Vermutlich jeder, der den 11. September 2001 als Jugendliche/r oder Erwachsene/r erlebt hat, kann sich bis heute daran erinnern, wo er sich an diesem Tag befand, als die Nachricht(en) von den Terroranschlägen in New York und Washington (sowie in Shanksville/Pennsylvania) die Runde machte(n). Die Auswirkungen der damaligen Ereignisse zeigen sich auf mannigfache Art und Weise bis heute. Am 11. September 2021 jährt sich dieses als Chiffre ins kollektive Gedächtnis eingebrannte Datum zum 20. Mal. Peter Mücke hat für den Deutschlandfunk in einer Art Minutenprotokoll („Ein Tag, der die Welt verändert hat“) die damaligen Ereignisse zusammenfasst und lässt sie für die Zuhörer/innen (bzw. Leser/innen) erneut Revue passieren. Abzurufen ist das Feature hier. Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) hat vor einigen Wochen eine ganze Ausgabe der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ dem Thema 9/11 gewidmet (hier). Der Rundfunk Berlin-Brandenburg hat anlässlich des Jahrestags eine ganze Serie mit dem Titel „Zwei Türme“ produziert, dessen erster Teil in der ARD-Mediathek zu sehen ist. Ein anderes filmisches Format findet sich unter dem Titel „Wendepunkt: 9/11 und der Krieg gegen den Terror“ bei Netflix. Und Gerrit Bartels fragt im Berliner Tagesspiegel danach, wie die Literatur mit dem Thema 9/11 umgegangen ist.
10. Sep. 2021
20 Jahre nach 9/11
Verfasst von Michael Kolkmann
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10. Sep. 2021
Neuerscheinung der BpB: „Parteien im Auf und Ab“
Verfasst von Michael Kolkmann
In unseren Lehrveranstaltungen spielen politische Parteien als „Schnittstellenakteure“ häufig eine zentrale Rolle – egal, ob man den Blick auf die polity-, die policy- oder die politics-Dimension des Politischen richtet. Bei der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) ist soeben ein neues Buch erschienen, das unter dem Titel „Parteien im Auf und Ab“ den Blick auf die sich verändernden Parteienlandschaften in Deutschland und Europa richtet. Dabei werden auch gesellschaftliche Entwicklungen und Konflikte mit in den Fokus gerückt und auf die einschlägigen Antworten der Parteien darauf geschaut. Details zum Buch von Klaus Detterbeck (sowie eine Bestellmöglichkeit) finden sich hier.
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10. Sep. 2021
Das vielleicht ungewöhnlichste Wahllokal Deutschlands
Verfasst von Michael Kolkmann
Vielleicht ist das der ultimate Vorschlag, um die Beteiligung an Wahlen in Deutschland zu erhöhen: seit einigen Jahren bauen Johannes Peter Fabrizius und seine Frau Sybille im heimischen Wohnzimmer in Leverkusen-Edelrath an Wahltagen ein offiziell zugelassenes Wahllokal auf – und zwar seit der Schließung der Kneipe im Nachbardorf, die bis dahin als Wahllokal gedient hatte. Zwei Europawahlen, zwei Kommunalwahlen, drei Landtagswahlen und jetzt die vierte Bundestagswahl sind bislang im Wohnzimmer der Fabrizius‘ abgehalten worden, wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtet. der Clou an der ganzen Geschichte: auf Nachfrage steht neben Keksen und Bonbons auch ein Schnaps bereit, um sich nach dem Wahlgang zu stärken. Das gesamte (höchst lesenswerte) Interview mit Peter Fabrizius findet sich heute in der SZ – online ist der Artikel leider (noch) nicht frei verfügbar.

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8. Sep. 2021
Bekommen wir 2021 den größten Bundestag der Geschichte?
