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Neuerscheinung: Etablierungschancen neuer Parteien

Innenpolitik, LektĂŒren, Politikwissenschaft

Mit der Piratenpartei und der AfD sind in den letzten Jahren in Deutschland zwei neue Parteien auf den Plan getreten, die auch in der politikwissenschaftlichen Forschung entsprechend breit beachtet worden sind. Nun ist ein neuer Band erschienen, der dieses PhĂ€nomen systematisch angeht. Auf der Verlagsseite heißt es zu dem Buch: „Das Aufkommen neuer Parteien und ihr Erfolg hĂ€ngen vom Verhalten bestehender Parteien ebenso ab wie von ihrer institutionellen und rechtlichen Umwelt. Der Sammelband nĂ€hert sich deswegen der Frage nach den Etablierungschancen neuer Parteien aus einer interdisziplinĂ€ren und vergleichenden Perspektive.“ Das Werk ist in der Zweigbibliothek Steintorcampus als eBook verfĂŒgbar, Details zum Buch sind hier zu finden.

Martin Morlok/Thomas Poguntke/Gregor Zons (Hrsg.): „Etablierungschancen neuer Parteien“, Schriften zum Parteienrecht und zur Parteienforschung, Band 51, Baden-Baden: Nomos Verlag, 2016, 186 Seiten, 44,00 Euro.

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Neue Ausgabe von ZEIT Campus 3/2017 erschienen

LektĂŒren, Studium

In diesen Tagen ist die neue Ausgabe des Studierendenmagazins ZEIT Campus Mai/Juni 2017 erschienen. Darin finden sich dieses Mal unter anderem Artikel darĂŒber, wie man mit dem Scheitern („Oh shit!“) fertig wird bzw. wie man mit Fehlern (gleich welcher Art) umgeht, wie man am besten ein Auslandsstudium angeht und in welchen UniversitĂ€tsstĂ€dten die Mieten besonders gĂŒnstig sind. FĂŒr durchschnittlich 298 Euro Kaltmiete bekommt man zum Beispiel in MĂŒnchen gerade einmal 22,92 Quadratmeter, in Chemnitz aber mehr als 60 Quadratmeter (und in Berlin 37,25 Quadratmeter) WohnflĂ€che. Ein weiterer Artikel blickt auf den Schwerpunkt „Banken und Versicherungen“, ein anderer Beitrag beschreibt ein Freiwilliges Soziales Jahr in Jerusalem. Als Beilage findet sich dieses Mal ein kleines Booklet namens „Handbuch Praktikum“, in dem auf 32 Seiten alles Wissenswerte rund um die Praktikumsbewerbung und -durchfĂŒhrung zusammengefasst ist.
Protipp: in der CafĂ©bar auf dem Steintorcampus der MLU gibt es das Heft zusammen mit einer Packung Manner-Waffeln fĂŒr sage und schreibe einen Euro.:)

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Neu erschienen: Ausgabe 4/2016 der ZParl

Innenpolitik, LektĂŒren, Politikwissenschaft

Vor einiger Zeit ist die jĂŒngste Ausgabe der Zeitschrift fĂŒr Parlamentsfragen (Heft 4/2016) erschienen. Im aktuellen Heft stehen vor allem Wahlen und das Wahlrecht im Mittelpunkt des Interesses. So finden sich zum Beispiel Analysen von Wahlen in der TĂŒrkei, in Spanien und in DĂ€nemark. Eckhard Jesse plĂ€diert in einem Beitrag fĂŒr ein Einstimmensystem bei Bundestagswahlen, Erich Röper thematisiert Petitionen im Bundestag und Stephan Eisel fragt nach Sinn und Nutzen von E-Petitionen. Im Rezensionsteil werden Neuerscheinungen zur direkten Demokratie, zum Regieren in der EuropĂ€ischen Union, zur Rolle von Eliten im Prozess der Systemtransformation sowie die ErinnerungsbĂ€nde der Politikwissenchaftler Claus Leggewie und Klaus von Beyme besprochen. Das komplette Inhaltsverzeichnis der Ausgabe gibt es hier.

