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9. Sep 2019

Neuerscheinung: „Der Treuhand-Komplex“ von Norbert F. Pötzl

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Der frühere SPIEGEL-Autor Norbert F. Pötzl stellt in einem neuen Buch die Arbeit der Treuhandanstalt auf den Prüfstand. Nicht nur weist das Thema aktuelle Relevanz auf, weil die Linke und die AfD darüber nachdenken, zu diesem Thema im Deutschen Bundestag einen Untersuchungsausschuss einzusetzen, vielmehr sind mittlerweile eine Reihe von Dokumenten zugänglich, die einen genaueren Blick auf diejenige Institution erlauben, die von 1990 bis 1994 damit befasst war, die volkseigenen Betriebe der DDR zu privatisieren bzw. zu verkaufen. Dabei sah und sieht sich die Treuhand Vorwürfen ausgesetzt, ostdeutsche Betriebe einfach plattgemacht zu haben sowie für Massenentlassungen und für die lange Zeit schlechte wirtschaftliche Situation der ostdeutschen Wirtschaft verantwortlich zu sein. Pötzl geht in seinem Buch unter anderem auch diesen Vorwürfen nach und skizziert ein ausgewogenes Bild der Arbeit dieser singulären Institution (zu der im Übrigen am Institut für Politikwissenschaft der MLU derzeit mehrere wisenschaftliche Arbeiten entstehen). Der Deutschlandfunk hat das Buch hier rezensiert. Auch in der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung findet sich eine Rezension (und zwar hier). Details zum Buch finden sich hier.

Norbert F. Pötzl: „Der Treuhand-Komplex: Legenden. Fakten. Emotionen“, Kursbuch-Edition, Hamburg 2019, ca. 200 Seiten, 22,00€, ISBN 9783961960651.

Über Michael Kolkmann

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