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27. Okt. 2025

Foto des Tages (27. Oktober 2025)

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Aus der Reihe „Parlamente der Welt“ erreicht uns heute eine Aufnahme des Landtages des Fürstentums Liechtenstein. Eröffnet wurde das moderne Gebäude um Jahre 2008, es handelt sich um ein Ein-Kammer-Parlament mit 25 Abgeordneten. Die letzte Wahl fand im Februar 2025 statt. Ursprünglich geht die Geschichte dieser Institution auf das Jahr 1818 zurück. Nähere Informationen gibt es hier.

7. Okt. 2025

Workshop „Social Media“

Verfasst von

Diese Ausschreibung eines Workshops hat uns erreicht:

„Social Media ist nicht Schuld am Rechtsruck, kann aber einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Vertrauen in demokratische Prozesse zu unterminieren oder antidemokratischen Tendenzen entgegenzuwirken. Ein Problem dabei ist, dass virale politische Debatten auf Social Media häufig globale Themen wie Feminismus, Rassismus oder Nachhaltigkeit behandeln, die, auch wenn sie in lokalen Kontexten von Bedeutung sind mit den ganz konkreten Lebensrealitäten der Menschen vor Ort nicht verknüpft sind. Das liegt u.a. in der Aufmerksamkeitsökonomie, von der Diskurse in (sozialen) Medien bestimmt sind: Debatten gehen am ehesten dann viral, wenn sie möglichst allgemein und entsprechend vage formuliert sind, und so eine hohe Anschlussfähigkeit garantieren. 

In einer medialisierten Diskussion, in der soziale Medien allmächtig erscheinen, verstärkt sich hier das Gefühl, dass es politisch nur noch um Frauen, LGBTQ und Rassismus geht, während vor Ort der lokale Supermarkt schließt oder die Schule dringend renoviert werden müsste. Lokale politische Akteur*innen wie Ortsverbände von Parteien, zivilgesellschaftliche Initiativen oder Einzelpersonen haben hier mit ihrer Fachkompetenz und ihrer Anwesenheit vor Ort die Chance, eine Lücke zu füllen: Sie können lokale Debatten auch im digitalen Raum sichtbar machen, sie können auch viel stärker hybrid aktiv sein, gerade weil die Wege kurz sind. Allerdings fehlt es oft an Ressourcen und Wissen, wie soziale Medien in lokalen Kontexten strategisch genutzt werden können.

Der dreistündige Workshop gibt einen Überblick über Chancen und Risiken von Social Media für lokale Akteur*innen der Zivilgesellschaft, um dann in die Praxis zu gehen und konkrete Konzepte und ihre Umsetzung zu erarbeiten. Um Anmeldung an rieke.trimcev@politik.uni-halle.de wird gebeten, da es nur begrenzte Plätze gibt.“

Social Media für lokale zivilgesellschaftliche Akteur*innen: Chancen und Risiken, Planung und konkrete Umsetzung

Workshop im Rahmen der Projektwoche „In Verteidigung der Demokratie“ des Instituts für Politikwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Workshopleitung: Hanna Klimpe, HAW Hamburg

Organisation: Rieke Trimcev, MLU Halle-Wittenberg 

Zeit: Mittwoch, den 5. November 2025, 13 bis 16 Uhr

Ort: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Melanchthonianum, Hörsaal D

6. Okt. 2025

Neuerscheinung: „107 Days“

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Vor wenigen Tagen ist das Buch „107 Days“ der früheren US-Vizepräsidentin Kamala Harris erschienen. Der Titel des Werkes nimmt Bezug auf die Zeitspanne, die ihr nach dem Rückzug Joe Bidens von der Kandidatur der Demokratischen Partei am 21. Juli 2024 bis zum Termin der Präsidentschaftswahl am 5. November 2024 blieb – am Ende, das ist die Hauptaussage des Buches, war die Zeit zu kurz, um eine erfolgversprechende Kampagne ins Werk zu setzen. Was das Buch jedoch höchst interessant macht, sind die Schilderungen des Wahlkampfes hinter den Kulissen: wieviel Zeit in dessen Organisation fließt, etwa in die Vorbereitung einer TV-Debatte, wie man auf Angriffe des Gegners reagiert, wie man die eigene inhaltliche Message trotz Kaltstarts in den Wahlkampf zu schärfen versucht und wo innerhalb des Teams zentrale Strategien diskutiert und entschieden werden. Lesenswert ist das Buch nicht zuletzt deshalb, weil Harris an vielen Stellen auf vorherige Erfahrungen, etwa aus ihrer Zeit als Vizepräsidentin oder als kalifornische Justizministerin, zurückblickt.

