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Politikwissenschaftliche Neuerscheinung: „B├╝rger und Beteiligung in der Demokratie“

Innenpolitik, Lekt├╝ren, Politikwissenschaft

Die Teildisziplin der Partizipationsforschung geh├Ârt seit jeher zu einem der spannendsten und am intensivsten erforschten Teilbereiche politikwissenschaftlicher Forschung. In diesen Tagen erscheint ein Werk, das wichtige Erkenntnisse dieser Teildisziplin zusammenfasst: „B├╝rger und Beteiligung in der Demokratie“. Auf der Verlagsseite hei├čt es zum Buch: „Das Lehrbuch richtet sich an Studierende und Lehrende, die sich mit B├╝rgerbeteiligung und politischer Partizipation in Deutschland und anderen Demokratien besch├Ąftigen. Dazu geh├Âren unter anderem Wahlen, B├╝rger und Volksentscheide, informelle Formen der Beteiligung. Das Buch bietet einen umfassenden ├ťberblick ├╝ber die demokratietheoretischen Grundlagen, die institutionellen Rahmenbedingungen und die relevanten Theorien zur Erkl├Ąrung von Beteiligung. Dabei werden die wichtigsten Formen der politischen Partizipation und B├╝rgerbeteiligung hinsichtlich ihrer theoretischen und strukturellen Eigenschaften einzeln dargestellt. Zahlreiche empirische Daten und Interpretationen erg├Ąnzen die Ausf├╝hrungen und vermitteln ein aktuelles Bild der Beteiligungslandschaft.“
Alle Details zum Buch sowie das detaillierte Inhaltsverzeichnis finden sich hier.

Angelika Vetter/Uwe Remer-Bollow (Hrsg.): „B├╝rger und Beteiligung in der Demokratie. Eine Einf├╝hrung“, Reihe Grundwissen Politik, VS-Verlag, Wiesbaden 2017, 29,99 Euro (Softcover, als E-Book bis zum 3. Januar 2017 9,99 Euro), ISBN 978-3-658-13722-9.

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Neue APuZ-Ausgabe: „Brexit“

Au├čenpolitik, Lekt├╝ren, Politikwissenschaft

In dieser Woche ist die neue Ausgabe B49-50/2016 der politikwissenschaftlichen Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ erschienen. Darin setzen sich gleich mehrere Beitr├Ąge mit der Brexit-Entscheidung in Gro├čbritannien im Juni dieses Jahres auseinander, als 51,9 Prozent der Briten in einem Referendum f├╝r einen Austritt des Landes aus der Europ├Ąischen Union votierten. Nicolai von Ondarza beschreibt einleitend Entstehung und Verlauf des britischen EU-Referendums, Julie Smith gibt einen ├ťberblick ├╝ber die Beziehungen zwischen Europa und dem Vereinigten K├Ânigreich, Roland Sturm beschreibt unter der Fragestellung „Uneiniges K├Ânigreich?“ die aktuelle politische Lage in Gro├čbritannien und Sionaidh Douglas-Scott er├Ârtert die rechtliche Grundlage des Brexit. Das gesamte Heft ist hier abzurufen.

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Lekt├╝retipp: „Helmut Schmidt. Die sp├Ąten Jahre“

