Seit vielen Jahren wird von unterschiedlichster Seite gefordert, die repräsentativ-demokratischen Strukturen des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland durch plebiszitäre Elemente zu ergänzen. Verfügen direktdemokratische, also durch Volksbegehren und/oder Volksentscheid herbeigeführte, politische Entscheidungen über eine höhere politische Legitimität? Diese und andere Fragen thematisiert ein von Wolfgang Merkel und Claudia Ritzi herausgegebener Sammelband zum Thema. Zum gleichen Thema findet sich auch eine neue Publikation von Eike-Christian Hornig. Eine Rezension beider Beiträge ist hier zu lesen.
3. Jan. 2018
President Trump – one year on
Seit gut einem Jahr ist Donald J. Trump nunmehr Präsident der Vereinigten Staaten – Zeit für eine erste Zwischenbilanz. An dieser Stelle sei nur auf einige wenige Stimmen hingewiesen. So befasst sich in der aktuellen Ausgabe der „New York Review of Books“ James Mann mit der Trump-Präsidentschaft, der Aufsatz ist hier online abrufbar. Schon vor wenigen Wochen hat Jack Goldsmith in der Zeitschrift „The Atlantic“ in einem sehr umfangreichen Aufsatz die möglichen Konsequenzen einer Trump-Präsidentschaft für das politische System der Vereinigten Staaten beschrieben. Online abrufbar ist der Beitrag hier. In der Zeitschrift SIRIUS beschreibt schließlich der deutsche Politikwissenschaftler Josef Braml anhand vieler Beispiele den „Rückbau des Verwaltungsstaates“ unter Trump sowie die Folgen für den Staat an sich. Bramls Artikel ist hier zu finden.
Update, 4.1.2018: für ordentlich Schlagzeilen sorgt derzeit der Vorabdruck aus „Fire and Fury“ von Michael Wolff über die ersten neun Monate von Donald Trump im Weißen Haus. Das Buch selbst erscheint am 9. Januar 2018 (steht aber bereits auf Platz eins der bei Amazon meistverkauften Bücher), der Vorabdruck im „New York Magazine“ ist seit gestern online verfügbar.
3. Jan. 2018
Zur Frage der Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen
Immer wieder steht die Frage der Zulässigkeit einer Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen im Mittelpunkt hochschulpolitischer Debatten. Befeuert wurde die Debatte in den letzten Jahren zum Beispiel durch die Novellierung des Hochschulgesetzes in Nordrhein-Westfalen aus dem Jahre 2014, die Anwesenheitskontrollen weitgehend abgeschafft hat, sowie durch ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofes Baden-Württembergs aus dem November 2017. In diesem Urteil führten die Richter aus: „Paragraph 13a, Absatz 3, Satz 2 der Prüfungsordnung für den Studiengang Bachelor of Arts (B. A.) Politikwissenschaft der Universität Mannheim…ist unwirksam.“ Übersetzt heißt das, wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) gestern schrieb: „Die Universität muss ihre Prüfungsordnung in Politikwissenschaft neu schreiben. Denn so unbestimmt und überbordend, wie darin die Anwesenheitspflicht geregelt sei, befanden die Richter, verstoße sie gegen die durchs Grundgesetz geschützte Berufsfreiheit der Studenten und sei auch mit der ebenfalls als Grundrecht verbrieften Freiheit der Lehre nicht zu begründen.“ Die SZ hat sich, wie erwähnt, in ihrer gestrigen Ausgabe ausführlich mit dem Thema Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen beschäftigt. Online ist der Artikel hier zu finden.
Update, 4.1.2018: auch die Aufmachergeschichte des „Chancen“-Teils der heute neu erschienenen Ausgabe der ZEIT beschäftigt sich mit diesem Thema – leider (noch) nicht online.
Update, 8.1.2018: inzwischen ist das Pro/Contra aus der aktuellen ZEIT zum Thema Anwesenheitspflicht auch online nachzulesen, und zwar hier.
3. Jan. 2018
Studieren in „Fernost“ – eine vorläufige Bilanz
In den vergangenen Jahren betrug der Anteil der Studienanfänger aus den alten Bundesländern an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) stets um die 30 bis 35 Prozent. Und doch scheint es Vorbehalte gegenüber einem Studium in den neuen Bundesländern zu geben, obwohl die Vorteile eines Studiums dort auf der Hand liegen: vergleichsweise niedrige Wohnkosten, vielerorts frisch sanierte oder neu gebaute Hochschulgebäude sowie eine im Vergleich zu westdeutschen Universitäten deutlich bessere Relation zwischen Lehrenden und Studierenden. Zudem hat eine – wie ich finde – sehr gelungene Hochschulmarketing-Kampagne unter dem Motto „Studieren in Fernost“ bzw. „Wir wollen wissen“ bereits vor einigen Jahren öffentlichkeitswirksam auf die Vorzüge eines Studiums in den neuen Bundesländern hingewiesen.