Verfasst von Michael Kolkmann
Bereits der aktuelle Bundestag ist mit 709 Abgeordneten der größte aller bislang 19 Bundestage seit 1949 (die Mindestgröße beträgt 598 Mandate). Aber nach der kommenden Bundestagswahl am 26. September 2021 könnte der neue, der dann 20. Deutsche Bundestag noch bedeutend größer ausfallen. Der Politikwissenschaftler Joachim Behnke von der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen hat die Größe des kommenden Bundestages auf Basis der aktuellen Umfragewerte durchgerechnet – und berichtet in einem Beitrag für SPIEGEL Online davon, wie groß das neu gewählte Parlament für die nächsten vier Jahren ausfallen könnte (und was diesen weiteren Anstieg noch verhindern könnte). Der Gastbeitrag Behnkes ist hier zu finden. Robert Roßmann von der Süddeutschen Zeitung findet in einem Kommentar deutliche Worte zum Thema (hier), die Bertelsmann-Stiftung hat eigens einen „Mandaterechner“ entwickelt, mit dessen Hilfe unterschiedliche Szenarien bezüglich der zukünftigen Größe des Bundestags durchgespielt werden können. Dabei zeigt sich folgender Befund, wie die beiden Verantwortlichen, Robert Vehlkamp und Lars Bischoff, erläutern: „Das Risiko liegt dabei nicht zwischen 650 und 750 Mandaten, sondern eher zwischen 600 und mehr als 1.000 Abgeordneten. Das zeigen exemplarisch die hier vorgestellten Szenarien, die beim derzeitigen Umfragetrend zu Bundestagsgrößen zwischen 598 und 963 Mandaten führen.“ Alle Details zum Mandaterechner sind hier nachzulesen.
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8. Sep. 2021
Aktuelle Herausforderungen im Wahlkampf: Gespräch mit der Historikerin Hedwig Richter
Verfasst von Michael Kolkmann
Demokratien, darunter die bundesdeutsche, leben von Debatten, ja auch von Streit. Aber nicht nur einmal hat und hatte man im laufenden Bundestagswahlkampf den Eindruck, dass bestimmte Grenzen überschritten worden sind (und da muss man nicht erst auf eine unlängst publik gewordene, unsägliche Aktion in Sachsen schauen). Dabei könnte man argumentieren, dass es große (innen- wie außenpolitische) Herausforderungen in der Bundesrepublik gibt, bei denen es darum gehen könnte und sollte, mit welchen Rezepten die politischen Parteien darauf reagieren wollen – gerade in einem Wahljahr, in dem die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht erneut antritt und es auf jeden Fall zu einem Wechsel in diesem Amte (und vermutlich auch bei der Koalitionskonstellation) kommen wird. Warum der Wahlkampf aktuell so „flach“ ist und Spitzenpolitiker/innen so „ambitionslos“ agieren, erläutert die Historikerin Hedwig Richter, deren Buch „Demokratie“ wir auf diesen Seiten bereits im vergangenen Jahr vorgestellt haben, in einem lesenswerten Interview mit dem Internetdienst T-Online. Nachzulesen ist es hier.
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8. Sep. 2021
Jubiläum: 70 Jahre Bundesverfassungsgericht
Verfasst von Michael Kolkmann
In diesen Tagen jährt sich die Gründung des Bundesverfassungsgerichts zum 70. Mal. Am 7. September 1951 nahm das Gericht in Karlsruhe mit 23 Richtern und einer Richterin seine Arbeit offiziell auf (damals noch im Prinz-Max-Palais; in das bis heute für das Gericht charakteristische Gebäudeensemble von Paul Baumgarten zog es erst im Frühjahr 1969). Pünktlich zum Geburtstag ist das Gericht nunmehr auch auf Instagram vertreten, auf dem Kurznachrichtenkanal Twitter ist es bereits seit längerem präsent. In unseren Lehrveranstaltungen steht das Gericht häufig im Fokus, nicht nur im Basismodul Regierungslehre im Rahmen einer Einführung in das politische System der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch in Veranstaltungen des Aufbaumoduls sowie der Mastermodule – etwa bezüglich der Frage, ob es sich bei diesem Gericht um eine rechtliche Institution oder einen politischen Akteur handelt (und an welchen Kriterien könnte man eine solche Einschätzung festmachen?). Als ein- bzw. weiterführender Lektürehinweis sei auf das „Handbuch Bundesverfassungsgericht im politischen System“ von Robert van Ooyen (2015) hingewiesen, das in unserer Universitätsbibliothek in elektronischer Form verfügbar ist.
