RSS-Feed abonnieren

Passwort vergessen?

v Anmelden

Innenpolitik

25. Jan 2021

Zur Volkspartei SPD

Verfasst von

In unseren Veranstaltungen rund um Parteien und Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland steht regelmäßig die Frage im Mittelpunkt, ob es sich bei der Union und der SPD (noch) um Volksparteien handelt (vgl. die Beschäftigung mit diesem Thema bei Otto Kirchheimer, Peter Lösche, Elmar Wiesendahl oder Bernd Hofmann). Der Berliner Rechtswissenschaftler Christoph Möllers (Humboldt-Universität) beschäftigt sich im Februar-Heft der Zeitschrift MERKUR mit dieser Frage und rekurriert dabei insbesondere auf die SPD. Für zukünftige Präsentationen sowie Haus- und Abschlussarbeiten zu diesem Thema ist der Artikel sicher einen Blick wert. Abzurufen ist der Beitrag im Volltext hier.

13. Jan 2021

Neues IzpB-Heft: „Europäische Union“

Verfasst von

Soeben ist aus der von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) herausgegebenen Reihe Informationen zur politischen Bildung (IzpB) das Heft Nr. 345 (4/2020) erschienen. Darin geht es um die Geschichte, die politischen Institutionen, einschlägige Politikfelder sowie aktuelle Herausforderungen der Europäischen Union (EU). Ergänzt werden die einzelnen Kapitel durch zahlreiche Statistiken, Schaubilder und Tabellen, so dass sich der Einsatz des Heftes in universitären Lehrveranstaltungen, in der politischen Bildung als auch in Schulen empfiehlt. Zu bestellen ist das Heft hier.

11. Jan 2021

Herausforderungen der „Corona-Demokratie“

Verfasst von

Die Corona-Politik von Bund und Ländern, oder besser: deren Analyse, hat es inzwischen in den politikwissenschaftlichen Diskurs geschafft. So erscheint etwa im Frühjahr ein umfangreicher, von Karl-Rudolf Korte herausgegebener Sammelband zur „Corona-Govermance“. In der Tagesspiegel-Ausgabe vom 10. Januar 2021 findet sich ein umfangreicher Artikel von Prof. Stephan Bröchler von der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin (der vor einiger Zeit bei uns am Institut für zwei Semester den Lehrstuhl Regierungslehre und Policyforschung vertreten hat), in dem er die Konsequenzen der aktuellen „Intensivregierung“ in der Bundesregierung beschreibt und die „Demokratisierung“ dieser Politik fordert. Inzwischen ist der Artikel online – und hier nachzulesen.

11. Jan 2021

Online-Forum: Gefahr des Populismus für die Demokratie

Verfasst von

Gemeinsam mit der Universität Kaiserslautern veranstaltet die Atlantische Akademie Rheinland-Pfalz e. V. am Dienstag, den 26. Januar 2021 von 18:00 bis 19:30 Uhr, eine Online-Veranstaltung zur Gefahr des Populismus für die Demokratie und nimmt dabei insbesondere die Vereinigten Staaten und die Bundesrepublik Deutschland in den Blick. Referent ist der in den USA lehrende Politikwissenschaftler und Populismus-Experte Dr. Marcel Lewandowsky. Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung sowie die Anmeldemodalitäten sind hier zu finden.

11. Jan 2021

Vorschlag: „Corona-Bürgerräte“?

Verfasst von

Der Thüringer Justizminister Dirk Adams hat kürzlich vorgeschlagen, zur politischen Begleitung der Corona-Pandemie so genannte „Bürgerräte“ einzurichten. In der politikwissenschaftlichen Diskussion (sowie in einigen unserer Lehrveranstaltungen) sind Bürgerräte schon länger in der Diskussion. Das MDR-Magazin „Fakt ist!“ beschäftigt sich heute abend ausführlich mit dem Thema. Um 20:15 Uhr gibt es die Sendung im Livestream zu sehen, ab 22.10 Uhr dann im regulären Fernsehprogramm. Nähere Informationen zur Sendung gibt es hier, allgemeine Informationen zu Bürgerräten sind hier und hier zu finden.

