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21. Okt 2019

TV-Tipp: Bilanz der Treuhandanstalt

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Bis heute hat diese damals neuartige Organisation einen äußerst schlechten Ruf, wird sie doch häufig verantwortlich gemacht für den Verlust von abertausenden Arbeitsplätzen in den neuen Bundesländern: die Treuhandanstalt, die von 1990 bis 1994 als – politikwissenschaftlich gesprochen – neuartige Form der Governance dafür verantwortlich war, die volkseigenen Betriebe der DDR nach dem Fall der Mauer zu sanieren und zu verkaufen bzw. zu privatisieren. Ging man ursprünglich davon aus, dass das Finanzministerium mit einem Milliardenbetrag an Einnahmen aus der Arbeit der Treuhandanstalt rechnen konnte, musste am Ende sogar ein dreistelliger Millionenbetrag draufgezahlt werden. Ein neue Dokumentation im ZDF am Dienstag, den 22. Oktober 2019 ukm 20:15 Uhr, geht der Frage nach, wie die Bilanz der Treuhandanstalt aus heutiger Sicht ausfällt. Details zur Doku finden sich hier.

18. Sep 2019

Ein „long read“: Robert Habeck im Osten

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Mehrere Monate hat die ZEIT-Journalistin Jana Hensel den Parteichef von Bündnis 90/GRÜNEN, Robert Habeck, im politischen Alltag begleitet, vor allem auf Reisen durch die neuen Bundesländer. In ihrem soeben veröffentlichten Artikel heißt es: „Seit Beginn des Jahres habe ich ihn begleitet. Die meisten Termine fanden in Ostdeutschland statt, denn eigentlich sollten die Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen das wichtigste politische Ereignis des Jahres werden. Und ich wollte mir ansehen, ob es dem 50-Jährigen, der sein Leben fast ausschließlich in Schleswig-Holstein verbracht hat, gelingt, ostdeutsch sprechen zu lernen. Zumal er wie wohl noch kein westdeutscher Politiker vor ihm zugegeben hatte, sich für den Osten bisher nicht sonderlich interessiert zu haben.“ Der sehr ausführlich ausgefallene Artikel wirft einen sehenswerten Blick hinter die Kulissen des politischen Alltagsbetrieb – und ist als „long read“ wärmstens zu empfehlen. Zu finden ist der Beitrag hier.

19. Aug 2019

Lektüretipp: Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft

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Die Transformationsforschung zählt zu den einschlägigen Disziplinen der politikwissenschaftlichen Forschung und hat in den vergangenen dreißig Jahren einen beträchtlichen Aufschwung verzeichnet. Allzu oft wird dabei auf die nationale (und/oder die internationale) Ebene geblickt und die kommunale Perspektive vernachlässigt (von Ansätzen wie etwa dem Projekt Wittenberge abgesehen). Ein neues Buch des Berliner Wissenschaftlers Steffen Maue widmet sich dieser politischen Ebene und verwebt dabei wissenschaftliche Befunde mit eigenen Erfahrungen. Untersuchungsobjekt des Buches ist der Rostocker Stadtteil Lütten Klein, der Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre als mustergültiges Plattenbaugebiet errichtet wurde. Maue, ursprünglich dort aufgewachsen, ist für seine Recherche zurückgekehrt, um mit Einwohnern (Weggezogenen wie Dagebliebenen) und politischen Akteuren über deren Transformationserfahrungen zu sprechen. Dabei schaut er zurück auf das Leben in einem Staat, den es nicht mehr gibt. Zugleich thematisiert er die Erfahrungen im Postwende-Deutschland: „wie veränderte sich die Sozialstruktur, wie die Mentalitäten? Was sind die Ursachen für die Unzufriedenheit und politische Entfremdung in den neuen Ländern? Wie wurde aus der Stadt, in der er gemeinsam mit Kindrn aller Schichten seine Jugend verbrachte, ein Ort sozialer Spaltung?“ Viele der Spannungen, die sich in Ostdeutschland beobachten lassen, so Maue, haben ihren Ursprung in der DDR-Zeit. Doch wurden sie durch die Transformation nicht aufgehoben. Vielmehr verschärften sie sich zu gesellschaftlichen Frakturen, die unser Land bis heute prägen. Entstanden ist ein höchst spannend zu lesendes Buch über 30 Jahre Transformation in Ostdeutschland. Hintergründe zum Buch gibt es auf der Webseite des Verlags.

29. Jul 2019

Neuerscheinung: Geschichte des europäischen Ostens seit 1989

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Kürzlich in der Buchhandlung des Vertrauens entdeckt: das frisch erschienene Buch „Der Preis des Wandels“ von Reinhold Vetter, seines Zeichens langjähriger Korrespondent für die ARD sowie das Handelsblatt in Warschau und Budapest. Darin heißt es: „eigentlich sollte 2019 im östlichen Europa (und nicht nur dort) ein Jahr der großen Feiern werden: 30 Jahre Überwindung der kommunistischen Regime in Europa, 20 Jahre NATO-Osterweiterung der Europäischen Union. Doch für Feierlichkeiten gab und gibt es relativ wenig Anlass. Die Euphorie ist längst verflogen, Ernüchterung und Enttäuschung haben sich breit gemacht. Politikverdrossenheit ist vielfach an die Stelle des politischen Gestaltungswillens getreten, Nationalismus blüht in Ost und auch in West, neue Grenzzäune werden in Europa errichtet, alte Grenzkontrollen wiederbelebt, die soziale Ungleichheit ist keineswegs verschwunden; der kapitalistische und liberale Westen ist für viele Menschen in Ostmittel- und Südosteuropa nicht mehr besonders attraktiv, die Europäische Union noch viel weniger…Was ist in den vergangenen drei Jahrzehnten im östlichen Europa gesechehen, dass es zu solch einer Abkühlung der einstigen Ideale und zu einer Distanzierung vom Traum Europa gekommen ist?“ Details zum Buch sind hier zu finden. In unserer Bibliothek befindet sich das Buch derzeit im Geschäftsgang und sollte in Kürze ausleihbar sein.