Lekt├╝ren, Politikwissenschaft, Uncategorized

Nach dem Ausscheiden aus dem Amt des Bundeskanzlers am 1. Oktober 1982 hat Helmut Schmidt weitere 33 Jahre produktiv gearbeitet: publizistisch, politisch und nicht zuletzt als Weltreisender in eigener Sache. ├ťber diese Jahre hinweg entwickelte sich „Schmidt-Schnauze“ zu einem der popul├Ąrsten Politiker Deutschlands. In der Einleitung berichtet Thomas Karlauf in seinem neu erschienenen Buch „Helmut Schmidt – die sp├Ąten Jahre“ von einem Gespr├Ąch mit Helmut Schmidt, in dem dieser sich wunderte, dass noch niemand auf die Idee gekommen sei, sich dieser Post-Kanzleramts-Phase zuzuwenden. Genau dies hat Karlauf nun getan. Und er ist der denkbar beste Autor, um sich dieser Aufgabe zu stellen, war er doch als Mitarbeiter des Siedler- und sp├Ąter des Rowohlt-Verlags ├╝ber viele Jahre hinweg in der Funktion des Verlegers und Lektors mit den zahlreichen Publikationen Helmut Schmidts befasst. In drei Teilen (Jahre der Zur├╝ckhaltung: 1982-1990, Jahre der Einmischung: 1991-2003 und Wege des Ruhms: 2003-2015) beschreibt Karlauf detailliert und pointiert die unterschiedlichen Stationen des Altkanzlers: zun├Ąchst die Umst├Ąnde rund um sein Ausscheiden aus dem Amt, dann die Frage, ob Schmidt Memoiren schreiben m├Âchte oder sollte oer lieber nicht, dann der Sprung zum ZEIT-Herausgeber, und immer wieder die gro├čen Themen der Welt (deutsch-deutsche, sp├Ąter dann innerdeutsche Beziehungen, der Aufstieg Chinas, die Zukunft des transatlantischen Verh├Ąltnisses, und vieles mehr), die er in B├╝chern kenntnisreich und aktuell beschreibt und diskutiert.
Das Buch ist wahrlich nicht preisg├╝nstig, aber f├╝r die 27 Euro bekommt man einen dicken W├Ąlzer von ├╝ber 550 Seiten. Und Weihnachten steht so gut wie vor der T├╝r, das Buch eignet sich somit perfekt als Weihnachtsgeschenk. Wie in jeder guten Biografie lernt man nicht nur ein Leben, eine Person kennen, sondern unter der Hand weitet sich das Werk zu einer Darstellung einer ganzen Epoche: Wiedervereinigung, die europ├Ąische Einigung, die rot-gr├╝nen Regierungsjahre, die anschlie├čenden Gro├čen Koalitionen ebenso wie die schwarz-gelbe Koalition: alle diese Ereignisse und Entwicklungen finden sich in diesem Buch prominent wieder.
Details zum Buch gibt es hier, dort finden sich auch Links zu mehreren Rezensionen des Buches.

Thomas Karlauf: „Helmut Schmidt. Die sp├Ąten Jahre“, Siedler-Verlag, M├╝nchen, 560 Seiten, 26,99 Euro.

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Buchvorstellung: „Finanzwende. Den n├Ąchsten Crash verhindern“ (Giegold/Philipp/Schick)

Innenpolitik, Lekt├╝ren, Politikwissenschaft, Uncategorized

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein konservatives Regierungsmitglied ein Buch von drei gr├╝nen Autoren vorstellt. Genau das ist aber am 21. November 2016 in der Heinrich-B├Âll-Stiftung zu Berlin geschehen: Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Gr├╝nen im Europaparlament, Udo Philipp, Aufsichtsrat f├╝r Triodos, Europas f├╝hrender Nachhaltigkeitsbank, und Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der gr├╝nen Bundestagsfraktion, haben in ihrem im Erscheinen begriffenen Buch „Finanzwende“ gr├╝ne Ideen zu einer nachhaltigen Finanzpolitik zusammengetragen. Vorgestellt und kritisch kommentiert wurde das Buch von Bundesfinanzminister Wolfgang Sch├Ąuble.

"Finanzwende: Den n├Ąchsten Crash verhindern"

„Finanzwende: Den n├Ąchsten Crash verhindern“. Foto: Wagenbach-Verlag

Einen Bericht zur Buchvorstellung gibt es hier, der Tagesspiegel war ebenfalls dabei, und das Inforadio berichtet hier. Details zum Buch finden sich hier.

Sven Giegold/Udo Philipp/Gerhard Schick: „Finanzwende. Den n├Ąchsten Crash verhindern“, Klaus Wagenbach Verlag, Berlin, 172 Seiten, 12,00 Euro, ISBN 978-3-8031-2765-5, das Buch erscheint im Laufe des Monats.

Gute Laune auf dem Podium. Es wurde aber auch kritisch miteinander gestritten.

Gute Laune auf dem Podium. Es wurde aber auch kritisch miteinander gestritten. Foto: M. Kolkmann.

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Neue Studie zur W├Ąhlerschaft der AfD