10. Jan 2021

CDU: eine Partei sucht ihren Vorsitzenden

Verfasst von

Am kommenden Wochenende findet er nun endlich statt, der bereits zweimal verschobene Parteitag der CDU, auf dem ein neuer Vorsitzender gewählt werden soll (und ja, mit Friedrich Merz, Armin Laschet und Norbert Röttgen, alle aus Nordrhein-Westfalen, stehen in der Tat drei Männer zur Wahl). Ein Stück weit betritt die Partei mit diesem Parteitag Neuland: digitale Parteitage haben auch andere Parteien bereits abgehalten (zuletzt etwa Bündnis 90/Die GRÜNEN), aber eine Personenwahl hat auf diesen Parteitagen nicht stattgefunden. Das Parteiengesetz sieht für Vorstandswahlen hohe Hürden vor, und so folgt auf die digitale Abstimmung direkt auf dem Parteitag eine Bestätigung dieses Votums per Briefwahl, um juristisch nicht angreifbar zu sein.

Gestern vormittag hat sich Moritz Küpper im Deutschlandfunk fast eine Stunde lang mit diesem Parteitag beschäftigt, er hat die Kandidaten porträtiert und im Gespräch mit diversen Interviewpartnern den logistischen Hintergrund eines solchen Parteitages erörtert. Herausgekommen ist ein kurzweiliges und interessantes Feature über die Abeit politischer Parteien zwischen Digitalisierung und CORONA-Pandemie. Nachzuhören ist die Sendung hier, aber etwas Beeilung bitte: die Aufzeichnung ist nur noch bis Januar 2038 (!) verfügbar.:) Andernorts im Internet sind hier und hier (noch) mehr Hintergründe zu den Kandidaten sowie zum Parteitag selbst zu finden. Und wie speziell die ostdeutschen Landesverbände auf die drei Kandidaten und auf den Parteitag blicken, hat Anne Hähnig in der ZEIT zusammengefasst (hier).

4. Jan 2021

Lektüren: 150 Jahre Kaiserreich

Verfasst von

Genese und Entwicklung des deutschen Kaiserreichs zählen nicht direkt zu den zentralen Untersuchungsgegenständen der Politikwissenschaft – es sei denn, man bewegt sich im Rahmen eines Verfassungsvergleichs, der historischen Entwicklung der Parteien in Deutschland oder etwa der Pfadabhängigkeit des deutschen Föderalismus. Gleichwohl gibt es (auch darüber hinaus) viele Parallelen und Anknüpfungspunkte zwischen der Politik- und der Geschichtswissenschaft, und so ist auch die Gründung des Kaisrreichs, die sich in diesen Tagen zum 150. Mal jährt, sicherlich auch für Politikwissenschaftlerinnen und Politikwissenschaftler eine spannende Angelegenheit. An (neuer) Lektüre zum Thema mangelt es auf jeden Fall nicht. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ)“ widmet diesem Ereignis ein ganzes Heft (Protipp: die Zeitung „Das Parlament“ mit der APuZ-Beilage kann man als Studierende/r für 13,80 Euro im Jahr abonnieren). Auf zwei in jeder Hinsicht gewichtige Neuerscheinungen zum Kaisereich sei zudem verwiesen: sowohl Christoph Nonn als auch Oliver F. R. Haardt beschäftigen sich in ihren Monographien mit der Gründung und geschichtlichen Entwicklung des Kaiserreichs. Letzterer erörtert aktuell eine Reihe von zentralen Fragen seines Buches in seinem Twitter-Feed (hier).

Update, 5. Januar 2021: inzwischen gibt es das APuZ-Heft online, und zwar hier.

Christoph Nonn: 12 Tage und ein halbes Jahrhundert. Eine Geschichte des deutschen Kaisrreichs 1871-1918, C. H. Beck-Verlag, München 2020, 690 Seiten, 34,- Euro, mehr hier.

Oliver F. R. Haardt: Bismarcks ewiger Bund. Eine neue Geschichte des Deutschen Kaisrreichs, wbg/Theiss-Verlag, Darmstadt 2020, 946 Seiten, 40,- Euro, mehr hier.

