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16. Sep 2011

Berlin-Wahl 2011: noch zwei Tage

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Die Zahl des Tages betrifft die Piratenpartei: nach einer neuen Umfrage kommt sie inzwischen auf neun (!) Prozent. Das mag eine Momentaufnahme sein, und diese neun Prozent mögen sich am Wahltag nicht materialisieren, aber neun Prozent sind nun schon deutlich oberhalb der Fünf-Prozent-Hürde. Die Linkspartei liegt übrigens nur drei Prozentpunkte davor. Die Führung sowie die Kandidaten der Piratenpartei zeigen vor einem Landtagseinzug – wie es sich für waschechte Piraten gehört – keine Furcht. Im Fall der Fälle sehen sie sich nach eigener Einschätzung für die anstehenden Aufgaben gut gerüstet.
Unterdessen wird zwei Tage vor der Wahl bereits über die mögliche personelle Zusammensetzung des neuen Senats spekuliert, zum Beispiel hier und hier.
Und ob es wohl ein Zufall ist, dass die FDP als einzige Partei bereits gestern abend die Abschlusskundgebung hat stattfinden lassen? Die übrigen Parteien warten damit bis heute, und das unter tatkräftiger Mithilfe der parteipolitischen Bundesprominenz, so sind etwa auch Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Merkel, SPD-Parteichef Gabriel, der grüne Ministerpräsident Kretschmann aus Baden-Württemberg und Linken-Fraktionschef Gysi im Einsatz.
Schließlich sei noch auf ein interessantes Projekt des Inforadios in Berlin verwiesen. Auf diesen Seiten hat der Sender mehrere Features zum Straßenwahlkampf der Berliner Parteien online gestellt. Unter dem Motto „Ochsentour“ sind einzelne Kandidaten über mehrere Monate hinweg begleitet worden. Die Beiträge spiegeln die Chancen, Herausforderungen, aber auch die Enttäuschungen der direkten Wähleransprache wider.

Über Michael Kolkmann

6 Kommentare

  1. Sebastian Jende sagt:

    Da die Sieger ja ohnehin schon feststehen, werden morgen wohl die spannendsten Fragen sein, ob die FDP den Einzug in das Abgeordnetenhaus doch noch packen kann und wie hoch der Wahlerfolg der Piraten ausfallen wird. Für Letztere wäre alles andere als ein Einzug eine bittere Enttäuschung, für die FDP hingegen wäre es ein Erfolg, wenn die Absatzbewegung Röslers zur momentanen Euro-Politik der Regierung Merkel die Stimmung doch noch kippen konnte und ein Überspringen der Fünf-Prozent-Hürde zur Realität wird. Ob dies jedoch wirklich als Erfolg zu bewerten ist, muss jeder Liberale mit sich selbst ausmachen. 🙂

    Die Grünen werden aller Voraussicht nach nicht an BaWü anknüpfen können, zumindest was den MP-/Bürgermeister-Posten anbelangt. Die CDU spielt in Berlin (fast schon traditionell) eher eine untergeordnete Rolle, die Linkspartei verliert sich in innerparteiliche Diskussionen, während Wowereit sichtlich vom Bürgermeister-Bonus zehrt sowie von der bundespolitischen Lage.

    Sollte der Einzug der Piraten gelingen, wovon ja mittlerweile ausgegangen wird und werden kann, darf man gespannt sein, wie diese sich in einem Landesparlament/Abgeordnetenhaus schlagen und wie viel frischen Wind sie tatsächlich in den politischen Betrieb bringen werden. Das einstige Argument, es handle sich bei den Piraten um eine Single-issue-Partei, greift jedenfalls langsam aber sicher nicht mehr.

    Alles in allem ein durchaus spannender Wahlsonntag!

  2. Michael Kolkmann sagt:

    Mein Tipp: FDP 3%, Piraten 7%. Wetten Sie um einen Kaffee, Herr Jende?!

  3. Sebastian Jende sagt:

    Wir müssten uns noch auf ein geeignetes Café verständigen, dann gilt die Wette.

    Ich bin da, was die Piraten angeht, optimistischer, spätestens seit mir meine Mutter ihre Präferenz für die morgige Wahl mitgeteilt hat… 🙂

    Piraten 8%
    FDP unter 2,5 % –> 2%

  4. Michael Kolkmann sagt:

    Na, am Café sollte es nicht scheitern. Wonnemond und Sterne? Ist von Ihrem Büro gleich um die Ecke…

  5. Sebastian Jende sagt:

    Abgemacht. 🙂 Jetzt gilt es (für mich) nur noch die Daumen zu drücken, auf das mein Optimismus berechtigt ist.

  6. Sebastian Jende sagt:

    Also aller Voraussicht nach sieht es ja ganz gut für mich aus, was die Wette anbelangt… 🙂

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