Innenpolitik, Lekt├╝ren, Politikwissenschaft

Nicht erst seit dem knappen Scheitern der Alternative f├╝r Deutschland (AfD) an der 5%-H├╝rde bei der Bundestagswahl 2013 ist die im Februar 2013 gegr├╝ndete Partei zum Untersuchungsgegenstand der Politikwissenschaft geworden. Inzwischen ist die AfD in zehn Landtagen vertreten. Aufschluss ├╝ber die Anh├Ąngerschaft der Partei sowie deren Ver├Ąnderungen in den letzten Jahren gibt jetzt eine neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Das Ergebnis der Studie lautet Ralf Melzer von der FES zusammengefasst: „Die Anh├Ąngerschaft der rechtspopulistischen AfD ist seit unserer letzten Studie nicht nur gewachsen, sondern hat sich – parallel zur Ausrichtung der Partei – auch radikalisiert“. Melzer gibt die alle zwei Jahre erscheinende sogenannte Mitte-Studie zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland heraus, und die aktuellen Ergebnisse zeichnen ein eindeutiges Bild: In nahezu allen Dimensionen rechtsextremer und menschenfeindlicher Einstellungen zeigen AfD-Anh├Ąnger die mit Abstand h├Âchsten Zustimmungswerte. Unter W├Ąhlern etablierter Parteien waren die Tendenzen ebenfalls noch vorhanden, allerdings in geringerem Ma├če und r├╝ckl├Ąufig.
Die Studie ist hier nachzulesen. Zusammenfassungen gibt es zum Beispiel hier und hier.

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Wintersemester an der MLU startet in diesem Jahr mit knapp 4000 Erstsemestern

Halle (Saale), Politikwissenschaft, Studium

Am kommenden Montag, den 10. Oktober 2016, beginnt an der Martin-Luther-Universit├Ąt Halle-Wittenberg die Vorlesungszeit des Wintersemesters 2016/17. Dazu haben sich bislang insgesamt mehr als 4000 Studierende erstmals eingeschrieben. Soweit wir das absehen k├Ânnen, liegen auch die Einschreibezahlen am Institut f├╝r Politikwissenschaft in etwa auf dem Niveau der Vorjahre (eine Einschreibung ist aber noch bis zum 14. Oktober 2016 m├Âglich). Die Mitteldeutsche Zeitung gibt heute einen ├ťberblick ├╝ber die aktuellen Zahlen, und zwar hier.

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Neu erschienen: APuZ-Heft zum Thema „Repr├Ąsentation in der Krise“

Innenpolitik, Lekt├╝ren, Politikwissenschaft, Studium

Am heutigen Tage ist die neue Ausgabe der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ erschienen. Das Titelthema lautet dieses Mal: „Repr├Ąsentation in der Krise“. Der Berliner Politikwissenschaftler Wolfgang Merkel macht sich eingangs einige Gedanken zum Begriff „Krise der Demokratie“, Elke Seefried vom Institut f├╝r Zeitgeschichte (M├╝nchen/Berlin) blickt zur├╝ck auf die Demokratiekrise in der Weimarerer Republik, und Jan-Werner M├╝ller er├Ârtert den Begriff des Populismus (zu dem er k├╝rzlich ein ganzes Buch geschrieben hat). Der Bonner Politikwissenschaftler Frank Decker besch├Ąftigt sich mit m├Âglichen Interpretationen einer seit vielen Jahren zu konstatierenden sinkenden Wahlbeteiligung sowie potenziellen Gegenma├čnahmen, Wolfgang Gaiser, Martina Gille und Johann de Rijke stellen Einstellungen junger Menschen zur Demokratie vor, w├Ąhrend Stefanie W├Âhl schlie├člich die Machtverschiebungen von Parlamenten hin zur Exekutive beschreibt.
Das Heft, auf das wir in gleich mehreren Lehrveranstaltungen des beginnenden Wintersemesters zu sprechen kommen werden, kann hier eingesehen (und hier in K├╝rze auch als Druckversion bestellt) werden.

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BTW 2017: ein Blick in den Wahlkreis Halle

Bundestagswahl 2017, Halle (Saale), Innenpolitik, Politikwissenschaft

Seit einigen Wochen d├╝rfen die politischen Parteien in Deutschland ihre Kandidatinnen und Kandidaten f├╝r die Bundestagswahl im September 2017 nominieren – sowohl in den einzelnen Wahlkreisen als auch f├╝r die Landeslisten in den einzelnen Bundesl├Ąndern. W├Ąhrend die meisten Parteien die Nominierung in den Wintermonaten durchf├╝hren d├╝rften, hat die CDU in Halle (Saale) bereits in der letzten Woche ihren Kandidaten, n├Ąmlich den Politikwissenschaftler Christoph Bernstiel, nominiert. Die ├╝brigen Parteien in Halle werden in den n├Ąchsten Wochen und Monaten folgen. Die Mitteldeutsche Zeitung hat sich in den Parteien vor Ort umgeh├Ârt und stellt m├Âgliche Kandidaten hier vor.
Am neu gegr├╝ndeten Institut f├╝r Parlamentsforschung in Halle wird ├╝brigens im Rahmen eines Forschungsprojektes die Kandidatenaufstellung f├╝r die n├Ąchste Bundestagswahl wissenschaftlich begleitet. Dazu werden mehrere Dutzend Wahlkreisversammlungen und Landesparteitage besucht, um zu erfahren, wer eigentlich kandidiert und welche Kandidaten sich warum durchsetzen. Vor einigen Jahren wurde „der Kandidat“ in einem wissenschaftlichen Aufsatz noch als „das unbekannte Wesen“ tituliert, dieses Forschungsprojekt soll helfen, den Kandidaten und die Kandidatin etwas bekannter zu machen. Details zum Projekt finden sich hier.

