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Nach der Wahl in Iowa

US-Politik, US-Wahl 2012

Da sage nochmal einer, es k├Ąme bei Wahlen nicht auf jede Stimme an: mit gerade einmal acht Stimmen Vorsprung hat Mitt Romney, Ex-Gouverneur von Massachusetts, am Dienstag im Pr├Ąsidentschaftswahlkampf der Republikaner den Caucus in Iowa gewonnen. Er kam auf insgesamt 30.015 Stimmen, der Zweitplazierte Rick Santorum, Ex-Senator aus Pennsylvania, auf 30.007 Stimmen. Dabei handelte es sich bei der Wahl in Iowa noch nicht einmal um die engste Wahlentscheidung in den Vereinigten Staaten, wie eine Auflistung der Washington Post hier zeigt.
Das genaue Ergebnis des Caucus finden Sie im ├╝brigen hier.
Erwartungsgem├Ą├č hat sich das Feld der Kandidaten inzwischen reduziert: die Kongressabgeordnete und Tea Party-Ikone Michele Bachmann hat gestern ihren R├╝ckzug bekannt gegeben. Offen ist noch, ob sie sich im November in ihrem Wahlkreis in Minnesota der Wiederwahl stellt. Die besten Wahlkampf-Momente Bachmanns sind bei TalkingPointsMemo zu finden. Rick Perry dagegen, Gouverneur von Texas, kehrte zwar zun├Ąchst nach Hause zur├╝ck, um seine Kampagne “neu zu bewerten”, hat aber inzwischen per Twitter bekannt gegeben, dass er weitermachen wird. Jon Huntsman aus Utah wird erst bei den n├Ąchsten Vorwahlen ins Geschehen eingreifen, er hatte Iowa bewusst ausgelassen.
Dass die aktuelle Situation f├╝r Romney um einiges einfacher ist als die Santorums, berichtet die New York Times hier. Santorum, dessen Kampagne bis Weihnachten unter “ferner liefen” fungierte, d├╝rfte Probleme haben, rechtzeitig zu den n├Ąchsten Vorwahlterminen eine landesweite Wahlkampforganisation aufzubauen, immerhin d├╝rfte er die sozialkonservativen W├Ąhler von Bachmann und – teilweise – Perry ├╝bernehmen k├Ânnen.
N├Ąchster Stop der Wahlkampfkarawane ist ├╝brigens am kommenden Dienstag New Hampshire. Dort gilt der aus dem benachbarten Massachusetts stammende Romney als Favorit. Gestern wurde er ├Âffentlich von John McCain, dem Pr├Ąsidentschaftskandidaten von 2008, unterst├╝tzt. Wenn Sie sich dieses Video aus dem damaligen Vorwahlkampf anschauen, kommt das etwas ├╝berraschend, denn damals ist McCain seinen Mitbewerber Romney (“a phony”) scharf angegangen. Und der Ton des Wahlkampfes d├╝rfte, wie Eugene Robinson in der Washington Post schreibt, eher negativer werden. Weitere Details zu diesem Thema gibt es hier.
Auch Newt Gingrich wird sich in den n├Ąchsten Tagen an Romney abarbeiten, hatte dieser durch eine Reihe von negativen Wahlwerbespots doch daf├╝r gesorgt, dass Gingrichs H├Âhenflug in Iowa (und bundesweit) rechtzeitig vor der Wahl in Iowa gestoppt wurde. Trotzdem d├╝rfte Romney nach wie vor der Favorit sein, wie man hier und hier nachlesen kann. Aber es sollte ihm zu denken geben, dass er nach nahezu f├╝nf Jahren Wahlkampf und einer entsprechend gut ausgebauten Wahlkampforganisation in Iowa am Dienstag gerade einmal ein Viertel der Republikanischen W├Ąhler von sich ├╝berzeugen konnte. Begeisterung sieht anders aus. Santorum, der alleine am Tag nach Iowa eine Million Dollar an Spendengeldern verzeichnen konnte, auf der anderen Seite d├╝rfte sich mit der ber├╝hmten “Electability”-Frage konfrontiert sehen, sprich; welche Chancen h├Ątte er ├╝berhaupt in der Gesamtbev├Âlkerung im November, sollte er letztendlich gegen Obama antreten d├╝rfen?
Schlie├člich: auf Cicero.de begr├╝ndet Christoph von Marschall vom Berliner Tagesspiegel seine These, warum die Amerikanier im November 2012 trotz allem Barack Obama zum Pr├Ąsidenten wiederw├Ąhlen werden.

