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6. Jun 2022

KAS-Studie: Wahlmotive bei der Bundestagswahl 2021

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„Wer wählt wen und warum? Das ist die Kernfrage der Wahlforschung. Bei der Bundestagswahl 2021 war eine große lagerübergreifende Wählerwanderung zu beobachten, wodurch dieser Frage eine noch größere Bedeutung zukommt als bei anderen Wahlen.“ Mit diesen Worten wird auf der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung auf eine neue Studie von Sabine Pokorny hingewiesen, welche die Motive der Wählerinnen und Wähler bei der Bundestagswahl 2021 thematisiert. Die Studie steht hier zum Download bereit.

16. Mai 2022

Erste Analyse(n) der Wahl in Nordrhein-Westfalen vom 15. Mai 2022

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Mit Blick auf die gestrige Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen weiß man gar nicht, wo man mit der politikwissenschaftlichen Analyse beginnen soll: mit Personalisierungstendenzen in Wahlen und Wahlkämpfen? Mit der Zukunft der Volksparteien? Oder mit der erneuten Erfahrung, dass der kleinere Koalitionspartner bei darauffolgenden Wahlen stets abgestraft zu werden scheint? Mit dem kontinuierlichen Aufstieg von Bündnis90/GRÜNEN? Oder mit der Verknüpfung von Landes- und Bundespolitik? Oder gar mit der Einschätzung, welche Faktoren bei der Koalitionsbildung entscheidend sein werden? Und wie erklärt man die niedrigste Wahlbeteiligung der Landesgeschichte, obwohl mit einem dynamischen Zweikampf an der Spitze und großer aktueller politischer Herausforderungen eigentlich alles für eine deutlich höhere Partizipation sprach?

So oder so – diese Wahl wird die Wahl- und Parteienforschung in Zukunft sicher noch vertieft beschäftigen. Eine erste Analyse der Wählerwanderungen der Wahl vom 15. Mai 2022 findet sich hier (diese Analyse müsste über die VPN-Verbindung der Uni Halle frei zugänglich sein). SPIEGEL Online präsentiert hier einige aufschlussreiche Karten zur Wahl. Auf Web.de findet sich eine Analyse einschließlich einiger O-Töne von Benjamin Höhne vom Institut für Parlamentarismusforschung in Berlin (ehem. Halle/Saale). Alle Zahlen, Daten und Fakten der Forschungsgruppe Wahlen zum gestrigen Wahlergebnis sind hier abzurufen. Die Wahlanalyse der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) steht hier zum Download bereit. Und ein erster Blick der Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) auf die Wahl ist hier nachzulesen (die ausführliche Wahlanalyse der HBS folgt in den kommenden Tagen – stay tuned!).

Update, 22. Mai 2022: inzwischen ist auch die ausführliche Wahlanalyse der Böll-Stiftung erschienen. Sie kann hier heruntergeladen werden.

4. Mai 2022

Lektüre: „Verrat am Rhein“

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Mal eine Fachlektüre der leichteren Art: der langjährige SPIEGEL-Journalist Hartmut Palmer hat soeben mit „Verrat am Rhein“ einen sehr lesenswerten Kriminalroman rund um das Misstrauensvotum gegen Willy Brandt veröffentlicht, der auf geschickte Art und Weise eine fiktive Erzählung innerhalb eines realen Kontextes verortet. Für viel Geld soll der Journalist Kurt Zink die Biografie des ehemaligen Stasi-Offiziers Alexander Bock schreiben. Dieser rühmt sich, Willy Brandt beim Misstrauensvotum 1972 vor dem Sturz bewahrt zu haben. Zink misstraut den bisherigen Erzählungen. Er findet heraus, was jahrzehntelang verschleiert wurde: Das Misstrauensvotum war Teil eines parteiinternen Machtkampfes, einer Intrige gegen Rainer Barzel. Der CDU-Vorsitzende sollte als Kanzler verhindert werden. Aber wer steckte dahinter? Palmer spannt seine Geschichte von den Kriegswirren 1944/45 in Berlin über die Ereignisse des Jahres 1972 bis in die Gegenwart. Und der Leser bzw. die Leserin wird mit der einen oder anderen Überraschung konfrontiert (mehr wird an dieser Stelle aber nicht verraten).

Kürzlich wurde das Buch in der Süddeutschen Zeitung besprochen. Nähere Informationen zum Werk sowie eine Leseprobe gibt es hier.