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Neuerscheinung: „Politik und Regieren in Sachsen-Anhalt“

Innenpolitik, LektĂŒren

Die politischen Systeme der einzelnen BundeslĂ€nder in Deutschland stehen verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig selten im Mittelpunkt politikwissenschaftlicher Forschung. Dies gilt auch fĂŒr das Land Sachsen-Anhalt. Umso erfreulicher ist es, dass in diesen Tagen im VS-Verlag ein Buch erscheint, das sich nĂ€her mit dem Thema Politik und Regieren in Sachsen-Anhalt beschĂ€ftigt. Neben einem historischen RĂŒckblick auf die GrĂŒndungsgeschichte des Landes sowie einem Blick auf die Landesverfassung stehen die zentralen politischen Akteure im Mittelpunkt: Landesregierung, Landtag und das Landesverfassungsgericht, aber auch Parteien, VerbĂ€nde und zentrale Politikfelder werden im Detail vorgestellt. Zudem finden auch die Themen Medien in Sachsen-Anhalt sowie die Rolle der europĂ€ischen Ebene BerĂŒcksichtigung. Details zum Buch finden sich hier. Es ist bereits fĂŒr unsere Bibliothek bestellt.
Zum Vormerken: im Sommersemester 2017 wird es am Institut fĂŒr Politikwissenschaft der MLU voraussichtlich eine Lehrveranstaltung rund um das Thema Politik und Regieren in Sachsen-Anhalt geben.

Hendrik TrĂ€ger/Sonja Priebus (Hrsg.): „Politik und Regieren in Sachsen-Anhalt“, VS-Verlag, Wiesbaden 2017, 54,99 Euro (als eBook 19,99 Euro).

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Neuauflage: „Parlamentarismus“ von Stefan Marschall

Innenpolitik, Politikwissenschaft, Studium

Seit Jahren gehört dieser Band zu den besten EinfĂŒhrungen in den Gegenstandsbereich des parlamentarischen Systems: das Buch „Parlamentarismus“ des DĂŒsseldorfer Politikwissenschaftlers Stefan Marschall. Das erstmals 2006 erschienene Buch ist nun in einer ĂŒberarbeiteten und aktualisierten zweiten Auflage erhĂ€ltlich. Darin setzt sich Marschall mit der Theorie und Praxis parlamentarischer Systeme auseinander, er zieht historische Entwicklungslinien und diskutiert Parlamentsfunktionen und Parlamentstypen. Die Arbeitsweise von Parlamenten wird ebenso abgehandelt wie unterschiedlichste Kritik am Parlamentarismus. Trotz des fĂŒr ein broschiertes Buch recht hohen Preises sei das Buch allen Studierenden, die sich in knapper, aber kenntnisreicher Form mit den unterschiedlichen Erscheinungsformen des Parlamentarismus beschĂ€ftigen wollen, empfohlen. FĂŒr sehr hilfreich erachte ich insbesondere die am Ende eines jeden Kapitel stehenden Fragen zur Wiederholung des zuvor vorgestellten Stoffes.

Stefan Marschall: „Parlamentarismus. Eine EinfĂŒhrung“, Reihe Studienkurs Politikwissenschaft, 2. Auflage, Baden-Baden: Nomos-Verlag, 2016, 312 Seiten, 24,99 Euro.