Am Ende unterlag Kamala Harris am 5. November 2024 ihrem Republikanischen Gegenkandidaten Donald Trump – „107 Days“ bietet zahlreiche Gründe für diese Niederlage und bleibt nicht zuletzt deshalb auch heute noch von großem Interesse für politische wie für politikwissenschaftliche Beobachter.

5. Okt. 2025

Ausschreibung einer SHK-Stelle

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Am Lehrbereich Regierungslehre und Policyforschung am Institut für Politikwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) wird ab dem 1. Dezember 2025 für vorerst ein Jahr eine studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft gesucht.

Gesucht werden Studierende, die
• an der MLU im Sommersemester 2025 im Fach Politikwissenschaft eingeschrieben sind (Bachelor, Master, Lehramt),
• möglichst mehrere Basismodule und das Modul „Einführung in die Politikwissenschaft“ erfolgreich abgeschlossen haben (Bachelor) bzw. die MA-Module des ersten Semesters erfolgreich beendet haben (Master/Lehramt),
• Interesse haben, am Aufbau eines politikwissenschaftlichen Social-Media-Accounts mitzuwirken und mit den gängigen Plattformen (v.a. Instagram) vertraut sind,
• Lust haben, an der Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen mitzuwirken,
• Freude an selbständigen Rechercheaufgaben haben,
• mit den gängigen Text- und Datenverarbeitungsprogrammen (v.a. Word, Excel, PowerPoint) bestens vertraut sind,
• bereit sind, sich in ein Content Management System einzuarbeiten und
• bereit sind, mit Freude und Enthusiasmus an der Arbeit des Lehrbereichs mitzuwirken.

Geboten wird:
• ein Vertrag ab Dezember 2025 über vorerst ein Jahr als studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft über fünf Std./Woche (ohne BA-Abschluss 13,98 €/Stunde; mit BA-Abschluss 14,59 €/Stunde),
• eine spannende und abwechslungsreiche Tätigkeit,
• die Möglichkeit, erste Erfahrungen in der politikwissenschaftlichen Bearbeitung aktueller Fragen zu sammeln,
• und die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit den anderen Hilfskräften und Mitarbeitern.

Bitte senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung (tabellarischer Lebenslauf und Notenübersicht) bis zum 24. Oktober 2025 per Mail an Herrn Prof. Dr. Marcel Lewandowsky (marcel.lewandowsky@politik.uni-halle.de). Bitte bewerben Sie sich ausschließlich per Email und hängen Sie Ihre Bewerbung der Email als eine einzige pdf-Datei an.

24. Sep. 2025

Informationsveranstaltung für Studierende im ersten Semester

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Am 10. Oktober 2025 findet von 12 bis 14 Uhr in Hörsaal IV die zentrale Informationsveranstaltung für alle Studierenden im ersten Semester der Politikwissenschaft statt. Nähere Details zur Veranstaltung finden sich hier.

15. Sep. 2025

Neuerscheinung: „Rote Linien“

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Heute erscheint mit „Rote Linien“ das neue Buch von Susanne Baer, der früheren Richterin am Bundesverfassungsgericht. Darin blickt sie hinter die Kulissen des Gerichts, erläutert die Arbeitsweise und die Entscheidungsfindung innerhalb des Gerichts und thematisiert auch die Rolle der Verfassungsgerichtsbarkeit im Kontext des bundesdeutschen politischen Systems. Konkrete Kontroversen wie Urteile zum Klimaschutz, zur Migration, zur Coronapandemie oder zum Sozialstaat werden ebenfalls berücksichtigt. Gerade durch die Schilderungen eigener persönlicher Erfahrungen stellt das Werk eine hilfreiche Ergänzung zu den zahlreichen rechts- und politikwissenschaftlichen Fachpublikationen zum Gericht dar. In einer ganzen Reihe von Lehrveranstaltungen wird das BVerfG auch bei uns am Institut thematisiert – in Zukunft sicherlich auch auf der Basis der „Roten Linien“ von Susanne Baer.