14. Apr 2022

Neue Lektüre: „Stadt, Land, Frust“ von Lukas Haffert

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Seit der Bundestagswahl 2021 ist ein knappes halbes Jahr vergangen – und inzwischen sind mehrere (politikwissenschaftliche) Publikationen veröffentlicht worden, die über das unmittelbare Wahlergebnis hinausgehen. Recht frisch erschienen ist zum Beispiel das Buch „Stadt, Land, Frust“ des Ökonomen und Politikwissenschaftlers Lukas Haffert (Universität Zürich), in dem ein oftmals unterbelichtetes Teilthema bundesdeutscher Wahlen in den Fokus genommen wird, nämlich das unterschiedliche Wahlverhalten zwischen Stadt und Land und die daraus folgenden Konsequenzen. Bei keiner Bundestagswahl war der Stadt-Land-Graben so tief wie bei der im September 2021. Zunehmend prägt dieser Konflikt also auch die politische Landschaft in Deutschland.

Auf dem Backcover des Buches heißt es: „Der Gegensatz zwischen Stadt und Land ist eine der wirkmächtigsten politischen Konfliktlinien unserer Zeit. Mittlerweile erschüttert er auch die föderale Konsensdemokratie der Bundesrepublik: Während die Kluft zwischen urbanen Zentren und der Peripherie zunimmt, versuchen die Parteien immer stärker, die lokalen Identitäten der Bürger politisch zu mobilisieren. Lukas Haffert vermisst mit seinem Buch die Geografie der neuen Polarisierung in Deutschland.“

Details zum Buch gibt es hier, Leseprobe inklusive. Und hier findet sich ein Feature von Deutschlandfunk Kultur zum Thema.

Lukas Haffert: „Stadt, Land, Frust. Eine politische Vermessung“, C. H. Beck Verlag, München 2022, 192 Seiten, 14,95 Euro.

28. Feb 2022

„Schwarze Erde“ von Jens Mühling: eine Reise durch die Ukraine

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Der Angriff Russlands auf die Ukraine beherrscht derzeit auf vielerlei Ebenen die aktuelle Medienberichterstattung. An dieser Stelle sei lediglich ein Buch empfohlen, das die Ukraine selbst in den Blick nimmt: „Schwarze Erde“ von Jens Mühling. Vor einigen Jahren ist der Berliner Autor und frühere Tagesspiegel-Redakteur Mühling quer durch die Ukraine gereist. Von den polnischen Grenzgebieten im äußersten Westen zu den Gebirgszügen der Karpaten, von der südlichen Schwarzmeerküste in die zentral-ukrainischen Steppengebiete sowie von den Ufern des Dnjepr zur östlichen Donbass-Region spricht Mühling mit Passanten, Unterwegsbekanntschaften und Zeitzeugen. Auf diese Art und Weise wird die vielschichtige Vergangenheit und Gegenheit der Ukraine lebendig. In der Süddeutschen Zeitung findet sich hier eine Rezension von Mühlings Reisebericht. Details zum Buch gibt es hier.

2. Feb 2022

Vor der 17. Bundesversammlung…

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In politikwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen steht das Amt des Bundespräsident selten im Fokus. Und nicht allzu oft finden sich in Wissenschaft und Publizistik Artikel, die über das bloße Tagesgeschäft hinausgehen. Bei seiner Festrede auf dem 27. Wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Vereinigung für Politkwissenschaft (DVPW) im Jahre 2018 sagte der Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier zu diesem Thema: „Wenn der Bundespräsident auf einem Kongress von Politikwissenschaftlern eine Rede hält, dann spricht gewissermaßen ein Forschungsgegenstand zu den Forschern, ein Objekt der Beobachtung zu seinen Beobachtern. Mir ist natürlich klar: Untersuchungen über die Wahl, das Amt oder sogar die Person des Staatsoberhaupts – wie soll ich sagen – dominieren nicht gerade die Debatte Ihres Faches. Ganz im Gegenteil. Der Bundespräsident fristet in der politikwissenschaftlichen Betrachtung eher ein Schattendasein. Selbst in Standardwerken der Regierungslehre werden ihm – meistens kurz vor dem Stichwortregister – nur ein paar Seiten gegönnt.“

Anlässlich der nächsten Bundesversammlung am 13. Februar 2022 (eine Übersicht der Mitglieder gibt es hier) blickt in dieser Woche die vom Deutschen Bundestag herausgegebene Zeitung „Das Parlament“ in gleich mehreren Beiträgen auf dieses Amt. Warum tagt die Versammlung in diesem Jahr nicht im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes, sondern im Paul-Löbe-Haus? Und wo wurde im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte getagt? Näheres findet sich hier. Wer trat wann warum an und war (nicht) erfolgreich? Ein Streifzug duch die vergangenen Bundesversammlungen ist hier nachzulesen. Warum der Parlamentarische Rat 1948/49 eine Direktwahl des Staatsoberhaupts ablehnte, wird hier begründet. Und über welche formalen Zuständigkeiten der Bundespräsident verfügt und wo und inwieweit er eine „Reservefunktion“ ausübt, ist hier zusammengestellt. Wer sich schließlich aus dezidiert politikwissenschaftlicher Sicht mit dem Bundespräsidenten beschäftigen möchte, wird hier fündig.