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Neuauflage: „Das politische System der Bundesrepublik Deutschland“ von Klaus von Beyme

Innenpolitik, LektĂŒren, Politikwissenschaft, Studium

Vor wenigen Tagen ist das Standardwerk des inzwischen emeritierten Heidelberger Politikwissenschaftlers Klaus von Beyme zu den Grundlagen des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland in einer aktualisierten Neuauflage erschienen. Sehr umfangreich werden darin die politischen Institutionen, die politischen Akteure, verschiedene Politikfelder und der Entscheidungsprozess im politischen System Deutschlands dargestellt. Details zum Buch finden sich auf der Webseite des Verlages. Dort können auch das Inhaltsverzeichnis und einige Proobeseiten heruntergeladen werden. In unserer Fachbereichsbibliothek auf dem Steintorcampus verfĂŒgen wir ĂŒber das Werk in der elften Auflage von 2010. Die zwölfte Auflage ist bestellt und sollte in wenigen Wochen, also pĂŒnktlich zum Beginn des neuen Wintersemesters, ausleihbar sein.

Klaus von Beyme: „Das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Eine EinfĂŒhrung“, VS-Verlag, Wiesbaden, 12. Azflage 2016, 492 Seiten, Listenpreis: 39,99 Euro (ĂŒber die Webseite des Verlages derzeit fĂŒr 23,99 Euro erhĂ€ltlich).

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Neuerscheinung zur Entwicklung der Demokratie

Innenpolitik, LektĂŒren, Politikwissenschaft, Studium

Wie entstanden demokratische Strukturen und Systeme? Welche Bewegungen und geschichtlichen Ereignisse förderten die Demokratie, welche hemmten sie? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines neuen Buches zur Entwicklung des demokratischen Zeitalters, das vor wenigen Tagen bei der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung erschienen ist. Details zum Buch finden sich hier.

Stefan Bajohr: „Weltgeschichte des demokratischen Zeitalters“, Bonn 2014, 580 Seiten, 7,00 Euro.

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Neuerscheinungen im Herbstprogramm der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung

Außenpolitik, Innenpolitik, LektĂŒren, Politikwissenschaft, Sommersemester 2014, Studium

PĂŒnktlich zum Herbst hat die Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung einige interessante Neuerscheinungen ins Programm genommen. So gibt es jetzt das Buch des Halleschen IB-Professors Johannes Varwick ĂŒber die Vereinten Nationen in einer eigenen BpB-Ausgabe. Ernst Pipers Buch ĂŒber den Ersten Weltkrieg ist ebenfalls zu nennen, wie auch ein politisch-historischer Berlin-FĂŒhrer. Ben Goldacre berichtet in seinem Buch Bad Pharma ĂŒber die Pharmaindustrie, und Richard Schröder zieht eine Bilanz der Deutschen Einheit und diskutiert die „langlebigen oder neu entstandenen Mythen von „IrrtĂŒmern“, VersĂ€umnissen oder Fehlentwicklungen sozialer oder ökonomischer Art“. Das gesamte Publikationsverzeichnis der BpB kann hier eingesehen werden.

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Ein Jahr im „Hohen Haus“

Innenpolitik, Studium

Ein Jahr lang jede Bundestagssitzung live verfolgen? Stets von der ersten bis zur letzten Minute? Auf der ZuschauertribĂŒne, nur mit einem Sitzkissen bewaffnet? Kann man mal machen. Der Publizist und Moderator Roger Willemsen hat es in der Tat gemacht – das gesamte Jahr 2013 lang. DarĂŒber hat er ein Buch geschrieben, das in dieser Woche in den Handel kommt. Auf den Internetseiten des Fischerverlages gibt es eine Leseprobe.

Roger Willemsen:
„Das Hohe Haus. Ein Jahr im Parlament“,
ISBN: 978-3-10-092109-3; 19,99 Euro,
erscheint am 6. MĂ€rz 2014.