2. Jan 2021

Lektüretipp: wenn Politiker aufhören

Verfasst von

Es gibt viele Wege in die Politik – und es gibt viele Wege, mit der Politik auch wieder aufzuhören. Ein großes Thema ist ein solcher Ausstieg in der öffentlichen wie in der wissenschaftlichen Debatte in der Regel nicht, heißt es doch oft, Politik würde süchtig machen. Die TAZ blickt in der heutigen Ausgabe auf zwei Politiker (Stefan Liebich von der Linkspartei und Peter Tauber von der CDU) und zwei Politikerinnen (Daniela Kolbe von der SPD und Katja Suding von der FDP), die bei der nächsten Bundestagswahl bewusst nicht wieder antreten werden. Dabei bietet sich auch ein tiefer Einblick in die Gesetze der Politik und den Alltag eines oder einer Abgeordneten. Nachzulesen ist der Beitrag bei Interesse hier.

29. Dez 2020

Neu erschienen: Ausgabe 4/2020 von „Gesellschaft-Wirtschaft-Politik“

Verfasst von

Der Untertitel lautet zwar „Sozialwissenschaften für politische Bildung“, aber die Zeitschrift „Gesellschaft-Wirtschaft-Politik“ ist auch für Lehrende und Studierende interessant, die sich nicht direkt als Theoretiker oder Praktiker der politischen Bildung verstehen (für jene eignet sich das Heft aber natürlich erst recht!). Rechtzeitig zur Weihnachtspause ist die Ausgabe 4/2020 erschienen. Es seien hier nur einige Highlights der aktuellen Augabe erwähnt: der Bonner Politikwissenschaftler Frank Decker wagt unter der Überschrift „Die Parteienlandschaft in Zeiten von Corona“ einen Ausblick auf die bevorstehende Bundestagswahl 2021. Der Armutsforscher (und vormalige Bundespräsidentenkandidat) Christoph Butterwegge untersucht, wie sich die Corona-Pandemie auf die sozioökonomische Ungleichheit in der Bundesrepublik auswirkt. Thorsten Winkelmann und Julia Zimmermann (beide Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) thematisieren „Wählen mit 16 Jahren“. In einem Interview beleuchtet der Berliner Soziologe Steffen Mau (dessen jüngstes Buch wir hier empfohlen haben) den Elitenwechsel im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung. Im Rezensionsteil besprochen wird das Werk „Demokratie“ der Münchner Historikerin Hedwig Richter (auch wenn sie hier im Heft als „Helga“ tituliert wird…), das wir hier vorgestellt haben. Im Didaktik-Teil des Heftes geht es schließlich um umweltpolitisches Lernen in der Schule („Eine unwichtige Nebensache?“) und die Rahmenbedingungen und Handlungsoptionen von Schülervertretungen im Bundesvergleich. In Kürze sollte das Heft in unserer Bibliothek (so sie denn bald wieder öffnet) verfügbar sein, die komplette Inhaltsübersicht ist hier zu finden.

28. Dez 2020

Krimitipp zwischen den Jahren

Verfasst von

Es muss nicht immer Fachlektüre sein; zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr darf es auch mal ein Krimi sein. Und wenn das Buch dann noch Bezüge zur Politik aufweist: um so besser! Der Hamburger Journalist Daniel E. Palu (auf Instagram hier) hat kürzlich seinen Erstling „Tod im Alten Land“ vorgelegt, den ich in den vergangenen Tagen geradezu verschlungen habe. Worum geht es? Das Buch bietet „eine spannende Ermittlerstory über alternative Fakten, populistische Parteien – und das Los, Sohn einer italienischen Mutter zu sein [Liebe zum Kaffee inklusive, MK]. Gerade erst ist Gabriele Berlotti zurück in sein Elternhaus im Alten Land gezogen, und schon soll der Hamburger Hauptkommissar mit italienischen Wurzeln im Endspurt der Bürgerschaftswahl einen Journalistenmörder entlarven. Als ein weiterer Mord geschieht, stellen sich ganz neue Fragen: Was sind Fakten – und was Fake News? Berlotti muss an seine persönlichen Grenzen gehen, um den Fall zu lösen“ (wie es auf der Seite des Verlages heißt). Auch wenn man das Alte Land nicht kennt: man möchte es nach der Lektüre dieses Buches gerne kennenlernen. Und erfreulicherweise soll Palu bereits am zweiten Band rund um Hauptkommissar Gabriele Berlotti schreiben. Wir bleiben gespannt.:)


Letzte Kommentare