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Herbert: “Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert” erschienen

Innenpolitik, Lekt├╝ren, Politikwissenschaft

Heute erscheint das neue Mammutwerk des Freiburger Historikers Ulrich Herbert zur Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert (wir berichteten). Auf der Internetseite des Beck-Verlages gibt es ab sofort eine ausf├╝hrliche Leseprobe sowie das Inhaltsverzeichnis. Das Buch kostet (leider) 39,99 Euro, was sich angesichts von 1500 Seiten aber etwas relativiert. Ich bin dann mal im Buchladen.:)

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Der Zeitungskiosk als Institution

Innenpolitik, Internet(z), Lekt├╝ren

Vor wenigen Tagen hat der Zeitungsladen am S├╝dwestkorso in Berlin-Friedenau geschlossen, in dem ich ├╝ber viele Jahre meine t├Ągliche Presse-Ration erstanden habe. Diesen Kiosk hat die Inhaberin Pelagia Petrick zwar aus Altersgr├╝nden geschlossen, aber damit ereilt ihn das Schicksal vieler Zeitungsl├Ąden und -st├Ąnde in den letzten Jahren, die durch Internet und sinkende Auflagenzahlen bedr├Ąngt keine Zukunft sahen. Frau Petrick hat es vor einigen Jahren sogar ins Feuilleton der ZEIT geschafft, als Autor Tobias Timm einen Tag lang im Kiosk am S├╝dwestkorso verweilte, um eine Art Kulturgeschichte des Kioskbesuchers zu schreiben. Der Text ist auch ├╝ber Berlin-Friedenau hinaus aktuell und ist online hier zu finden.

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Lekt├╝ren: Neuerscheinung zur deutschen Geschichte

Lekt├╝ren, Sommersemester 2014, Studium

Manchmal lohnt es sich f├╝r Politikwissenschaftler ja auch mal in die Nachbardisziplinen zu schauen. So erscheint am 8. Mai ein neues Werk zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert, das bereits jetzt als “opus magnum” (S├╝ddeutsche Zeitung) gehandelt wird. Autor ist der Freiburger Historiker Ulrich Herbert. N├Ąhere Informationen zum Buch gibt es auf der Seite des Verlages, die Homepage des Autors findet sich hier. Und hier l├Ąsst sich eine Zusammenfassung eines Gespr├Ąchs nachlesen, das die Journalistin Franziska Augstein f├╝r die gestrige Ausgabe der S├╝ddeutschen Zeitung mit Ulrich Herbert gef├╝hrt hat. Wir werden nach Erscheinen des Buches hier n├Ąher berichten.
P.S.: heute ist ├╝brigens Welttag des Buches.:)

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Politologe Gerd Langguth gestorben

Innenpolitik, Politikwissenschaft

Im Laufe des gestrigen Tages ist der Bonner Politologe Gerd Langguth gestorben. Er wurde 66 Jahre alt. Langguth kannte den bundesdeutschen Politikbetrieb aus der Binnenperspektive: so war er unter anderem Bundestagsabgeordneter der CDU und Chef der Konrad-Adenauer-Stiftung. Einer breiteren ├ľffentlichkeit war er aber vor allem als kommentierender Politikexperte ein Begriff – ob als SPIEGEL Online-Kolumnist, Merkel- und K├Âhler-Biograf oder aber als h├Ąufiger Gast beim Fernsehsender Phoenix. Seine Dissertation verfasste Langguth ├╝ber die Protestbewegung in der Bundesrepublik Deutschland in den fr├╝hen siebziger Jahren. Stellvertretend f├╝r sein Werk sei hier ein Artikel aus der APuZ aus dem Jahre 2000 empfohlen, in dem er das “checks and balances”-System des bundesdeutschen politischen Systems beschreibt. Lesen Sie bei Interesse hier weiter.

