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13. Apr 2012

Veranstaltung der Böll-Stiftung zur Frage eines NPD-Verbots

Verfasst von

Das Landesbüro Sachsen-Anhalt lädt für nächste Woche zu einer Diskussion zur Frage eines NPD-Verbots ein. Nachfolgend finden Sie den Ausschreibungstext der Stiftung:
„Seit bekannt geworden ist, dass es eine mordende rechtsterroristische Terrorzelle mit engen personellen Verbindungen zu mindestens einem hohen NPD-Funktionär in Thüringen gegeben hat, ist die Diskussion über ein NPD-Verbot wieder neu entbrannt. Ein Parteienverbot gilt dabei als die schärfste Waffe der streitbaren Demokratie und ist dementsprechend mit hohen juristischen Hürden verbunden. Diese konnten beim letzten Anlauf eines NPD-Parteienverbots im Jahr 2003 aufgrund der Verquickung von Verfassungsschutzinformanten und rechtsextremer Führungsebene nicht erfüllt werden, weshalb das Verbotsverfahren eingestellt – und damit als gescheitert eingestuft wurde.
Deshalb sind die folgenden Fragen wieder hochaktuell: Welchen Umgang brauchen wir in einer Demokratie mit rechtsextremen Parteien? Sollte die NPD überhaupt verboten werden? Welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein und wie aussichtsreich wäre ein Verbot? Gibt es wirkungsvolle Alternativen?
Es debattieren:
Hans-Christian Ströbele MdB, Bündnis 90/Die Grünen
Prof. Dr. Winfried Kluth, Richter am Landesverfassungsgericht Sachsen-Anhalt
Prof. em. Dr. Hajo Funke, Otto-Suhr Institut, FU Berlin
Prof. em. Dr. Wolfgang Benz, Zentrum für Antisemitismusforschung, FU Berlin
Moderation: Heike Kleffner, Journalistin und Mitglied im Beirat der Mobilen Opferberatung
Veranstaltungsort und -zeit: Dienstag, 17. April 2012, 19.00 Uhr; Thalia Theater (Kardinal-Albrecht-Straße 6), Halle (Saale)“

Über Michael Kolkmann

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