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30. Aug 2010

Thema des Tages: die Deutsche Bahn

Verfasst von

Zunächst dachte ich, es sei ein Zufall. Kann ja mal passieren, dass der IC Berlin-Halle ohne BordBistro unterwegs ist (zumal es mitten im harten Winter 2009/2010 war und die Bahn da andere Probleme hatte). Beim nächsten Mal fehlte der Wagen aber schon wieder – und dabei ist es bis heute geblieben (ich konnte mich just heute morgen davon wieder überzeugen). Nur die Ansage des Zugpersonals hat sich geändert: wies man damals daraufhin, dass man in Wagen XY einen „Notverkauf“ eingerichtet habe, ist heute die Rede von einem „Abteilverkauf“, in dem das freundliche Zugbegleitpersonal heiße und kalte Getränke sowie kleine Snacks bereit hält.

Nun bin ich kein Anhänger des Speisewagens (auch wenn mir dadurch viel zu entgehen scheint, wie Torsten Körner konstatiert hat – siehe die Besprechung seines Buches auf dieser Seite), aber einen frischen Kaffee hätte ich morgens schon ganz gerne. Auch eine Zeitung oder abends ein gekühltes Sportgetränk für die Heimreise wären ganz nett, wenn man diese Erledigungen am Bahnhof nicht mehr geschafft hat.

Was mich verwundert ist, dass es ausgerechnet diesen Zug getroffen hat (oder sind alle ICs betroffen?). Er fährt von Stralsund (manchmal von Binz auf Rügen) über Berlin, Erfurt und Kassel nach Köln/Düsseldorf. Man sollte meinen, auf dieser Linie gäbe es ausreichend Fahrgäste, die von einem BordBistro Gebrauch machen würden, ganz zu schweigen von den vielen Radfahrern, die den Zug nutzen, um an den Ostseeküsten-, Spree-, Elbe oder Unstrut-Radweg zu gelangen.

Vor einigen Wochen hat Bahnchef Grube angekündigt, Millionen in die Kaffeemaschinen der ICs investieren zu wollen. Ich hoffe, damit sind nicht die Riesen-Thermoskannen gemeint, die im „Abteilverkauf“ stehen und abgestandenen Kaffee bereithalten.:)

Über Michael Kolkmann

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