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19. Sep 2018

Neue Studie „Generation Mitte“ erschienen

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Das Allensbach-Institut hat soeben die Ergebnisse der so genannten „Mitte“-Studie veröffentlicht. Befragt wurde dabei die Gruppe der 30- bis 59jährigen, die in Deutschland 35 Millionen Menschen umfasst. Auf diese Gruppe entfallen 70 Prozent der Erwerbstätigen und mehr als 80 Prozent der steuerpflichtigen Einkünfte. Kurz zusammengefasst ist das Ergebnis klar: Deutschlands „Generation Mitte“ plagen immer seltener materielle Verlustängste – und dennoch macht sich im Kern der Gesellschaft massive Unsicherheit breit. Die detaillierten Ergebnisse der Studie gibt es hier. Highlights der Studie hat SPIEGEL Online hier zusammengefasst.

18. Sep 2018

Vor den Midterms in Washington: die „unkalkulierbare Wahl“

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Am 6. November 2018 stehen im amerikanischen Kongress alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie ein Drittel der 100 Senatoren zur Wiederwahl an. Zwar handelt es sich explizit um eine Parlamentswahl, aber traditionell sind solche „midterm elections“ stets auch eine Abrechnung mit dem amtierenden Präsidenten. Momentan kann sich Donald Trump im Rahmen eines „unified governments“ (Kongresskammern und Weißes Haus werden von der gleichen Partei kontrolliert) der Unterstützung der Republikaner auf Capitol Hill gewiss sein (auch wenn es in präsidentiellen Systemen keine Fraktionsdisziplin gibt, wie wir sie aus parlamentarischen Systemen kennen). Sollte es den Demokraten gelingen, zumindest in einer der beiden Kammern die Mehrheit zu übernehmen, so dürfte sich die Trump-Administration auf unruhige Zeiten gefasst machen, stehen den Abgeordneten doch vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung, die Politik der Administration zu kontrollieren, etwa durch Ausschuss-Anhörungen und eigene Ermittlungen. Überlagert wird der Wahlkampf derzeit von der Diskussion rund um Brett Kavanaugh, den Trump für den Supreme Court nominiert hat und der das Gericht auf viele, viele Jahre (stark konservativ) prägen dürfte. Vor einigen Tagen wurden Vorwürfe der versuchten Vergewaltigung gegen ihn laut (mehr hier und hier); was diese Vorwürfe für den Fortgang des Berufungsverfahrens bedeutet, ist derzeit offen. Die für Donnerstag geplante Abstimmung im Rechtsausschuss ist vorerst verschoben worden. SPIEGEL Online hat interessante Hintergründe rund um die Zwischenwahl (hier). Weiterführende Informationen gibt es auch hier, hier und hier. CNN beleuchtet drei mögliche Szenarien für die Demokratische Partei im Kongress nach der Wahl (hier), Politico skizziert den voraussichtlichen „power struggle“ auf Republikanischer Seite (hier). Laut der Webseite FiveThirtyEight (Stand: gestern) haben die Demokraten eine 82,3-prozentige Chance, das Repräsentenhaus zu übernehmen, während der Gewinn einer Mehrheit im Senat mit 17,7 Prozent eher unwahrscheinlich ist (Details hier).

17. Sep 2018

TV-Tipp: „Lehrer am Limit“

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807.300 Lehrerinnen und Lehrer gibt es in Deutschland. Die Anforderungen sind heute vielfach komplexer (und andere) als zu früheren Zeiten. Ist der Job noch ein Traumberuf? Dieser Frage widmet sich am morgigen Dienstag abend das ZDF in einer Dokumentation aus der Rehe „37 Grad“. Details zum Film gibt es hier.

„Lehrer am Limit. Dauerstress im Schulalltag“, Reportage von Jana Lindner, ZDF, Dienstag, 18. September 2018, 22:15 Uhr, 30 Minuten.