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Neue Ausgabe des Magazins der Bundeszentrale f├╝r politische Bildung erschienen

Innenpolitik, Lekt├╝ren

Die meisten von Ihnen werden es in den letzten Tagen bereits in ihrem Briefkasten gefunden haben: soeben ist die Ausgabe 2 des neuen Magazins der Bundeszentrale f├╝r politische Bildung erschienen. Details zum Inhalt sowie alles Wissenswerte bzgl. der Abo-Konditionen finden Sie hier.

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Lekt├╝ren: “Home Style” von Richard Fenno

Lekt├╝ren, US-Politik

Wie nehmen Repr├Ąsentanten die von ihnen Repr├Ąsentierten wahr? Auf welche Weise interagieren Abgeordneten mit ihrer W├Ąhlerschaft? Diesen Fragen geht der amerikanische Politikwissenschaftler Richard Fenno in seinem Buch “Home Style – House Members in Their Districts” nach. Das Buch ist bis heute ein Meilenstein der amerikanischen Politikwissenschaft. Der Hallenser Politikstudent Markus Wegewitz hat das Buch gelesen.

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Lekt├╝ren: Wikileaks in der Literatur

Lekt├╝ren

In diesen Tagen erscheinen zwei B├╝cher zum Ph├Ąnomen Wikileaks, und folgt man Andrian Kreye von der S├╝ddeutschen Zeitung, sind beide lesenswert und k├Ânnten zu deutschsprachigen Standardwerken zum Thema avancieren. Wir selbst haben die B├╝cher (noch) nicht gelesen, daher hier der Verweis auf die sehr lesenswerte Rezension aus der S├╝ddeutschen Zeitung vom 22. Januar 2011. Im April soll dann ├╝brigens die deutschsprachige Ausgabe der Autobiografie von Julian Assange erscheinen.

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Lekt├╝ren: “Herding Donkeys”

Lekt├╝ren, US-Politik, US-Wahl 2010

P├╝nktlich zur heutigen Kongresswahl 2010 ist in den USA ein Buch erschienen, das die Erfolgsgeschichte der demokratischen Partei in der letzten Dekade nachzeichnet. Im Jahre 2006 ├╝bernahmen die Demokraten erstmals seit 1994 wieder die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses. Dass dieser Wahlerfolg nicht von ungef├Ąhr kam, illustriert das Buch “Herding Donkeys” von Ari Berman auf eindrucksvolle Weise. Es zeichnet die Geschichte seit der Wahlniederlage Gores im Jahr 2000 hinter den Kulissen nach und zeigt, dass der Erfolg der Demokraten nicht erst mit einem Pr├Ąsidentschaftskandidaten namens Barack Obama begann.

Vor allem handelt das Buch von Howard Dean, seines Zeichens fr├╝herer Gouverneur von Vermont und Pr├Ąsidentschaftskandidat 2004, bevor er in den Vorwahlen von John Kerry ausgestochen wurde. Aber zwei Dinge hat Dean bereits damals beispielhaft implementiert, auf die Obama 2008 zur├╝ckgreifen konnte: zum einen die Rolle des Internets in Wahlk├Ąmpfen und zum anderen die Umsetzung der F├╝nfzig-Staaten-Strategie. Ausf├╝hrlich beschreibt Berman den Wahlkampf 2004, Deans anschlie├čende Bem├╝hungen, die Strukturen der demokratischen Partei zu modernisieren, die Auseinandersetzungnzwischen Hillary Clinton und Barack Obama und schlie├člich die Wahl Obamas zum 44. US-Pr├Ąsidenten. Dabei profitierte letzterer von Deans Bem├╝hungen, mit der Parteiorganisation und dem Wahlkampf in allen 50 Bundesstaaten – quasi auf Graswurzelebene (“grassroots”) – vertreten zu sein und sich nicht auf nur wenige “demokratische” Bundesstaaten zu beschr├Ąnken, wie es Gore noch 2000 versucht hatte und gescheitert war. Mit einem Mal konnte Obama 2008 Bundesstaaten gewinnen, die zuvor teilweise seit Jahrzehnten nicht von demokratischen Pr├Ąsidentschaftskandidaten gewonnen werden konnten.

