Das Buch „Coronakratie“ von Martin Florack, Karl-Rudolf Korte und Julia Schwanholz ist auf diesen Seiten bereits vor geraumer Zeit empfohlen worden. Heute abend um 23:15 Uhr tritt der Mitherausgeber Karl-Rudolf Korte von der NRW School of Governance im ZDF in der Talkshow von Markus Lanz auf, um über demokratisches Regieren in Pandemie-Zeiten zu berichten. Einschalten lohnt!
Jetzt steht es fest: Annalena Baerbock wird Bündnis90/GRÜNE als Kanzlerkandidatin in den bevorstehenden Bundestagswahlkampf führen. Online wie offline wird dazu heute sowie in den kommenden Tagen viel berichtet und kommentiert werden. An dieser Stelle sei lediglich auf einen Blick von außen verwiesen. In der New York Times findet sich ein lesenswerter Artikel von Steven Erlanger darüber, welche Rolle die Grrünen in einem „Post-Merkel Germany“ spielen könn(t)en. Der Artikel ist hier abrufbar. Zu einem interessanten Aufeinandertreffen kommt es im Übrigen im Wahlkampf im Wahlkreis Potsdam, in dem Baerbock auf den Kanzlerkandidaten der SPD, Olaf Scholz, sowie auf die frühere FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg trifft (mehr hier).
Im Jahre 2008 veröffentlichte der britische Politikwissenschaftler Colin Crouch die deutschsprachige Ausgabe seines Buches „Postdemokratie“ (ursprünglich 2004) und prägte mit dem Titel dieses Werkes einen Begriff, der sich in den Folgejahren zu einem geflügelten Wort entwickeln sollte. Unter einer „Postdemokratie“ verstand Crouch „ein Gemeinwesen, in dem zwar nach wie vor Wahlen abgehalten werden […], in dem allerdings konkurrierende Teams professioneller PR-Experten die öffentliche Debatte während der Wahlkämpfe so stark kontrollieren, daß sie zu einem reinen Spektakel verkommt, bei dem man nur über eine Reihe von Problemen diskutiert, die die Experten zuvor ausgewählt haben“. Ein knappes Jahrzehnt später hat Crouch seine Thesen einer Überprüfung unterzogen. Das Ergebnis dieses Prozesses heißt „Postdemokratie revisited“ und erscheint am 19. April 2021 im Suhrkamp Verlag. Nähere Informationen sowie eine Leseprobe aus dem Band finden sich hier.
Im Auftrag des Landtags von Sachsen-Anhalt startet das Zentrum für Sozialforschung Halle (ZSH) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ein Forschungsprojekt zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der ersten beiden Landtage von Sachsen-Anhalt (1946–1952) und der Lebenswege seiner Mitglieder. Dabei wird zunächst in den nächsten drei Jahren der Prozess der autoritären Rückbildung des Länderparlamentarismus in der frühen DDR nachgezeichnet und analysiert. Die entsprechende Pressemitteilung des Landtages findet sich hier.
Der „Hamburger Wahlbeobachter“ Martin Fuchs beschäftigt sich seit langem mit neuen und digitalen Formaten in der Politik und speziell in Wahlen und im Wahlkampf. Mit der Süddeutschen Zeitung hat er kürzlich über die Rolle und Bedeutung des Kanals Instagram für den bevorstehenden Bundestagswahlkampf gesprochen. Das Gespräch ist hier nachzulesen.
Seit Beginn der Corona-Pandemie stehen die Schülerinnen und Schüler in Deutschland im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit wie auch der politischen Debatten um die richtige Vorgehensweise in dieser Pandemie. Wie wirkt sich aber die Pandemie auf die Lehramtsausbildung aus? Im Blog des Wissenschaftsjournalisten Jan-Martin Wiarda berichtet der Lehramtsanwärter Christopher Kohl von seinen Erfahrungen. Der Bericht kann hier nachgelesen werden.
Vor einigen Monaten haben wir auf diesen Seiten auf das Buch von Peter Dausend und Horand Knaup hingewiesen. Unter dem Titel „Alleiner kannst Du gar nicht sein“ beleuchten die beiden Autoren die Arbeit der Bundestagsabgeordneten in all ihren Facetten. Nun gibt es das Buch bei der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) in einer preisgünstigen Ausgabe (und zwar für 4,50 Euro). Details zum Buch sowie die Bestellmöglichkeit finden sich hier.
Eine Landtagswahl bedeutet immer auch personelle Wechsel. Wenn am 6. Juni 2021 der achte Landtag von Sachsen-Anhalt gewählt wird, ist der Kreis der Personen, die in diesen Landtag einziehen werden, naturgemäß begrenzt. Für viele Kandidierende wird der Wahlabend also mit einer Enttäuschung enden. Es gibt aber auch Abgeordnete, die dem Landtag in seiner aktuellen Wahlperiode angehören und wissen, dass sie im nächsten Parlament nicht vertreten sein werden. Die Magdeburger Volksstimme hat jüngst einige von ihnen porträtiert – und zwar hier.
Mit der Nominierung ihrer Kanzlerkandidaten (bzw. -kandidatin) bei Union und Bündnis90/GRÜNE in den kommenden Wochen startet der Bundestagswahlkampf 2021. Was aber macht den Reiz von Wahlkämpfen aus? Was entscheidet am Ende über Sieg oder Niederlage? Und welche Strategien und Instrumente bringen im Wahlkampf etwas – und welche nicht? Antworten auf diese und viele weitere Fragen hat Isolde Ruhdorfer für die Webseite Krautreporter zusammengetragen – und präsentiert dabei zugleich Highlights aus zurückliegenden Bundestagswahlkämpfen. Nachzulesen sind die gesammelten Eindrücke Ruhdorfers hier.
Soeben ist das April-Heft der geistes- und sozialwissenschaftlichen Zeitschrift MERKUR erschienen, das ganz im Zeichen der „Gefährdungen der Demokratie“ steht. So erklärt der Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller, warum der demokratische Wettstreit ohne gute Verlierer schlecht funktioniert (dieser Artikel ist gemeinsam mit einem Beitrag von Paola Lopez über künstliche Intelligenz im Gegensatz zu den übrigen Beiträgen online frei abrufbar). Herfried Münkler schreibt über die Herausforderungen der liberalen Demokratie durch „Populismus, Demokratismus und Cäsarismus“. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist mit einem Essay vertreten, der die Belastungen der Demokratie durch die Corona-Pandemie in den Mittelpunkt rückt. Die Pandemie spielt ebenfalls in den Überlegungen des Staatsrechtlers Florian Meinel zum Verhältnis von „Parlament und Regierung im notstandsverwalteten Deutschland“ eine Rolle. Damit dürfte das aktuelle Heft, gerade angesichts der aktuellen Herausforderung durch die Corona-Pandemie, für alle an Demokratie Interessierten relevant und aufschlussreich sein. Die gesamte Inhaltsübersicht der Zeitschrift findet sich hier.