Im Rahmen einer kürzlich erfolgten Städtereise bestand die Gelegenheit, mittels einer Führung das Parlament der Republik Österreich zu besuchen (Fragen von politischer Architektur, speziell von Parlamentsarchitektur, stehen immer wieder im Zentrum diverser Lehrveranstaltungen am Institut für Politikwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg – etwa auch im kommenden Sommersemester 2026).
In den Jahren 2017-23 wurde das Gebäude, ursprünglich von 1874 bis 1883 in Anlehnung an die antike griechische Architektur im Stile der Neorenaissance unter Kaiser Franz Joseph I. erbaut, umfassend grundsaniert und präsentiert sich heute als gelungene Mischung aus Alt und Neu. Neben dem historischen Sitzungssaal einschließlich der kaiserlichen Loge und Plätzen für ursprünglich 512 Abgeordnete von der Bukowina bis nach Dalmatien umfasst das Bauwerk Sitzungssäle für den Nationalrat wie für den Bundesrat, die heute gemeinsam das „Parlament Österreich“ bilden.
Im Erdgeschoß erwartet die Besucherinnen und Besucher eine umfassende Ausstellung zur Geschichte des Parlamentarismus in Österreich, das „Demokratikum“ mit interaktiven Tools zur politischen Partizipation sowie ein umfangreicher Parlamentsshop.
Nähere Informationen zu Parlamentsarbeit und Architektur des Bauwerks sind hier zu finden. Nachfolgend sind einige Impressionen des Gebäudes zu sehen.
Das Feld der Politikberatung hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert und ausdifferenziert. In einem neuen Buch zum Thema zeigt Ulrich Schlie die wichtigsten Hintergründe im Verhältnis von Wissenschaft und Politik auf und stellt vielfältige Tätigkeitsschwerpunkte vor. Durch diesen Fokus auf die praktische Komponente des Themas eignet sich das Buch insbesondere für Studierende der Politikwissenschaft sowie einer Reihe von Nachbardisziplinen. Über unsere Unibibliothek ist das Buch frei abrufbar, Hintergründe zum Buch (einschließlich einer Leseprobe) finden sich hier.
Am 28. Januar 2026 war eine Gruppe von Studierenden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Forum Bachelor“ zu Gast im Stadthaus am Halleschen Marktplatz. Zunächst stand ein Gespräch mit dem Studenten der Politikwissenschaft und Mitglied des Stadtrates Tim Kehrwieder auf dem Programm. Dabei ging es um die Besonderheiten von Politik auf kommunaler Ebene, die aktuellen Herausforderungen der Stadt Halle angesichts der derzeitigen vorläufigen Haushaltsführung sowie um die Gestaltungspotenziale in der Stadt. Darüber hinaus ging es um die Frage, was Herr Kehrwieder aus seinem politikwissenschaftlichen Studium für seine Arbeit im Stadtrat nutzen konnte und welche beruflichen Möglichkeiten für Absolventen der Politikwissenschaft sich auf der kommunalen Ebene finden lassen. Im Anschluss bestand die Gelegenheit, der monatlichen Sitzung des Stadtrates beizuwohnen und direkt konkretes politisches Handeln auf der kommunalen Ebene kennenzulernen. Schnell wurde klar, dass Kommunalpolitik als Untersuchungsgegenstand viel stärker auch im universitären Wissenschaftsbetrieb Platz finden müsste.
Herzlichen Dank für diese spannende Veranstaltung!
Nachfolgend finden sich einige fotografische Impressionen unseres Besuchs im Stadthaus.
Vor wenigen Tagen ist Ausgabe 4/2025 der Zeitschrift für Parlamentsfragen (ZParl) erschienen. Darin finden sich Beiträge über Einstellungen zu Wahlsystemen und spezifischen Reformoptionen der deutschen Bevölkerung, die repräsentative Wahlstatistik zur Bundestagswahl 2025, eine Analyse der Online-Wahlhilfen zur Wahl 2025 sowie zur Kongruenz bzw. Differenz zwischen Wählerschaft und Parteien in besagter Bundestagswahl.
In einem inhaltlichen Schwerpunkt steht die Rolle der Fraktionen im innerparlamentarischen Prozess im Fokus. So beleuchtet ein Artikel deren Rolle in der verfassungsrechtlichen Judikatur. Ein anderer Beitrag thematisiert deren Entwicklung seit 1949. Ein dritter Artikel erläutert die Rolle der Fraktionen im Gesetzgebungsverfahren als „Motor der parlamentarische(n) Demokratie“. Ein vierter Artikel schließlich verortet die Fraktionen innerhalb der „parlamentarischen Vernetzungsstrukturen“ und diskutiert entsprechend einschlägige Probleme und Herausforderungen. Und ein letzter Beitrag behandelt „Grund und Grenzen“ eines Fraktionsbonus im Parteienwettbewerb.