17. Sep 2018

Neues APuZ-Heft: „Zeitgeschichte“

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Das Fach Politikwissenschaft bietet vielerlei Überschneidungen mit verwandten Fächern, etwa der Rechts- und Wirtschaftswissenschaft, der Philosophie, der Soziologie und der Medien- und Kommunikationswissenschaft. Eine beliebte Studiengangskombination ist zum Beispiel auch Politikwissenschaft und Geschichte, bei der es ebenfalls viele Parallelen bezüglich der thematischen Bandbreite gibt, auch wenn sich der wissenschaftlich-systematische Zugang zu den spezifischen Untersuchungsgegenständen stark unterscheidet. Gerade mit Blick auf die Epoche der Zeitgeschichte bieten sich viele Anknüpfungspunkte zwischen den Fächern. Aufgegriffen wird dieses Thema im aktuellen Heft der von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) herausgegebenen Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ)“. Auf der Webseite der BpB heißt es zu diesem Heft: „Die Idee, Geschichte „von unten“ oder „von den Rändern“ her zu schreiben, Ungleichheitskategorien wie class, race und gender zu untersuchen oder Perspektiven von Minderheiten einzubringen, ist nicht völlig neu. Doch etabliert in einer „allgemeinen“ Geschichtsschreibung sind solche Ansätze bis heute nur bedingt. Geschichte aus allen möglichen Perspektiven – auch aus jener der „Verlierer“ – zu erzählen, trägt zu einem Gesamtbild bei. Offen bleibt die Frage, wie die vielen Geschichten, die erzählt werden können, zu der „einen“ Geschichte stehen, oder, grundsätzlicher, ob es die eine Geschichte überhaupt noch braucht, um zu historischer Erkenntnis zu gelangen.“ Der detaillierte Inhalt sowie eine Bestellmöglichkeit des Heftes finden sich hier.

14. Sep 2018

Neuerscheinung: „Fear“ von Bob Woodward

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Zusammen mit seinem Kollegen Carl Bernstein war Bob Woodward in den frühen siebziger Jahren ein junger Reporter bei der Washington Post – und wurde mit den Enthüllungen rund um den Watergate-Skandal zur journalistischen Legende. Über diesen Skandal hat er mehrere Bücher geschrieben, sein wichtigstes („All the President’s Men“) ist später mit Robert Redford und Dustin Hoffmann in den Hauptrollen verfilmt worden (auf deutsch: „Die Unbestechlichen“). Anschließend gab es kaum einen Präsidenten, über den Woodward kein Buch geschrieben hätte (Bernstein dagegen hat sich zum Beispiel publizistisch mit Hillary Clinton befasst). Anfang dieser Woche ist nun das mit „Fear“ betitelte neue Buch von Woodward erschienen, und im Mittelpunkt dieses Buches steht der aktuelle US-Präsident Donald Trump. In den letzten Tagen ist sowohl in amerikanischen als auch in deutschen Medien breit über das Buch berichtet worden, eine ausführliche Zusammenfassung findet sich auf den Seiten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (und zwar hier).

14. Sep 2018

Seminar zum Europäischen Parlament mit Exkursion im WiSe 2018/19

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Finanz- und Währungskrise, Brexit, Migrationsbewegungen, Rechtspopulismus – wie kann parlamentarisch auf diese Herausforderungen reagiert werden?
Dr. Benjamin Höhne, stellvertretender Leiter des Instituts für Parlamentarismusforschung (IParl) und Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft, hält im kommenden Wintersemester ein Masterseminar zum Europäischen Parlament, das Teil des Moduls Parlamentarismus in Theorie und
Praxis ist. Um realitätsnahe Einblicke zu erhalten, beinhaltet das Seminar eine Exkursion nach Straßburg, bei der mit Vertretern aus Wissenschaft, Medien und politischer Praxis diskutiert wird. Die Exkursion findet vom 12.-15. November 2018 statt. Die Reise nach Straßburg erfolgt von Halle mit dem Bus. Die Teilnahmegebühr liegt bei 100 Euro und deckt neben den Reisekosten die Kosten für die Unterkunft in einem Hotel sowie Verpflegung ab. Es stehen 27 Plätze zur Verfügung. Anmelden kann man sich ab sofort über StudIP. Die konstituierende Sitzung ist am 17. Oktober 2018 von 14.15 bis 15.45 Uhr im Anhalter Zimmer über der Burse „Zur Tulpe“.