Der Journalist Peter Neitzsch hat kürzlich auf SPIEGEL Online einige interessante und lesenswerte Befunde zum Thema zusammengetragen. Der Beitrag findet sich hier (und ja, die MLU kommt im Artikel auch vor…).
3. Jan. 2018
Aktuelle Nutzerzahlen sozialer Netzwerke
Der Blogger Christian Buggisch veröffentlicht stets zu Beginn eines neuen Jahres auf Basis der jeweiligen ARD/ZDF-Online-Studien aktuelle Nutzerzahlen in Bezug auf diverse soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram und Google+. Die Zusammenstellung der aktuellen Zahlen findet sich hier.
3. Jan. 2018
Neues politikwissenschaftliches Rechercheportal geht online
Am gestrigen Tage ist mit POLLUX ein neues Rechercheportal für politikwissenschaftliche Fachliteratur online gegangen. Verantwortlich für den Betrieb der Seite ist die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen sowie das GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, finanziell gefördert wird das Projekt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Nach einer Registrierung als Politikwissenschaftler/in hat man unter anderem Zugriff auf mehrere zehntausend Fachpublikationen. Als Vorteile werden auf der Homepage des Projekts genannt: ein umfassender politikwissenschaftlicher Suchraum, eine kostenlose, aktuelle und schnelle Suchmöglichkeit, Zugriff auf elektronische Volltexte, E-Books und Artikel sowie auf ein großes, tagesaktuelles Zeitungsarchiv, Verfügbarkeit von maßgeschneiderten Neuerscheinungslisten ab dem 1. Quartal 2018 sowie forschungsunterstützende Services. Das Portal kann hier abgerufen werden.
1. Jan. 2018
40 Jahre „Tagesthemen“
Am 2. Januar 2018 werden die „Tagesthemen“ in der ARD vierzig Jahre alt. Aus diesem Grund wird die morgige Sendung erstmals in ihrer Geschichte von gleich zwei Moderatoren präsentiert, nämlich Caren Miosga und Ingo Zamperoni. Zu dieser Gelegenheit haben Journalisten der ARD außerdem einen Dokumentarfilm mit den wichtigsten Geschichten aus vierzig Jahren zusammengestellt. Auch frühere Moderatoren der Sendung werden zu dieser Gelegenheit mit an Bord sein, darunter Sabine Christiansen, Gabi Bauer und Uli Wickert. Der Film kann hier abgerufen werden. Im Fernsehen wird der Film in der Nacht zu Mittwoch zu sehen sein, leider erst gegen 00:50 Uhr; die „Tagesthemen“-Ausgabe am 2. Januar wird um 22:30 ausgestrahlt.
1. Jan. 2018
2018: was zu erwarten ist
Natürlich weiß niemand, was das neue Jahr 2018 alles für politische Beobachter bereithalten wird. Aber einige Fixpunkte der kommenden 52 Wochen können schon jetzt ausgemacht werden: Sondierungs- sowie evtl. Koalitionsgespräche, Wahltermine, Gedenktage, Gipfeltreffen, Sportereignisse und so weiter. Eine breite Übersicht zum Thema hat die Bundeszentrale für politische Bildung in ihrem Online-Angebot zusammengestellt, und zwar hier. An dieser Stelle allen Leserinnen und Lesern ein gutes und erfolgreiches neues Jahr 2018!
18. Dez. 2017
Neue Parteimitglieder-Studie der KAS erschienen
Für wegweisend für die Parteienforschung haben sich in den letzten Jahren die Potsdamer wie auch die Düsseldorfer Parteimitglieder-Studie(n) aus den Jahren 1998 und 2009 erwiesen. Selten sind so viele Parteimitglieder zu ihren Beitrittsmotiven und ihrem innerparteilichen Verhalten befragt worden. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat heute eine umfangreiche Studie zu den Mitgliedern der CDU veröffentlicht, die höchst aktuelle Zahlen bietet, einschließlich einer Analyse der Parteimitgliedschaften im Zeitverlauf, des Informationsverhaltens der Mitglieder sowie umfangreicher Daten zur innerparteilichen Partizipation. Die Studie finden Sie bei Interesse hier.