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LektĂŒren: „WofĂŒr stehst Du?“

LektĂŒren

Im letzten Winter haben hier auf den Blogseiten mehrere Studierende ihr „Buch des Jahres“ vorgestellt. Es musste nicht zwangslĂ€ufig ein Fachbuch oder ein politisches Buch sein. Dabei ist eine ganze Reihe an Rezensionen zusammen gekommen. Daran hat sich der Hallenser Politikstudent Nikolaus Schulz erinnert und möchte uns sein Buch des Jahres vorstellen: „WofĂŒr stehst Du?“ von Axel Hacke und Giovanni di Lorenzo. Lesen Sie nachfolgend seine Rezension. Und wenn Sie selbst ein Buch des Jahres vorstellen möchten – herzliche Einladung! Schicken Sie uns einfach Ihren Beitrag an die bekannten Email-Adressen (zum Beispiel michael.kolkmann@politik.uni-halle.de). Ich werde bei der Gelegenheit ĂŒbrigens in KĂŒrze auch mein Buch des Jahres vorstellen.

Axel Hacke und Giovanni di Lorenzo: „WofĂŒr stehst Du?“

Was ist wirklich wichtig im Leben? FĂŒr welche Werte trete ich ein? WofĂŒr engagiere ich mich in der Gesellschaft? Kurzum: „WofĂŒr stehst du?“

Zwei Freunde, der Journalist und Schriftsteller Axel Hacke sowie „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, stellen sich in ihrem Buch genau diese Frage. Sie plĂ€dieren darin nicht fĂŒr oder gegen eine bestimmte Lebensweise oder formulieren gar ein Handbuch der Moral, wie man es auf den ersten Blick vielleicht vermuten könnte. Es ist ein sehr persönliches, zuweilen intimes Buch. In autobiografischen Anekdoten rekapitulieren sie ihre eigene LebensfĂŒhrung und versuchen herauszufiltern, was wirklich wichtig war (und ist) in ihren bisherigen Leben.

Sie erzĂ€hlen von ihrer Kindheit in der Nachkriegszeit, von ihrer Familie, von Scheidung und Rebellion, von eigenen Fehlern und SelbsttĂ€uschung. Und natĂŒrlich von Politik! Waren die Politiker von damals wirklich so viel grĂ¶ĂŸer und besser als unsere heutigen? Oder ist das politische TagesgeschĂ€ft von heute nicht viel komplizierter und undankbarer als jenes zu Zeiten Brandts und Schmidts? Ist es ĂŒberhaupt legitim, immer auf „die“ Politiker zu schimpfen, ohne sich je selbst engagiert zu haben? Hacke und di Lorenzo liefern sich einen zuweilen dialogartigen Schlagabtausch, ohne sich selbst zu schonen.

Dem Autorenpaar gelingt dabei das KunststĂŒck, in kurzweiligen Episoden zu verdeutlichen, was es heißt, mit einer bestimmten Haltung das Leben zu bestreiten, und wie unendlich wertvoll diese ist, nicht nur fĂŒr sich selbst, sondern vor allem auch fĂŒr seine Mitmenschen. Da ist beispielsweise die Geschichte des Unternehmensberaters, der vor einer Angestellten in TrĂ€nen ausbricht, weil er auf einer Liste neben ihren Namen „Sozialfall“ notierte. Oder die des jungen Schriftstellers, der im Kampf gegen die italienische Mafia seine LebenstrĂ€ume opfert.

„WofĂŒr stehst du?“ Man ertappt sich bei der LektĂŒre des Buches immer wieder, wie man seine Standpunkte selbstprĂŒfend in den Blick nimmt. Es ist zudem eine entwaffnende Frage, die man schwerlich in ein, zwei SĂ€tzen beantworten kann. Auch dieses Buch liefert keine vorgefertigten Antworten, aber hĂ€lt doch einige wichtige Erkenntnisse bereit: Es ist legitim, ohne letzte Gewissheiten den Alltag zu meistern, auch Ambivalenzen und Pragmatismus sind erlaubt. GleichgĂŒltigkeit dagegen nicht. So heißt es gegen Ende des Buches: „Was zu den grĂ¶ĂŸten Aufgaben jedes Menschen zĂ€hlt: eine eigene Haltung zu entwickeln. Nicht ohne Bewusstsein im Strom der vielen zu leben.“
(Nikolaus Schulz)

NĂ€here Informationen zum Buch sind hier zu finden.

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