Bundestagsabgeordnete stehen unter Strom, sie haben wenig Zeit, sich umfassend über Themen des politischen Tagesgeschäfts zu informieren. Doch das Handeln der derart „Getriebenen“ kann schwerwiegende politische Konsequenzen haben. In einer soeben an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg abgeschlossenen Dissertation untersucht die Soziologin Ulrike Kennert, wie sich Mitglieder des Deutschen Bundestages informieren, wie sie diese Informationen verarbeiten und in ihre politische Arbeit einfließen lassen. Einige Highlights aus ihrer Arbeit präsentiert Frau Kennert auf der Homepage der Fachzeitschrift politik+kommunikation, und zwar hier. In Kürze wird die Dissertation in gedruckter Form im Nomos-Verlag erscheinen.
4. Okt. 2017
Einführungsveranstaltungen im Wintersemester 2017/18
Zur Erinnerung: Am heutigen Mittwoch, den 4. Oktober 2017, findet von 15 bis 17 Uhr in Hörsaal XXIII (Audimax) die zentrale Einführungsveranstaltung für alle Studienanfängerinnen und Studienanfänger im Fach Politikwissenschaft statt, bei der der Aufbau des Studiums erläutert und (hoffentlich) alle wichtigen Fragen geklärt werden können. Details gibt es hier. Am Freitag, den 6. Oktober 2017, findet dann von 10 bis 15 Uhr die zentrale Immatrikulationsfeier auf dem und rund um den Universitätsplatz statt.
4. Okt. 2017
„Gerrymandering“ and more: aktuelle Herausforderungen des US-Wahlsystems
Keine Lehrveranstaltung zum politischen System der Vereinigten Staaten ohne eine Erörterung des „Gerrymanderings“, also des Neuzuschnitts von Wahlkreisgrenzen entlang parteipolitischer Linien. Der U. S. Supreme Court in Washington wird in nächster Zeit einen Fall aufgreifen, der genau dieses Gerrymandering (mehr hier oder – ausführlicher –hier) thematisiert. Auf das Urteil darf man gespannt sein. In einer soeben erschienenen Analyse der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin beschäftigen sich die Wissenschaftler Lauren Schwartz und Johannes Thimm neben dem Phänomen des Gerrymanderings auch mit anderen aktuellen Herausforderungen des gegenwärtigen Wahlsystems. Die Analyse kann hier heruntergeladen werden.
4. Okt. 2017
Zur Zukunft des Numerus Clausus
Das Studium der Politikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist davon nicht betroffen, aber seit heute vormittag verhandelt das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe über die Zulässigkeit des Numerus Clausus (NC) für das Studium der Medizin in Deutschland. Die Süddeutsche Zeitung hat heute die Hintergründe zum Thema im Blatt, online ist der Artikel hier zu finden. ZEIT Campus beschäftigt sich hier mit dem Thema, der Mitteldeutsche Rundfunk hier. Und in der WELT argumentiert Thomas Straubhaar, warum man den NC eigentlich abschaffen sollte.
3. Okt. 2017
Neue Ausgabe 3/17 der Zeitschrift für Parlamentsfragen erschienen
In diesen Tagen erscheint das Heft 3/2017 der in Halle (Saale) beheimateten Zeitschrift für Parlamentsfragen (ZParl). In dieser Ausgabe dreht sich alles um die parlamentarische Opposition: ihre Rolle, ihre Strategien und ihre Möglichkeiten – sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in anderen politischen Systemen. Das Inhaltsverzeichnis findet sich hier. In wenigen Tagen sollte das Heft in unserer Zweigbibliothek auf dem Steintor-Campus verfügbar sein.
29. Sep. 2017
Das GEO-Magazin entdeckt Halle (Saale)
Studierende der Martin-Luther-Universität wissen es schon lange: Halle (Saale) verfügt über eine wunderschöne Altstadt mit vielen historischen Gebäuden. Nun hat auch das GEO-Magazin Halle für sich entdeckt und auf seiner Liste der Top Ten der schönsten Altstadtkerne in Deutschland auf Platz neun eingereiht (noch vor Leipzig!). Die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtet hier, die Top Ten bei Geo ist hier abrufbar.
Update, 2.10.2017: Und im Gespräch mit der MZ erläutert Reinhold Sackmann, Professor für Soziologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, was den Markenkern Halles ausmacht: hier.
29. Sep. 2017
Neue Ausgabe 3/2017 der Zeitschrift GWP erschienen
In diesen Tagen erscheint die neue Ausgabe 3/2017 der sozialwissenschaftlichen Zeitschrift „Gesellschaft-Wirtschaft-Politik“. Darin finden sich Aufsätze zur Krise des Industriestandortes Deutschlands (Jens van Scherpenberg), eine Bilanz der ersten sechs Monate der Trump-Präsidentschaft (Martin Thunert), ein Bericht über das Wirtschaftssystem Chinas und seine aktuellen Probleme (Andreas Nölke) sowie ein Beitrag über Emmanuel Macrons „Revolution der Mitte“ (Henrik Uterwedde). In der Reihe „Demokratie in Deutschland“ beschäftigt sich Frank Decker mit „Rechtspopulismus und Rechtsextremismus als Herausforderungen der Demokratie in der Bundesrepublik“, während sich Bernhard Schäfers unter der Überschrift „Öffentlichkeit und öffentlicher Raum als Elemente einer demokratischen Gesellschaft“ mit demokratischer Architektur auseinandersetzt. Das Heft ist im Zeitschriftenbereich der Zweigbibliothek Steintor-Campus (Erdgeschoss) verfügbar.
29. Sep. 2017
Ankündigung: Seminar zur EU mit Exkursion nach Brüssel
Das politische System der Europäischen Union befindet sich seit der europäischen Finanz- und Währungskrise im Jahr 2010, den intensivierten Migrationsbewegungen seit 2015 sowie dem Brexit-Votum der Briten im Jahr 2016 ununterbrochen im Krisenmodus. Schon länger heißt es, die EU sei demokratie- und bürgerfern. Rechtspopulisten stellen ihre Daseinsberechtigung infrage. Aber was genau bedeuten diese Herausforderungen für die EU und wie kann man auf sie reagieren? Mit dieser und weiteren Fragestellungen beschäftigt sich das Masterseminar „EU-Institutionen in der Krise – Krisen in Europa“ von Dr. Benjamin Höhne im Wintersemester 2017. Es findet immer mittwochs von 12 bis 14 Uhr im Löwengebäude, Hörsaal XII, statt. Teil des Seminars ist eine Exkursion nach Brüssel vom 27. bis 30. November 2017. Im Herzen der Europäischen Union sollen eine Bestandsaufnahme der Union und ihrer Institutionen vorgenommen und derzeit drängende Fragen diskutiert werden. So soll die EU erfahrbar werden und nicht als abstraktes System am politischen Horizont verbleiben. Es werden Gespräche mit Europapolitikern, Journalisten, Wissenschaftlern und zivilgesellschaftlichen Akteuren an zentralen Schaltstellen der EU stattfinden, wie z.B. im Europäischen Parlament oder im Europäischen Rat. Die Kosten für die Fahrt (Bustransfer von Halle nach Brüssel und zurück), Verpflegung und Unterkunft werden durch Kooperationen mit Trägern der Erwachsenenbildung weitgehend übernommen. Der Unkostenbeitrag beträgt ca. 90 Euro. Weitere Informationen zur Exkursion und die Anmeldemodalitäten werden auf der konstituierenden Sitzung des Seminars am 11.10. bekanntgegeben. Herzliche Einladung!