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Mitt Romney hat keine Freunde

US-Politik, US-Wahl 2012

Seit Monaten gilt er als der Favorit im amerikanischen Pr├Ąsidentschaftsvorwahlkampf der Republikaner: Mitt Romney, ehemaliger Gouverneur im Demokratisch orientierten Massachusetts und Chef der Olympischen Spiele von Salt Lake City. Doch irgendwie gelingt es ihm nicht, seine Gegenkandidaten abzusch├╝tteln. Musste er sich erst gegen den texanischen Gouverneur Rick Perry behaupten, setzte ihm dann der Pizzakettenchef Hermann Cain zu. Momentan macht ihm der fr├╝here Speaker des Repr├Ąsentantenhauses, Newt Gingrich, Probleme. Im wichtigen Staat Florida k├Ąme Gingrich in den Vorwahlen momentan auf 50, Romney nur auf 19 Prozent (bei Gingrich ein Plus von 39 Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonatswert). Das Time Magazine nimmt Romneys Probleme in dieser Woche zum Anlass, ihn mit der Schlagzeile “Why don’t they like me” auf das Cover zu heben. Die dazugeh├Ârige Titelgeschichte von Joe Klein ist hier zu finen. Bei Wolf Blitzer im CNN Situation Room hat er gestern abend ├╝ber die Geschichte gesprochen. Das Video dazu gibt es hier. Und die New York Times wei├č zu berichten, dass selbst die Parteif├╝hrer der Republikaner nicht unisono hinter der Kandidatur Romneys stehen. Die entsprechende Geschichte steht hier.

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Vorentscheidung im Pr├Ąsidentschaftsrennen der Republikaner?

US-Politik, US-Wahl 2012

Ist das Rennen um die Pr├Ąsidentschaftskandidatur der Republikaner entschieden? Zwar sind es bis zum ersten Caucus in Iowa Anfang Januar 2012 noch gut drei Monate und der Blick auf vergangene Pr├Ąsidentschaftswahlen zeigt, dass noch allerhand passieren kann, aber Mitt Romney, der fr├╝here Gouverneur von Massachusetts, hat sich aber, aber sicher in die Rolle des Favoriten man├Âvriert. L├Ąngst ist in den USA nicht mehr die Rede von Michele Bachmann oder Sarah Palin (die im ├╝brigen k├╝rzlich bekannt gegeben hat, dass sie dieses Mal nicht antreten wird), und auch der Stern des texanischen Gouverneurs Rick Perry scheint bereits am Vergl├╝hen. Romney dagegen kann die wichtigsten Geldgeber hinter sich versammeln und hat auch in der j├╝ngsten TV-Debatte am gestrigen Abend einen ordentlichen Eindruck hinterlassen. SPIEGEL Online hat mehr zum Thema, die New York Times ebenfalls. Und die Washington Post nat├╝rlich auch.