13. Sep 2018

Neuerscheinung: „Weimarer Verhältnisse“?

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„Ist Sand ins Getriebe der deutschen Demokratie geraten? Welche Entwicklungen bieten Anlass zur Sorge? Gibt es tatsächlich historische Parallelen zur Weimarer Republik, etwa mit Blick auf das Parteiensystem,die wirtschaftliche Situation, die Medien, das Wählerverhalten, die politische Kultur?“ Diese Fragen thematisiert ein soeben bei der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) erschienenes Buch. Details und die Bestellmöglichkeit sind hier zu finden.

Andreas Wirsching/Berthold Kohler/Ulrich Wilhelm (Hrsg.): „Weimarer Verhältnisse? Historische Lektionen für unsere Demokratie“, 120 Seiten, Erscheinungsdatum: 11.09.2018, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10202.

11. Sep 2018

Restplätze bei ERASMUS zu vergeben

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Für das Studienjahr 2018/19 sind spontan und kurzfristig, insbesondere für das Sommersemester 2019, noch einzelne ERASMUS-Studienplätze zu vergeben. Eine Übersicht unserer Partner-Universitäten finden Sie hier. Bitte senden Sie bei Interesse einen tabellarischen Lebenslauf sowie eine Notenübersicht an mich (michael.kolkmann@politik.uni-halle.de). Bitte geben Sie dabei an, für welche Universität (plus Zweitwunsch) Sie sich interessieren. Deadline ist Freitag, der 14. September 2018.

11. Sep 2018

Das „Enchi“ ist wieder da

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Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein, wie es so schön heißt – er will (sich) dabei auch unterhalten. Da ist es eine gute Neuigkeit, dass ab sofort das Enchilada am Halleschen Universitätsring, bei Studierenden wie Dozenten/innen gleichermaßen beliebt, wieder geöffnet hat. Vor einigen Monaten war es kurzfristig und aufgrund der Insolvenz der vorherigen Betreiber geschlossen worden, jetzt stehen unter neuer Leitung die Türen wieder täglich ab 18 Uhr (außer sonntags) offen. Die Mitteldeutsche Zeitung hat die Details.

10. Sep 2018

Nach der Wahl in Schweden

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Die Sozialdemokraten haben die gestrige Parlamentswahl in Schweden gewonnen. Das kommt nicht allzu überraschend, schließlich haben sie in der Nachkriegszeit schon häufig die Regierung gestellt. Mit Spannung wurde allgemein das Ergebnis der rechtspopulistischen Schwedendemokraten erwartet, die am Ende nicht so stark wie vorausgesagt abschneiden konnten. Einer der Trends, die die Wahl offenbart hat, ist, dass in vielen Ländern etablierte Strukturen der Parteiensysteme ins Wanken geraten. Große (Volks-)Parteien verlieren Wähler (und Mitglieder), kleinere Parteien gewinnen hinzu. Trotz des Sieges bei der Wahl verfügen die Sozialdemokraten aktuell über keine handlungsfähige Regierungsmehrheit, so dass schwierige Gespräche bevorstehen. Ergebnisse im Detail gibt es hier und hier. Matthias Wyssuwa überlegt in der FAZ, wie mit den Schwedendemokraten umgegangen werden sollte (hier). Und Dietmar Pieper argumentiert auf SPIEGEL Online, dass erst die Ausgrenzung der Schwedendemokraten durch die Mittbewerber diese Partei erst stark gemacht hat (hier).