Das Blog Archiv vom Mittwoch, 29. September 2010

Auch in der Politik lohnt sich das Plagiieren nicht

US-Politik, US-Wahl 2010

Plagiieren lohnt sich nicht: diese Erfahrung muss derzeit die Republikanische Senatskandidatin Christine O’Donnell aus Delaware machen. Aufmerksame Leser dieses Blogs werden sich an die Frau erinnern – alle anderen können die Details hier nachlesen.

Was ist passiert? ZunĂ€chst war Anfang dieser Woche bekannt geworden, dass sie gar nicht an der Oxford University studiert hatte; dies hatte sie aber in ihrem im Internet veröffentlichten Lebenslauf behauptet. Nun hat die Claremont Graduate University in SĂŒdkalifornien gegenĂŒber dem Internet-Politikportal Talkingpointsmemo erklĂ€rt, dass O’Donnell dort nie eingeschrieben war. Zwar hatte sie wohl ein Fellowship des nicht weiter bekannten und mit der UniversitĂ€t nicht in Verbindung stehenden Claremont Institute erhalten, allerdings behauptet sie dort „graduate work“ absolviert zu haben – und dies deutet auf ein Studium an einer regulĂ€ren UniversitĂ€t hin. In ihrem Profil gibt sie ebenfalls an, an der Fairleigh Dickinson University studiert zu haben. Hier hat sie ihren Abschluss allerdings erst vor vier Wochen erhalten – siebzehn Jahre nach ihrem Studium dort und praktischerweise zwei Wochen vor ihrer entscheidenden Vorwahl in Delaware Mitte September.

Die genannten Informationen finden sich in O’Donnells LinkedIn-Internetprofil. Seien Sie also in Zukunft vorsichtig, wenn Sie Informationen ĂŒber sich ins Internet stellen – vor allem, wenn Sie in Zukunft noch politische Karriere machen wollen.:)

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RĂ€tsel, Teil XVI

RĂ€tsel

Wo bitte schön ist denn dieses Bild entstanden? Und nehmen Sie sich Zeit bei der Recherche, ist nicht so einfach (Bild fotografiert am 28. September 2010).

P.S.: Nur die Stadt zu nennen reicht nicht.:)

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„Wahl ohne Kampf“ in Sachsen-Anhalt?

Halle (Saale), Innenpolitik

Es sind nur noch wenige Monate bis zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 20. MĂ€rz 2011. Trotzdem ist von einem Wahlkampf im Lande nicht viel zu spĂŒren, auch wenn es in den letzten Landtagssitzungen am 9. und 10. September 2010 teilweise hoch her ging. Vielleicht liegt es daran, dass der Ausgang bzw. die denkbaren Koalitionsmöglichkeiten derzeit noch nicht abzusehen sind. Aktuellen Meinungsumfragen zufolge dĂŒrfte es bei der Frage nach der stĂ€rksten Partei auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und der Linkspartei hinauslaufen. Die Sozialdemokraten liegen derzeit knapp zehn Prozentpunkte hinter diesen beiden Parteien. Die GrĂŒnen profitieren auch in Sachsen-Anhalt vom derzeit bundesweit zu beobachtenden Aufschwung in der politischen Stimmung und scheinen nach langer Zeit den Einzug in das Landesparlament schaffen zu können. Die FDP dagegen kĂ€me derzeit nur auf fĂŒnf Prozent und mĂŒsste um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Die anderen Parteien kommen gemeinsam ebenfalls auf fĂŒnf Prozent.

NĂ€heres zur letzten Wahlumfrage finden Sie hier. Caroline Hebestreit stellt vor einigen Tagen in der Mitteldeutschen Zeitung die politische Lage sowie die Strategien der einzelnen Parteien ein halbes Jahr vor der Wahl hier vor. Wir werden in den nĂ€chsten Monaten hier im Blog vermehrt ĂŒber die Landtagswahl berichten – natĂŒrlich unparteiisch und ĂŒberparteilich.:)

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