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Wahlkampf bei den Republikanern: Alle gegen einen

Au├čenpolitik, US-Politik, US-Wahl 2012

Am gestrigen Montag fand in den USA eine weitere TV-Debatte zwischen den Kandidaten f├╝r die Nominierung f├╝r die Pr├Ąsidentschaftswahl 2012 statt, dieses Mal organisiert von CNN und dem Tea Party Express, einer der wichtigsten Gruppierungen innerhalb der Tea Party. Dabei musste sich vor allem der Gouverneur von Texas, Rick Perry, den Angriffen seiner Parteikollegen erwehren, hat er sich doch mit dem Eintritt in den Wahlkampf vor gut vier Wochen unverz├╝glich an die Spitze der Umfragen gesetzt. Die WELT hat Hintergr├╝nde zur Debatte, SPIEGEL Online ebenfalls. Vor allem Perry und Mitt Romney, der fr├╝here Gouverneur von Massachusetts, sind in der Debatte aneinander geraten, aber auch Michele Bachmann hat gegen Perry ordentlich ausgeteilt, zum Beispiel hier. Romney scheint sich unterdessen zum Kandidaten des Republikanischen Establishments zu entwickeln, von dem man sich wohl h├Âhere Erfolgsaussichten gegen Pr├Ąsident Obama verspricht als von Perry. Die Highlights der Debatte in 100 Sekunden finden Sie, falls Sie nicht viel Zeit haben sollten, ├╝brigens hier.

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US-Wahlkampf gewinnt an Fahrt

Au├čenpolitik, US-Politik, US-Wahl 2012

In diesen Tagen nimmt der US-Wahlkampf f├╝r die Pr├Ąsidentschaftswahl 2012 Fahrt auf. Heute abend pr├Ąsentiert Pr├Ąsident Barack Obama vor beiden H├Ąusern des Kongresses seine lang erwartete Rede zur Wirtschaftslage; bereits gestern abend trafen sich die Republikanischen Pr├Ąsidentschaftskandidaten zu einer erneuten Debatte. Dabei kam es vor allem zwischen Mitt Romney, Ex-Gouverneur von Massachusetts, und Rick Perry, Gouverneur von Texas, zu intensiven Wortgefechten. Michele Bachmann, die vor wenigen Wochen noch die Straw Poll in Iowa gewonnen hatte, steht inzwischen im Schatten von Romney und Perry; landesweit kommt sie derzeit in Umfragen auf vier bis acht Prozent. Als Gewinner der Debatte wird f├╝r gemeinhin Perry gesehen, der seit der Bekanntgabe seiner Kandidatur das Feld der Republikaner aufgemischt hat und inzwischen in nahezu allen Umfragen f├╝hrt. Das hei├čt jedoch nicht, dass er automatisch am Ende der Kandidat oder gar der n├Ąchste Pr├Ąsident sein wird. Zun├Ąchst sagen landesweite Umfragen nicht viel aus, denn in den Vorwahlen muss Bundesstaat f├╝r Bundesstaat gewonnen werden. Und in den einzelnen Staaten k├Ânnen die Zustimmungswerte f├╝r einzelne Kandidaten schon wieder ganz anders aussehen. Dann ist zu ber├╝cksichtigen, dass man, um die Vorwahlen zu gewinnen, sich der Parteibasis andienen muss, sind es doch vor allem diese Aktivisten, die an den Vorwahlen teilnehmen. Und hier kann es gut sein (und das hat man in vergangenen Wahlen verschiedentlich beobachten k├Ânnen), dass einem in der Hauptwahl noch ├äu├čerungen und Policy-Positionen nachh├Ąngen, die – im Fall der Republikaner – an eine sehr konservative Basis gerichtet waren, mit denen man aber bei unabh├Ąngigen und unentschiedenen W├Ąhlern nicht punkten kann. Es bleibt also spannend, vor allem, weil in den letzten Wochen die Umfrage- und Zustimmungswerte f├╝r Pr├Ąsident Obama alles andere als berauschend waren und sind.
Die New York Times und die Washington Post waren bei der Debatte dabei, in Deutschland haben die S├╝ddeutsche und SPIEGEL Online mehr zum Thema. Die komplette Debatte ist ├╝brigens hier zu sehen, Highlights gibt es hier, eine Bildergalerie findet sich bei Politico.com.

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US-Wahlkampf: Wer ist Rick Perry?