Reinhold Vetter: „Der Preis des Wandels. Geschichte des europäischen Ostens seit 1989“, Herder-Verlag, Freiburg/Breisgau 2019, 338 Seiten, 24,- Euro, ISBN: 978-3-451-38302-1.

16. Jun 2019

Junge Menschen in der Politik – Jugend ohne Lobby?

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Gerade auf kommunaler sowie auf Landesebene haben die Parteien und Wählergemeinschaften in Sachsen-Anhalt Probleme, ausreichend Nachwuchskräfte zu finden. Das hat unter anderem damit zu tun, dass die Alterskohorte der 20- bis 29jährigen im Land recht klein geworden ist. Falko Wittig vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) fragt nach den Konsequenzen dieser Entwicklung und porträtiert junge Politikerinnen und Politiker, die gleichwohl in der Politik mitmischen (wollen). Der Beitrag ist hier nachzulesen.

5. Jun 2019

Praktikums- und Stellenangebote bei Beratungsagentur

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Die Forschungs- und Beratungsagentur „pollytix-strategic research“ (bekannt für das MdB-Twitter-Netzwerk) sucht für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2019 neue Praktikant*innen, Bewerbungen sind ab sofort möglich. Die Ausschreibung für das Praktikum finden Sie hier. Darüber hinaus sucht die Agentur Berater*innen (Auschreibung hier) und Projektmanager*innen (Ausschreibung hier).

28. Mai 2019

Erste Analysen der Europawahl 2019

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Zwei Tage nach der Europawahl vom 26. Mai 2019 sind erste politikwissenschaftliche Analysen der Wahlergebnisse erschienen. Veröffentlicht haben sie verschiedene politische Stiftungen in Deutschland. Der Wahlbericht der Konrad-Adenauer-Stiftung ist hier abrufbar, die Analyse der Heinrich-Böll-Stiftung steht hier zum Download bereit. Und hier findet sich ein Interview zum Thema mit der Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), Daniela Schwarzer.
Update, 3. Juni 2019:
auch auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung gibt es inzwischen eine Wahlanalyse, ergänzt durch eine Reihe einschlägiger Schaubilder (nämlich hier).

23. Mai 2019

Akademiereport 2/2019 der APB Tutzing erschienen

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Soeben ist der „Akademiereport“ der Akademie für politische Bildung (APB) in Tutzing veröffentlicht worden. Darin geht es dieses Mal – rechtzeitig vor dem Wahltermin – um vielfältige Themen rund um die Wahlen zum Europäischen Parlament, darunter: Wie solidarisch ist die EU? Wie geht sie in Zukunft mit Populismus um? Was wird aus ihren Grenzen? Und braucht es Mehrheitsentscheidungen im Europäischen Rat? Der Report kann online hier abgerufen werden.

9. Mai 2019

Neue Studie zur politische Partizipation in Ostdeutschland

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Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben kürzlich eine neue Studie zur politischen Partizipation in Ostdeutschland herausgebracht. Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Bericht im Auftrag des Wirtschaftsministeriums des Bundes in Berlin hervorgeht, artikulierten die Ostdeutschen ihre politischen Interessen eher in Bürgerbewegungen, auf Plattformen oder auf der Straße. Institutionen, die politische Ansichten bündelten, wie Parteien, Gewerkschaften, Verbände oder Kirchen, sind dem Bericht zufolge im Osten schwächer aufgestellt. Das Interesse an Politik allgemein ist demnach jedoch in Ost- und Westdeutschland auf gleich hohem Niveau. „Die Studie hat Ergebnisse gezeigt, die geahnt, aber bislang nicht wissenschaftlich bewiesen wurden“, sagte der Politologe Everhard Holtmann vom Zentrum für Sozialforschung Halle in Halle. Ein wichtiger Befund darüber hinaus war, dass ein beträchtlicher Teil der Wähler – in Ostdeutschland mehr als in Westdeutschland – nicht zur Wahl gehe, um politisch mitzuwirken, sondern um Protest zu üben, sagte Holtmann, der an der Studie beteiligt war.
Die Kurzfassung der Studie mit den wichtugsten Ergebnissen findet sich hier.

12. Apr 2019

Neues Heft ZEIT Campus erschienen

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Soeben ist die neue Ausgabe der Zeitschrift ZEIT Campus (Heft 3/2019) erschienen. Darin finden sich etwa ein Ratgeber zum Auslandsstudium, ein Schwerpunkt Digitalisierung in der Arbeitswelt und schließlich 66 Tipps, wie man im Alltag die Umwelt schützen kann. In der Reihe „In der Mensa mit…“ ist dieses Mal Lena Mayer-Landrut zu Gast. Eine Reportage porträtiert eine Jurastudentin, die im „Begleitgremium“ zum Atomaussteig mitwirkt, und in der Rubrik „Studieren“ findet sich ein Loblied auf den Sekt (!). Das Heft ist übrigens unter anderem in der Cafébar auf dem Steintor-Campus und natürlich beim Zeitschriftenhändler Ihres Vertrauens zu erwerben. Online gibt es das Heft hier.