7. Sep. 2021
Ausschreibung: „Schülerwettbewerb 2021“ der Bundeszentrale für politische Bildung
Verfasst von Michael Kolkmann
Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier findet auch in diesem Jahr ein von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) organisierter „Schülerwettbewerb zur politischen Bildung“ statt (und zwar zum insgesamt 50. Mal!). Teilnehmen können Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Schulklassen der Jahrgangsstufen 4 bis 12. Zu den Aufgaben zählen Themen wie die Bekämpfung des Antisemitismus, „Musik trifft Politik“, die Rolle des Bundesverfassungsgerichts, die Zukunft des Waldes und viele(s) mehr. Zu gewinnen gibt es eine fünftägige Reise nach Berlin sowie über 300 Geldpreise im Wert von bis zu 2000 Euro. Alle Informationen zum Schülerwettbewerb gibt es hier. Einsendeschluss ist der 23. Dezember 2021.
6. Sep. 2021
Bundestagswahl 2021: Positionen der Parteien zur Hochschulpolitik
Verfasst von Michael Kolkmann
Knapp einen Monat vor der Bundestagswahl hat die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), ein Zusammenschluss der Hochschulen in der Bundesrepublik mit aktuell 268 Mitgliedshochschulen, Ende August 2021 eine Reihe von „Wahlprüfsteinen“ sowie die entsprechenden Antworten der Parteien zur Wissenschafts- bzw. Hochschulpolitik dokumentiert und publiziert. Diese Prüfstein umfassen etwa die künftige Finanzierung der Hochschulen sowie deren Digitalisierung, wissenschaftliche Karrierewege sowie den Europäischen Hochschulraum. Bis auf die AfD haben inzwischen alle im Bundestag vertretenen Partreien ihre Antworten an die HRK eingesandt. Die Ergebnisse sind hier abzurufen.
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6. Sep. 2021
Die „Deutschland-Koalition“ kommt
Verfasst von Michael Kolkmann
Es wurde seitens der politischen Beobachterinnen und Bebachter ein knappes Ergebnis erwartet – aber der Mitgliederentscheid der SPD in Sachsen-Anhalt über die Frage der Beteiligung an einer so genannten Deutschland-Koalition mit CDU und FDP erbrachte bei einer Beteiligung von knapp 60 Prozent der insgesamt 3300 Mitglieder im Land eine Zustimmung von 63,4 Prozent der SPD-Parteimitglieder (Näheres hier). Auch die CDU veranstaltet zum Koalitionsvertrag einen Mitgliederentscheid, der für die 6000 Parteimitglieder am morgigen Dienstag enden wird (Details hier), die FDP wird auf einem Parteitag am 10. September 2021 über die Zustimmung zum Vertrag entscheiden. Beides gilt als Formsache. Somit kann Reiner Haseloff am 16. September 2021 im Landtag von Sachsen-Anhalt zum dritten Mal zum Ministerpräsidenten des Landes gewählt werden. Abzurufen ist der Koalitionsvertrag übrigens hier, und hier gibt es nähere Information über die Zusammensetzung der künftigen Landesregierung (Bezahlschranke).
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5. Sep. 2021
Happy birthday, BAföG!
Verfasst von Michael Kolkmann
Vor ziemlich genau 50 Jahren, nämlich am 1. September 1971, trat das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) in Kraft. Seitdem erleichtern die Zahlungen nach diesem Gesetz vielen jungen Menschen das Studium (oder die Schule). Allein im vergangenen Jahr wurden 466.000 Studierende gefördert, durchschnittlich 574 Euro erhielt bzw. erhält aktuell jede/r geförderte Studierende (detaillierte Zahlen sind hier abrufbar). Einige Hintergrundinformationen einschließlich des einen oder anderen Kritikpunkts am BAföG-System sowie weiterführende Links zum Thema finden sich hier. Zur (Vor-)Geschichte des BAföG sind hier weitere Informationen erhältlich.
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