8. Sep. 2025

Zum Thema politischer Rücktritte

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Rücktritte von politischen Ämtern zählen in der Regel nicht zu den absolut zentralen Untersuchungsgegenständen der Politikwissenschaft. Dort geht es viel eher um die Frage, wie man in ein politisches Amt gelangt und was man in diesem Amt unternimmt. In der einen oder anderen Lehrveranstaltung der vergangenen Semester stand das Thema der politischen Rücktritte gleichwohl auf der inhaltlichen Agenda. Ein neues Buch von Manuel Becker, Volker Kronenberg und Christopher Prinz (Hrsg.) zum Thema beleuchtet diesen Untersuchungsgegenstand ausführlich, vergleichend und anhand einer Reihe von Fallbeispielen.

Nach einigen Grundlagenkapiteln (zu Rücktritten in rechtlicher Sicht, als Gegenstand politischer Kommunikation, als Teil eines Krisenmanagements, etc.) geht es um „Rücktrittskulturen im Vergleich“, etwa mit Blick auf die „alte“ Bundesrepublik, die DDR, Großbritannien, Frankreich und die Vereinigten Staaten, aber auch in Nordrhein-Westfalen. Die Fallbeispiele schließlich thematisieren die Rücktritte von Rudolf Seiters, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Oskar Lafontaine und Franziska Giffey, bevor ein vergleichender Blick auf die Ministerentlassungen von Rudolf Scharping und Norbert Röttgen gerichtet wird.

Das gesamte Werk ist über SpringerLink hier zu finden. Einer ausführlicheren Beschäftigung mit diesem Thema in zukünftigen Lehrveranstaltungen dürfte damit nichts mehr im Wege stehen.

1. Sep. 2025

Praktika bei der SWP Berlin

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Die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin bietet ab dem 1. Januar 2026 Praktika für fortgeschrittene Studierende an. Dabei besteht die Möglichkeit, ein Praktikum in einer der inhaltlich orientierten Forschungsgruppen zu absolvieren. Details zur Tätigkeit sowie zur Bewerbung sind hier zu finden. Die SWP ist ein wissenschaftliches Forschungsinstitut, das sich auf außenpolitische bzw. internationale Aspekte konzentriert und Bundestag und Bundeskanzleramt in diesen Fragen berät. Die Homepage des Instituts ist hier zu finden.

25. Aug. 2025

Neuerscheinung: „Polarisierung“

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„Polarisierung“ ist in der öffentlichen Debatte wie auch in der politikwissenschaftlichen so etwas wie das Wort der Stunde. Vor wenigen Tagen hat der Nils Kumkar bei Suhrkamp einen schmalen Band zum thema vorgelegt, der die wichtigsten Aspekte rund um die Polarisierung aufgreift. Mit Blick auf die Debatte über „Polarisierung“ läßt sich der Widerspruch konstatieren, dass immer mehr Menschen eine „Spaltung der Gesellschaft“ fürchten, doch zugleich zeigen Umfragen, dass die Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger gar nicht so sehr wie oft befürchtet auseinanderdriften. Spaltung, so Kumkar, lässt sich letztlich nicht überwinden. Die Frage wäre, wie man produktiver spalten kann. Wie der Verlag schreibt, „bietet [Kumkar] nicht nur eine Klarstellung in der Diskussion über Polarisierung, sondern auch eine neue Erklärung für den Erfolg des Rechtspopulismus“.

Nähere Informationen zum Buch einschließlich einer Leseprobe finden sich hier auf der Seite des Verlages. In einem Interview mit dem SPIEGEL fasst Kumkar seine wichtigsten Ergebnisse zusammen. Rezensionen des Werkes finden sich zum Beispiel in der Süddeutschen Zeitung oder beim SWR.

5. Aug. 2025

Foto des Tages (5. August 2025)

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Für die Reihe „Parlamente der Welt“ hat uns heute eine Einsendung aus Straßburg erreicht. Dort finden die jährlich zwölf jeweils viertägigen Plenarsitzungen des Europäischen Parlamentes statt (die übrigen Sitzungen, etwa die der Fraktionen und Ausschüsse, finden dagegen in Brüssel statt). Das Gebäude ist auch für Besucher geöffnet. Man kann den Plenarsaal besichtigen und auch das „Parlamentarium Simone Veil“ besuchen, wo die Funktionsweise der EU und die Rolle des Parlaments interaktiv erklärt werden. Auf dem Bild zu sehen ist vor allem die 13.000 Quadratmeter große Glasfassade in Richtung des Flusses Ill, welcher ein Stück weiter in den Rhein mündet.


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