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Neuauflage: „Parlamentarismus“ von Stefan Marschall

Innenpolitik, Politikwissenschaft, Studium

Seit Jahren geh├Ârt dieser Band zu den besten Einf├╝hrungen in den Gegenstandsbereich des parlamentarischen Systems: das Buch „Parlamentarismus“ des D├╝sseldorfer Politikwissenschaftlers Stefan Marschall. Das erstmals 2006 erschienene Buch ist nun in einer ├╝berarbeiteten und aktualisierten zweiten Auflage erh├Ąltlich. Darin setzt sich Marschall mit der Theorie und Praxis parlamentarischer Systeme auseinander, er zieht historische Entwicklungslinien und diskutiert Parlamentsfunktionen und Parlamentstypen. Die Arbeitsweise von Parlamenten wird ebenso abgehandelt wie unterschiedlichste Kritik am Parlamentarismus. Trotz des f├╝r ein broschiertes Buch recht hohen Preises sei das Buch allen Studierenden, die sich in knapper, aber kenntnisreicher Form mit den unterschiedlichen Erscheinungsformen des Parlamentarismus besch├Ąftigen wollen, empfohlen. F├╝r sehr hilfreich erachte ich insbesondere die am Ende eines jeden Kapitel stehenden Fragen zur Wiederholung des zuvor vorgestellten Stoffes.

Stefan Marschall: „Parlamentarismus. Eine Einf├╝hrung“, Reihe Studienkurs Politikwissenschaft, 2. Auflage, Baden-Baden: Nomos-Verlag, 2016, 312 Seiten, 24,99 Euro.

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Neu erschienen: Ausgabe 3/2016 der ZParl

Halle (Saale), Innenpolitik, Landtagswahl 2016, Lekt├╝ren, Politikwissenschaft, Studium

P├╝nktlich zum langen Feiertagswochenende ist den Abonnentinnen und Abonnenten der Zeitschrift f├╝r Parlamentsfragen (ZParl) das Heft 3 des laufenden Jahrganges zugestellt worden. Aus Hallescher Sicht besonders interessant ist darin der Beitrag „Eingetr├╝bte Grundstimmung, umgeschichtete Machtverh├Ąltnisse“ von Everhard Holtmann (ehedem Professor f├╝r Politikwissenschaft an der MLU, heute Forschungsdirektor beim Zentrum f├╝r Sozialforschung) und Kerstin Voelkl (Institut f├╝r Politikwissenschaft an der MLU), in dem die Ergebnisse der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom 13. M├Ąrz 2016 ausf├╝hrlich und detailliert analysiert werden.
Des Weiteren finden sich im Heft ├Ąhnliche Artikel zu den parallel stattgefundenen Wahlen in Baden-W├╝rttemberg (Oscar W. Gabriel und Bernhard Kornelius) und Rheinland-Pfalz (Heiko Gothe). Au├čerdem im Heft: Richard Ley richtet seinen Blick auf die Wahl der Ministerpr├Ąsidenten in den neuen Bundesl├Ąndern von 1990 bis 2015 und Marc Debus blickt zur├╝ck auf die Reichstagswahl von 1933 und richtet seinen Fokus dabei insbesondere auf die Wahlergebnisse auf Ebene der Land- und Stadtkreise. Im Rezensionsteil des Heftes finden sich Besprechungen von neueren Publikationen zu den Gegenstandsbereichen politische Kultur in Ost- und Westdeutschland, dem Landtag von Th├╝ringen, der Landesverfassung von Mecklenburg-Vorpommern sowie zur Bedeutung der Landtagsverwaltungen f├╝r die Funktionsf├Ąhigkeit der Landtage.
F├╝r Studierende ist das Heft ├╝brigens preisg├╝nstig(er) im Rahmen einer Mitgliedschaft in der Deutschen Vereinigung f├╝r Parlamentsfragen (DVParl) f├╝r 25,00 Euro im Jahr erh├Ąltlich (Details hier).

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