingeführt wurde. Gefühlt liegt dieser Zeitpunkt mit den innenpolitischen Auseinandersetzungen um die Gesundheitsreform und die Bekämpfung der Wirtschafts- und Finanzkrise sowie den Diskussionen um potentielle Exit-Strategien im Irak und in Afghanistan sehr viel länger zurück. Trotzdem lohnt ein Blick zurück auf den schier unendlichen Wahlkampf von 2008, der aus der Perspektive der politischen Beobachter einer der spannendsten und für Politikwissenschaftler wohl ertragreichsten seit langer Zeit war.

Hilfreich bei dieser Rückschau ist der kürzlich erschienene neueste Band in einer Reihe namens “Best American Political Writing”, die seit mehreren Jahren von dem Journalisten Royce Flippin herausgegeben wird und in dem die besten Geschichten aus den Jahren 2008 und 2009 zusammengestellt sind.

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Mein Buch des Jahres (VI)

Lektüren, Uncategorized

Bundeskanzleramt BerlinAuch im neuen Jahr wollen wir die Reihe “Buch des Jahres” noch etwas fortsetzen, zumal viele der hier vorgestellten Bücher ja zeitlos sind.;) Nachdem die Reihe bislang etwas Obama-lastig war, wenden wir uns heute der bundesdeutschen Politik zu. Aber keine Sorge: wir haben noch einige Obama-Buchtipps auf Lager.

Teilnehmer des Seminars “60 Jahre Grundgesetz” (Wintersemester 2009/10) der Martin-Luther-Universität waren am Wochenende zu einer Exkursion in Berlin, bei der auch das Bundeskanzleramt besucht wurde. Vor dieser Exkursion habe ich mir antiquarisch das Buch “Kulisse der Macht” zur Vorbereitung zugelegt und habe dem Buch viele neue Informationen, Zahlen und Fakten entnommen. Das Buch ist zwar bereits im Jahr 2001, pünktlich zur Einweihung des Kanzleramts, erschienen, aber für die Exkursionsteilnehmer dürfte das Buch ganz akuell sein.

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Mein Buch des Jahres, Teil V

Lektüren

Die Hallenser Studentin Anne Löscher bietet uns gleich zwei Bücher des Jahres an. Lesen Sie nach dem Umbruch, um welche beiden Bücher es sich handelt.

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Mein Buch des Jahres, Teil IV

Lektüren

Als nächste Folge in unserer kleinen Reihe “Mein Buch des Jahres” präsentiert Sören Kohse sein Buch des Jahres: Sebastian Haffners “Geschichte eines Deutschen”. Lesen Sie nach dem Umbruch seine Begründung.

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