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Filmtipp: „Die Gew√§hlten“ jetzt auf DVD

DVD-Tipps, Innenpolitik, Politikwissenschaft

Im letzten Wintersemester stellte die Hallesche Filmemacherin Nancy Brandt ihren Film „Die Gew√§hlten“ √ľber Neulinge im Deutschen Bundestag bei uns an der Martin-Luther-Universit√§t vor – noch bevor der Film damals ins Kino kam. Inzwischen ist die DVD des mit dem Bayerischen Kulturpreis 2015 ausgezeichneten Films im Handel erh√§ltlich, und nach einem erneuten Anschauen des Films kann ich nur best√§tigen, dass es sich dabei um einen sehr interessanten, akkuraten und aufschlussreichen Film √ľber die t√§gliche Arbeit von Parlamentsabgeordneten handelt, der viele durchaus politikwissenschaftliche Fragestellungen aufgreift – etwa zum Selbstverst√§ndnis der Abgeordneten, zum Verh√§ltnis von Fraktion und Partei bis hin zur im Detail dargestellten Ungewissheit, ob man bei der n√§chsten Wahl wieder aufgestellt wird. In mehreren Lehrveranstaltungen des bevorstehenden Wintersemesters werden wir auf den Film zur√ľckkommen und ihn sicherlich im Rahmen dieser Veranstaltungen zur Auff√ľhrung bringen. Zur Einstimmung gibt es hier einen Trailer zu sehen, Details zum Film gibt es dar√ľber hinaus hier.

Nancy Brandt: „Die Gew√§hlten. Vier Jahre im Bundestag“, Produktionsjahr: 2015, 102 Minuten, ohne Altersbeschr√§nkung, 14,90 bzw. 16,90 Euro, erh√§ltlich bei Silvercine und Amazon.

Empfehlenswert: "Die Gewählten"

Empfehlenswert: „Die Gew√§hlten“

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DVD-Tipps

Im Juni 2009 nimmt die britische Schauspielerin und Oscar-Preistr√§gerin Tilda Swinton („Michael Clayton“, „Burn After Reading“) ihr Rad und f√§hrt in Berlin den fr√ľheren Mauerverlauf ab – knapp 160 Kilometer rund um das alte West-Berlin.

Nicht mehr viel erinnert an die Mauer: Swinton radelt an schmucken Einfamilienh√§usern, verlassenen Seen und mehr oder weniger bev√∂lkerten Kinderspielpl√§tzen vorbei. Und doch trifft sie immer wieder auf Spuren der Vergangenheit: ein stehen gelassenes Mauerst√ľck, ein Mahnmal f√ľr an der Mauer zu Tode gekommene Fl√ľchtlinge, Informationstafeln und ausrangierte Wacht√ľrme.

Nur gelegentlich musikalisch instrumentiert und sparsam kommentiert von Swinton selbst, entwickelt sich f√ľr den Zuschauer eine suggestive Wirkung auf der Suche nach Spuren aus der Vergangenheit. Inzwischen verl√§uft auf dem fr√ľheren Grenzstreifen der Berliner Mauer-Radweg. Nach der Wende hat man den alten Kolonnenweg der DDR-Grenztruppen asphaltiert und links und rechts des Weges die Natur sich selbst √ľberlassen. So ist eine malerische und abwechslungsreiche und doch historische Route entstanden.

Mit dieser Tour kn√ľpft Swinton √ľbrigens an ein fr√ľheres Projekt namens „Cycling the Wall“ an: bereits im Jahr 1988 fuhr sie die gleiche Runde, damals jedoch direkt an der Berliner Mauer entlang (auch dieser Film ist Bestandteil der DVD). Interessant ist der Film besonders dann, wenn man Bilder, Eindr√ľcke und Orte des einen Films im anderen Film wiedererkennt.

Nähere Informationen zum Filmprojekt sind auf der dazugehörigen Webseite  zu finden: http://www.invisible-frame.com/

Und Näheres zum Mauerradweg gibt es auf den Seiten des Berliner Senats: http://www.berlin.de/mauer/mauerweg/index/index.de.php

Tilda Swinton: „The Invisible Frame“/“Cycling the Frame“,

Regie: Cynthia Beatt, 60 Minuten, 2009, ca. 17 Euro (z. B. bei Amazon.de).

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