US-Politik, US-Wahl 2012

Seit Monaten wurde spekuliert, ob sich der Republikanische Gouverneur von Texas, Rick Perry, in den Wahlkampf zur Pr├Ąsidentschaftswahl 2012 einschaltet oder nicht. Am vergangenen Samstag hat er es nun offiziell gemacht: er tritt definitiv an. Doch wer ist Rick Perry? Ist er ein zweiter George W. Bush, wie das heute-journal gestern berichtete? Kann er zum ernsthaften Herausforderer f├╝r seine Konkurrenten in der Republikanischen Partei oder gar f├╝r Pr├Ąsident Barack Obama werden?
In deutschen Medien finden Sie hier, hier und hier N├Ąheres zu Perry, in englischsprachigen Medien ├╝berzeugen Ver├Âffentlichungen im National Journal und in der Washington Post. Perrys Wahlkampf-Homepage ist ├╝brigens hier zu finden. Eine detaillierte ├ťbersicht ├╝ber alle Kandidaten hat schlie├člich die New York Times zu bieten, ebenso ein interaktives Schaubild zu den bisher gesammelten Spenden bzw. zur aktuellen finanziellen Situation der Kandidaten.

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USA: Wahlkampf gewinnt an Dynamik

Uncategorized, US-Politik, US-Wahl 2012

Am vergangenen Wochenende hat in den USA der Wahlkampf f├╝r die Pr├Ąsidentschaftswahl 2012 an Dynamik gewonnen. Zun├Ąchst fand am 11. August eine lebendige TV-Debatte der Republikanischen Herausforderer statt. Am Samstag kam es dann in Iowa zur Straw Poll, einer Art Probeabstimmung sechs Monate vor der “richtigen” Abstimmung. SPIEGEL Online hat das bunte Treiben auf dieser Landwirtschaftsmesse eindrucksvoll zusammengefasst. Durchgesetzt hat sich in dieser Abstimmung die Kongressabgeordnete und Ikone der Tea Party-Bewegung Michele Bachmann (bereits in der letzten Woche hat der New Yorker ein sehr ausf├╝hrliches Portr├Ąt Bachmanns ver├Âffentlicht). Wobei diese Probeabstimmung relativ wenig aussagt ├╝ber die derzeitigen Kr├Ąfteverh├Ąltnisse – so k├Ânnen die Kandidaten selbst Eintrittstickets an die eigenen Anh├Ąnger verteilen und sie in Bussen zur Veranstaltung herankarren (auf C-Span finden sich ├╝brigens die einzelnen Reden der Kandidaten). ├ťber die Zustimmung zu einzelnen Kandidaten sagt dies demgem├Ą├č weniger aus als ├╝ber das Organisationsgeschick der einzelnen Wahlkampagnen. Auf der anderen Seite ist in Iowa Tim Pawlenty, der fr├╝here Gouverneur von Minnesota, ├╝berraschend gescheitert – trotz zwei Jahren intensiven Wahlkampfes in Iowa. Pawlenty hat am Wochenende mitteilen lassen, dass er sich von seiner Kandidatur zur├╝ckzieht.
├ťberschattet wurde der Straw Poll jedoch vom Einstieg des Republikanischen Gouverneurs von Texas, Rick Perry, in den Wahlkampf. Unmittelbar nach Bekanntgabe seiner Kandidatur in South Carolina wurde sein Bus in Iowa gesehen. Nunmehr d├╝rfte es in den Vorwahlen zum Showdown zwischen dem bisherigen Favoriten Mitt Romney (der Iowa bislang bewusst vernachl├Ąssigt hat) und Perry kommen. Die New York Times beleuchtet heute die neue Ausgangslage der Republikaner. Offen ist jedoch die Frage, welche Rolle Michele Bachmann in den Vorwahlen spielen kann. Die erste Vorwahl (bzw. besser: Caucus) findet im Januar oder Februar traditionell in Iowa statt.
Update: Es hilft Favorit Romney vermutlich nicht wirklich, wenn er New Hampshire und Iowa verwechselt. Schauen Sie mal hier.

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