Das Buch wird nicht zuletzt dadurch ├Ąu├čerst lesenswert, dass Berman gro├čartige Geschichten und Anekdoten erz├Ąhlen kann, ohne dass er mit diesen zu weit von seiner eigentlichen Argumentation abschweifen muss.┬áOffen ist, ob diese Erfolgsgeschichte mit dem heutigen Tag eine Unterbrechung oder gar ein vorl├Ąufiges Ende findet und/oder ob die demokratische Partei bei der Pr├Ąsidentschaftswahl 2012 an die von Berman beschriebenen Erfolge ankn├╝pfen kann.

Ari Berman: “Herding Donkeys. The Fight to Rebuild the Democratic Party and Reshape American Politics”, New York 2010, 294 Seiten, $26,00.

Das Buch hat ├╝brigens eine eigene Internetseite.

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Lekt├╝ren, Teil V

Lekt├╝ren

Vor wenigen Tagen ist der dtv-Atlas Politik erschienen. Wer erinnert sich nicht an selige Schulzeiten mit dem zweib├Ąndigen, dunkelblauen dtv-Atlas zur Weltgeschichte? Nun gibt es den Atlas auch f├╝r Politologen – oder besser: f├╝r Sch├╝ler und Studienanf├Ąnger, wie der Verlag schreibt. Aber auch der erfahrende Politikstudent findet in diesem Band noch viel Neues (oder viel Altes in neuem Gewand).

Aufgeteilt in die drei Bereiche Politische Theorien, Politische Systeme und Internationale Beziehungen, finden sich auf der linken Seite stets Zeichnungen, Graphiken und Schaubilder, w├Ąhrend auf der rechten Seite jeweils┬áder begleitende Text steht. Nun muss man nicht zu jeder Theorie, zu jedem Wahlakt eines politischen Systems oder zu jeder internationalen Organisation ein Schaubild erstellen (zugegebenerma├čen sehen einige Schaubilder etwas bem├╝ht aus), aber insgesamt bietet der Band einen breiten Fundus an Informationen, Zahlen und Details.

Schlie├člich ist dieser Band kein Buch, das man von vorne bis hinten in einem Rutsch durchliest, es eignet sich viel eher zum Schm├Âkern und als Nachschlagewerk.

Ich werde den Band in den Veranstaltungen dieser Woche mal herumgeben, so dass Sie sich selbst ein Bild vom Buch machen k├Ânnen.

Franz Kohout/Bernd Mayerhofer/Andreas Vierecke:

“dtv-Atlas Politik”,┬áM├╝nchen 2010,┬á256 Seiten,┬á12,90 Euro.

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Lekt├╝ren, Teil IV

Lekt├╝ren, US-Politik

Nur dreizehn ┬áMonate ist es her, dass mit Barack Obama der 44. Pr├Ąsident der Vereinigten Staaten in sein Amt eingef├╝hrt wurde. Gef├╝hlt liegt dieser Zeitpunkt mit den innenpolitischen Auseinandersetzungen um die Gesundheitsreform und die Bek├Ąmpfung der Wirtschafts- und Finanzkrise sowie den Diskussionen um potentielle Exit-Strategien im Irak und in Afghanistan sehr viel l├Ąnger zur├╝ck. Trotzdem lohnt ein Blick zur├╝ck auf den schier unendlichen Wahlkampf von 2008, der aus der Perspektive der politischen Beobachter einer der spannendsten und f├╝r Politikwissenschaftler wohl ertragreichsten seit langer Zeit war.

Hilfreich bei dieser R├╝ckschau ist der k├╝rzlich erschienene neueste Band in einer Reihe namens “Best American Political Writing”, die seit mehreren Jahren von dem Journalisten Royce Flippin herausgegeben wird und in dem die besten Geschichten aus den Jahren 2008 und 2009 zusammengestellt sind.

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