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8. Sep 2020

Neuerscheinung: „Demokratie. Eine deutsche Affäre“ von Hedwig Richter

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Vor wenigen Tagen ist eine äußerst spannende und lesenswerte Studie erschienen: in „Demokratie. Eine deutsche Affäre“ zeichnet die Historikerin Hedwig Richter, ihres Zeichens Professorin an der Bundeswehr-Universität in München, die Pfade der Demokratie in Deutschland nach. Auf der Seite des Literaturhauses München heißt es anläßlich einer Veranstaltung mit der Autorin über das Buch: es „zeigt, wie diese einst revolutionäre Idee allmählich Wurzeln schlug, durch den Zivilisationsbruch des Holocausts zeitweilig radikal verworfen und später beinahe selbstverständlich wieder zur Norm wurde. Ihr anschauliches und thesenstarkes Buch konzentriert sich auf Deutschland, weil gerade an der deutschen ‚Affäre mit der Demokratie‘ deutlich wird, wie international verflochten die Wege zu Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sind, und wie zerbrechlich das demokratische Gebäude sein kann.“

In der Einleitung des Buches schreibt die Autorin: „Diese Geschichte erzählt von den Mühen und Freuden der Demokratie als einer Affäre. Sie erzählt von einer Staatsaffäre, die auch zur Angelegenheit der Bürger und zunehmend auch der Bürgerinnen wird. Es ist außerdem die Geschichte einer gar nicht selbstverständlichen, überaus komplizierten Liebe, die sich langsam entwickelt, in der aus Gleichgültigkeit Leidenschaft entsteht, die zuweilen im Geheimen befördert wird und in der Öffentlichkeit zum Eklat gerät. Es ist eine Geschichte, die den ganzen Menschen mit Leib und Seele betrifft. Sie ist voller Gefühle, die Menschen bewegen und begeistern, die Herzen zerbrechen, die aber auch erkalten können.“

Details zum Buch (sowie eine Leseprobe) gibt es hier. Ein Gespräch mit der Autorin (auch über das Buch hinaus) ist bei ZEIT Online nachzulesen. Als eines von drei Sachbüchern ist das Werk für den Bayerischen Buchpreis 2020 nominiert. In Kürze sollte es in unserer Fachbereichsbibliothek verfügbar sein.

Über Michael Kolkmann

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