17. Jan 2022

Jetzt neu: das SPIEGEL-Ampelradar

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Seit wenigen Wochen erst hat die Bundesrepublik Deutschland eine neue Ampel-Regierung. Deren erste Bilanzen dürften frühestens anlässlich der ersten 100 Tage im Amt gezogen werden. SPIEGEL Online hat kürzlich ein Instrument freigeschaltet, womit der Arbeitsprozess der neuen Regierung begleitet werden kann. Auf Basis des Koalitionsvertrages wurden 180 politische Prioritäten identifiziert (weitere werden im Verlaufe der Zeit hinzukommen). Und über die nächsten vier Jahre kann quasi live verfolgt werden, welche dieser Projekte in Angriff genommen worden sind, welche final umgesetzt worden sind und welche Vorhaben gescheitert sind. Da auf dieser Seite nach Umsetzungsgrad und einzelnen Ressorts recherchiert werden kann, bietet dieses Radar sicherlich auch einen Mehrwert für politikwissenschatfliche Untersuchungen der Arbeit der neuen Bundesregierung. Abzurufen ist das Ampelradar hier.

21. Nov 2021

„Vermessung der Wählerschaft“: neue Studie zur politischen Polarisierung in Deutschland

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Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) präsentiert unter dem Titel „Vermessung der Wählerschaft vor der Bundestagswahl 2021“ zahlreiche empirische Befunden zur politischen Polarisierung in Deutschland. Die Ablehnung von Menschen mit ganz anderen politischen Meinungen als den eigenen nimmt in Deutschland zu. Immer mehr Deutsche stehen demnach einander unversöhnlich gegenüber – und verorten sich selbst dabei in der politischen »Mitte«.

Die Analyse stützt sich vor allem auf zwei repräsentative Umfragen in den Jahren 2019 und 2020. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie werden auf SPIEGEL Online zusammengefasst, der Wortlaut der Studie ist auf den Seiten der Adenauer-Stiftung zu finden.

21. Nov 2021

Neues APuZ-Heft mit Analysen zur Bundestagswahl 2021

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Am 22. November 2021 erscheint die Ausgabe 47-49/2021 der von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) herausgegebenen Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ)“. Darin finden sich gleich mehrere Beiträge rund um die vergangene Bundestagswahl (#btw21) unter Corona-Bedingungen, etwa von Karl-Rudolf Korte („Bundestagswahlkampf in Zeiten der Pandemie“) und Heike Merten („Wählen in Zeiten der Pandemie“). Rüdiger Schmitt-Beck beleuchtet darüber hinaus das Wahlverhalten bei der BTW21 („Wahlpolitische Achterbahnfahrt“), Jessica Fortin-Rittberger und Corinna Kröber thematisieren die „Repräsentativität des Bundestages“ und Reimut Zohlnhöfer zieht eine reformpolitische Bilanz der Ära Merkel („Krisenmodus statt Visionen“). Am Ende des Heftes fragt der Bonner Politikwissenschaftler Frank Decker, ob wir eine Amtszeitbegrenzung für Bundeskanzler brauchen. Online abzurufen ist das Heft bereits jetzt unter diesem Link.

27. Okt 2021

„Entscheidungstage“: ein Blick hinter die Kulissen der Bundestagswahl 2021

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Der Journalist Stephan Lamby befasst sich seit vielen Jahren mit dem Handeln der zentralen politischen Akteure in Deutschland und hat darüber so manche preisgekrönte Dokumentation gedreht. Zuletzt sorgte er mit dem Film „Wege zur Macht“ für Aufsehen, in dem er die drei Kanzlerkandidierenden Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz auf ihrem Weg ins Kanzleramt begleitet. Parallel zur erwähnten Doku hat Lamby nun unter dem Titel „Entscheidungstage“ ein spannend zu lesendes Buch vorgelegt, in dem er den Wahlkampf der drei erwähnten Kandidierenden und ihrer Parteien Revue passieren lässt und zugleich spannende Einblicke in den Wahlkampf des Jahres 2021 bietet. Details zum Buch sind hier abzurufen, auf dieser Seite ist – als Appetizer sozusagen – auch eine ausführliche Leseprobe zu finden.

Update, 24. November 2021: seit heute gibt es eine ausführliche Rezension des Buches auf dem PW-Portal zu lesen.


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