Ohne Worte.
Das Blog Archiv vom Dezember 2011
Gestern ist der britische Autor, Kolumnist und Publizist Christopher Hitchens gestorben. Er wurde nur 62 Jahre alt. In seinen Werken nahm er es mit Henry Kissinger und Mutter Teresa auf, war bekennender Atheist und unbedingter Unterstützer des Irakkrieges, er war stets streitbar und doch voller Empathie für die Dinge und Personen, mit denen er sich auseinandersetzte. Lesenswert waren seine Bücher und Kolumnen, etwa für Vanity Fair und das Atlantic Monthly, allemal, auch oder gerade wenn man mit ihm nicht einer Meinung war. Er probierte das Waterboarding am eigenen Körper aus und versuchte sich im New York des Michael Bloomberg am erklärten Tabubruch im öffentlichen Raum. Auch als er schwer erkrankte, hinderte ihn das nicht daran, mit knapp 450 Seiten eine umfangreiche Autobiografie vorzulegen. Unabhängig davon, ob man mit Hitchens’ Meinung einverstanden war oder nicht – langweilig war er nie.
Eine Rezension eines seiner zentralen Werke ist hier zu finden. Den Nachruf der New York Times lesen Sie hier. Ausgewählte Artikel aus der Vanity Fair gibt es hier nachzulesen.
Heute abend zeigt das Unikino der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg den sehenswerten politischen Dokumentarfilm “Joschka und Herr Fischer” des preisgekrönten Regisseurs Pepe Danquart (u.a. “Höllentour”). Beginn ist um 20:00h im Audimax-Gebäude. Details zum Film finden Sie hier, Rezensionen hier und hier.
Bis zum ersten Caucus am 3. Januar 2012 in Iowa sind es nur noch gut drei Wochen, und rechtzeitig vor diesem Termin bietet die New York Times ihre Wahlkampfberichterstattung auch als App an. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen.
Auch für das nächste Jahr vergibt das Institut für Politikwissenschaft und Japanologie an der MLU wieder Studienplätze an anderen europäischen Universitäten, so etwa zwei Ganzjahresplätze bzw. vier Halbjahresplätze an der Université de Paris X Nanterre (Frankreich), einen Ganzjahresplatz an der Università degli Studi di Parma (Italien), drei Halbjahresplätze an der Tischner European University Krakow (Polen), zwei Halbjahresplätze an der Vytautas-Magnus-Universität Kaunas (Litauen) sowie zwei Halbjahresplätze an der University of Tartu (Estland).
Allgemeine Voraussetzungen für die Bewerbung sind ein erfolgreicher Abschluss aller Basismodule, gute Studienleistungen und Kenntnisse der jeweiligen Landessprache (Krakow und Kaunas: Englisch). Bewerbungsschluss ist der 9. Januar 2012 (Email und ein zusammengefasstes PDF-Dokument an christoph.michael@politik.uni-halle.de oder per Post an das Institut). Zu den erforderlichen Bewerbungsunterlagen zählen ein formloses Anschreiben, Lebenslauf, Zwischenprüfungs-/Vordiplomzeugnis (BA: Transcript of Records) und ein Motivationsschreiben von ca. einer Seite.
Gestern abend hat der Deutsche Bundestag nahezu einstimmig beschlossen, nicht mit Netzsperren gegen Kinderpornografie im Internet vorzugehen. Einer der Redner in der Debatte war der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil, den wir im Rahmen des Seminars “Parteien und Wahlkampf” (Aufbaumodul Regierungslehre) bei einer Exkursion im Juli dieses Jahres in Berlin besucht haben. In seinem Debattenbeitrag berührt er auch ganz aktuelle und grundlegende Aspekte der gegenwärtigen netzpolitischen Debatte in der deutschen Politik. Sehen Sie seine Rede hier im Videomitschnitt.
Am 15. Dezember 2011 findet an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ein Vortrag von Dr. Alexander Brand zum Thema “Foreign Aid on the Brink of Collapse – Finanz-, Wirtschafts- und Politikkrise in den Vereinigten Staaten und die Zukunft amerikanischer Entwicklungspolitik” statt. Organisiert wird der Vortrag von PowiMento, dem Mentorenprogramm am Institut für Politikwissenschaft der MLU. Beginn ist um 18 Uhr in Hörsaal XV im Melanchthonianum am Universitätsplatz. Dr. Brand von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz arbeitet derzeit an einem Habilitationsprojekt zur vergleichenden Analyse von Entwicklungspolitiken ausgewählter OECD-Staaten. Herzliche Einladung!
Am Donnerstag, den 15. Dezember 2011, findet von 18 bis 20 Uhr im Englischen Saal der Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale) ein Vortrag zum Thema “Service Learning . Lernen durch Engagement. Ein Konzept aus den USA findet den Weg nach Mitteldeutschland”. Grußworte sprechen u.a. der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Sachsen-Anhalt, Marco Tullner (übrigens selbst einst Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Martin-Luther-Universität) und Anna Emelyanova, Koordinatorin für internationale Austauschprogramme der MLU. Den erwähnten Ansatz zum Service Learning stellen dann Prof. Dr. Bettina Hohn von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin sowie Christiane Roth und Jenny Weber vom Projekt “International.Engagiert.Studiert” der MLU bzw. von der Freiwilligenagentur Halle vor. Service Learining (Lernen durch Engagement) als innovatives Lehr- und Lernkonzept verknüpft gesellschaftliches Engagement (service) mit universitärer Lehre und Forschung (learning).
Nach der Verfanstaltung ist ab 20:00h ein “Come Together” geplant. Eine Anmeldung ist möglich unter service-learning@freiwilligen-agentur.de.
Seit Monaten gilt er als der Favorit im amerikanischen Präsidentschaftsvorwahlkampf der Republikaner: Mitt Romney, ehemaliger Gouverneur im Demokratisch orientierten Massachusetts und Chef der Olympischen Spiele von Salt Lake City. Doch irgendwie gelingt es ihm nicht, seine Gegenkandidaten abzuschütteln. Musste er sich erst gegen den texanischen Gouverneur Rick Perry behaupten, setzte ihm dann der Pizzakettenchef Hermann Cain zu. Momentan macht ihm der frühere Speaker des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, Probleme. Im wichtigen Staat Florida käme Gingrich in den Vorwahlen momentan auf 50, Romney nur auf 19 Prozent (bei Gingrich ein Plus von 39 Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonatswert). Das Time Magazine nimmt Romneys Probleme in dieser Woche zum Anlass, ihn mit der Schlagzeile “Why don’t they like me” auf das Cover zu heben. Die dazugehörige Titelgeschichte von Joe Klein ist hier zu finen. Bei Wolf Blitzer im CNN Situation Room hat er gestern abend über die Geschichte gesprochen. Das Video dazu gibt es hier. Und die New York Times weiß zu berichten, dass selbst die Parteiführer der Republikaner nicht unisono hinter der Kandidatur Romneys stehen. Die entsprechende Geschichte steht hier.