Eine ganze Reihe von Rezensionen aktueller Bücher zu Parlamentarismus, Parteien und Wahlen rundet die Ausgabe ab. Über unsere Universitätsbibliothek ist die Ausgabe kostenfrei zu lesen.
Kürzlich war Anastasia Pyschny zu Gast in unserer Veranstaltungsreihe Forum Bachelor. Sie ist als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Parlamentarismusforschung tätig, das im Jahre 2016 in Halle gegründet wurde und seit 2018 in Berlin ansässig ist. Daneben ist Frau Pyschny für das Rezensionswesen der Zeitschrift für Paralamentsfragen zuständig und hat soeben ihre Dissertation rund um die Kandidatenaufstellung zum Deutschen Bundestag abgegeben. Im Gespräch berichtete sie von ihrem Werdegang vom Studium der Politikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bis in die Forschung, beleuchtete einige Forschungsprojekte am IParl und skizzierte die Arbeitsweise im Wissenschaftsbetrieb.
Herzlichen Dank für den (virtuellen) Besuch bei uns am Institut!
Kürzlich ist eine Umfrage gestartet, die Studierende des Instituts für Politikwissenschaft unter der Anleitung von Dr. Kerstin Völkl und Stephanie Pravemann erarbeitet haben. Dabei geht es um Einschätzungen der Probleme und Herausforderungen in der Stadt Halle, aber auch um das eigene Verhältnis zur Stadt. Nähere Informationen sowie die Umfrage selbst sind hier zu finden. Die Teilnahme ist ausdrücklich erwünscht!
Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Forum Bachelor“ hatten wir Mitte Januar 2026 Dr. Eike-Christian Hornig von der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt in Magdeburg zu Gast. Herr Hornig leitet seit gut zwei Jahren das Referat Grundsatzfragen und Regierungsplanung und gab in seinem Vortrag spannende und teilweise amüsante Einblicke in den Maschinenraum der Politik. Er erläuterte Aufbau und Funktionsweise der Staatskanzlei, beschrieb das Zusammenwirken der Regierungszentrale mit anderen Akteuren wie den Ministerien und dem Landtag und diskutierte mit mehreren Dutzend Studierenden vom Institut für Politikwissenschaft aktuelle politische und gesellschaftliche Herausforderungen Sachsen-Anhalts.
Herzlichen Dank für den Besuch an der MLU und die interessanten Perspektiven auf Sachsen-Anhalter Landespolitik!
In einer dreiteiligen Serie blickt der Journalist Tim Evers auf das erste Jahr von Trump II zurück – und fragt nach den Konsequenzen für die USA, Deutschland und die Welt.
Folge eins (sowie Teil zwei und drei) ist in der ARD-Mediathek unter diesem Link abrufbar.
Was macht man eigentlich mit einem Abschluss in Politikwissenschaft? Auf diese Frage gibt es viele Antworten. Einige Antworten auf diese Frage wird Dr. Eike-Christian Hornig, Referatsleiter Regierungsplanung in der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt, am 14. Januar 2026 um 10:15 Uhr im MEL Hörsaal A geben.
Wie sieht der Arbeitsalltag in der Staatskanzlei aus?
Wie bekommt man in der Staatskanzlei und in Ministerien als Politikwissenschaftler*in einen Job?
Wie gestaltet sich die Regierungsarbeit kurz vor der Wahl in Sachsen-Anhalt?
Kommen Sie und finden Sie heraus, ob ein Job in einem Ministerium oder der Staatskanzlei etwas für Sie sein könnte – unabhängig von allen aktuellen Einblicken in die Arbeit einer Landesregierung, die sich aus diesem Gespräch ebenfalls ergeben.
Als höchst aktuell erweist sich mit Blick auf das aktuelle Zeitgeschehen eine Neuerscheinung des Rechtswissenschaftlers Christoph Safferling, auf das die Süddeutsche Zeitung heute hinweist. In „“Ohnmacht des Völkerrechts“ thematisiert der Autor die „Rückkehr des Kriegs und der Menschheitsverbrechen“ (so der Untertitel.
Die Rezension in der SZ findet sich hier. Details zum Buch (einschließlich einer Leseprobe) sind auf der entsprechenden Seite des Verlags abrufbar.