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20. Jun 2017

Helmut Kohl und die Architektur der Republik

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Zum Tode des Aktkanzlers Helmut Kohl findet sich in den Online- wie Offline-Medien eine sehr breite und umfassende Berichterstattung (beispielhaft sei nur auf die vorzügliche zweiteilige Dokumentation von Stephan Lamby und Michael Rutz verwiesen – in der ARD-Mediathek sind beide Teile noch bis zum 24. Juni 2017 zu sehen).
Ein einziger Aspekt sei an dieser Stelle herausgegiffen, nämlich der Einfluss, den Kohl als Bundeskanzler auf zentrale politische Architekturwerke der Republik gehabt hat. Man denke nur an seinen Einsatz für das Bonner Haus der Geschichte, seine Bemühungen um einen modernen Anbau des Deutschen Historischen Muesums in Berlin, seine Rolle im Entstehungsprozess des Mahnmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin sowie sein persönliches Votum für die heutige Gestalt des neuen Bundeskanzleramtes in Berlin. In einem Artikel auf SPIEGEL Online geht Severin Weiland diesen Einflüssen nach.
Im Nachgang des Todes von Helmut Kohl wurde auch bekannt, dass just zwei Tage vorher sein Biograf Hans-Peter Schwarz verstorben ist. Schwarz lehrte lange an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und hat nicht nur eine umfangreiche, sehr lesenswerte Biographie Kohls vorgelegt (siehe Bild unten), sondern eine ebenso beachtete doppelbändige Biografie des ersten deutschen Bundeskanzlers, Konrad Adenauer. Ein Nachruf auf Schwarz aus der Feder seines früheren Kollegen Ludger Kühnhardt findet sich hier. Weitere Nachrufe auf Hans-Peter Schwarz finden sich hier, hier und hier.
UPDATE, 22. Juni 2017: um Helmut Kohl und die Bonner bzw. Berliner Staatsarchitektur geht es auch in diesem Artikel von Heinrich Wefing in der aktuellen Ausgabe der ZEIT.

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