Man sieht ihm seine 78 Jahre nicht an: trotzdem wird der grüne Parlamentarier Christian Ströbele zur 19. Bundestagswahl am 24. September 2017 nicht erneut antreten. Im Jahr 1939 in Halle an der Saale geboren, war er der erste und bisher einzige Grünen-Politiker, der ein Direktmandat erobern (und dann verteidigen) konnte, nämlich im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost). Er war in den 1970er Jahren RAF-Anwalt und hatte bereits zuvor das Sozialistische Anwaltskollektiv in Berlin mitbegründet. Später war er Mitbegründer der Alternativen Liste (wie sich die Grünen in Berlin nannten) sowie der tageszeitung. Bereits in den 1980er Jahren war er für kurze Zeit Mitglied des Bundestages. Der Journalist Markus Decker aus der DuMont-Hauptstadtredaktion hat Ströbele in den letzten Tagen vor der finalen Bundestagssitzung der 18. Wahlperiode, die am kommenden Freitag stattfinden wird, begleitet. Sein Bericht ist hier nachzulesen.
26. Juni 2017
Kleiner Rückblick auf die #lndwhalle 2017
Am vergangenen Freitag Abend fand in Halle (Saale) die diesjährige Lange Nacht der Wissenschaften (#lndwhalle) statt – anlässlich des 200jährigen Jubiläums der Vereinigung der beiden Uni-Standorte Halle und Wittenberg ausnahmsweise mal nicht wie gewohnt im Juli, sondern bereits in der zweiten Junihälfte. Wer sich an seinen Besuch an der MLU (und anderen Wissenschaftseinrichtungen) am Freitag erinnern möchte (oder sehen möchte, was er oder sie verpasst hat), kann dies bei der Mitteldeutschen Zeitung und bei der Uni-Zeitschrift Scientia Halensis tun.
26. Juni 2017
Podiumsdiskussion zum Thema Nachhaltigkeit
Vor wenigen Tagen wurde der Nationale Aktionsplan „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ beschlossen und damit nicht zum ersten Mal „eine ganzheitliche Transformation von Lerneinrichtungen hin zur Nachhaltigkeit“ gefordert. Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) hat sich schon 2011 in ihrem Leitbild „dem Prinzip der Nachhaltigkeit, an dem sich Lehre, Forschung und Verwaltung orientieren,“ verpflichtet. Die studentische Initiative nachHALLtig und der Arbeitskreis Ökologie und Nachhaltigkeit des StuRa möchten einen Blick darüber hinaus werfen und laden ein zu einer Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Nachhaltige Uni Halle – vom Leitbild zur Umsetzung!“. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, den 28. Juni 2017 um 18:15 Uhr in der Aula im Löwengebäude, Universitätsplatz 11. Im Anschluss an die Diskussion findet ein Umtrunk mit Postersession „Studentische Konzepte für eine nachhaltige Universität Halle“ statt. Im offenen Fishbowl-Format möchten die Organisatoren gemeinsam mit allen Akteurinnen und Akteuren der MLU die eigene Hochschule auf ihre Zukunftsfähigkeit hin diskutieren, neue Impulse setzen und der Frage nachgehen, wie die MLU ihrer Verantwortung als Zukunftswerkstatt der Gesellschaft nachkommen kann: Welche Potenziale bestehen? Welche Synergien können entstehen? Aber auch: Wo besteht Handlungsbedarf? Und: Welche Hürden gilt es zu überwinden?
Es diskutieren:
– Michael Lehmann, Abteilungsleiter Hochschulen, Wissenschaft und Forschung des Wissenschaftsministeriums Sachsen-Anhalt,
– Markus Leber, Kanzler der Uni Halle,
– Jeanette Israel-Schart, AG Nachhaltige Hochschule Harz,
– Mandy Singer-Brodowsky, Institut Futur der Freien Universität Berlin, sowie
– Frederik Bub, Studentische Förderinitiative der Naturwissenschaften
Moderiert wird die Veranstaltung von Michael Flohr (Netzwerk N).
26. Juni 2017
Neues APuZ-Heft zur Arbeitsmarktpolitik erschienen
Heute ist die neue Ausgabe der von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) herausgegebenen Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ erschienen. Gegenstand dieses Heftes 26/2017 ist das Thema Arbeitsmarktpolitik. So wirft Josef Schmid einen Blick auf Entwicklungslinien und aktuelle Tendenzen der Thematik („Der Arbeitsmarkt als Problem und Politikum“), Stefan Sell hat die Arbeitsmarkt-relevanten Aussagen der politischen Parteien in den Wahlprogrammen zur anstehenden Bundestagswahl zusammengetragen. Ulrich Walwei zieht eine Bilanz der Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010, während Werner Schmidt die Eingliederung von Flüchtlingen und Migranten in den Arbeitsmarkt untersucht. Irene Dingeldey, Marie-Luise Assmann und Lisa Steinberg thematisieren schließlich das Problem der Jugendarbeitslosigkeit in Europa („Ein komplexes Problem – verschiedene Antworten“).
Das Heft ist im Volltext hier abrufbar.
26. Juni 2017
Exkursion der MLU nach Magdeburg
Am 21. Juni 2017 reisten 25 Studierende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Rahmen einer Exkursion in die Landeshauptstadt Magdeburg, um vor Ort mit Vertretern unterschiedlicher politischer Institutionen ins Gespräch zu kommen. Die meisten Studierenden waren bzw. sind zugleich Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Seminars im Aufbaumodul Systemanalyse und Vergleichende Politikwissenschaft mit dem Titel „Politik und Regieren in Sachsen-Anhalt“. Auf dem Programm standen ein Termin in der Landeszentrale für politische Bildung, eine Führung in der Staatskanzlei von Ministerpräsident Reiner Haseloff inklusive eines Gesprächs mit Daniel Mouratidis, dem stellvertretenden Regierungssprecher, und Susanne Bethke (Referatsleiterin für das Landesmarketing) sowie ein Besuch der Plenarsitzung im Landtag von Sachsen-Anhalt einschließlich Gesprächen mit Bildungsminister Marco Tullner und Dr. Andreas Schmidt aus der SPD-Fraktion.
23. Juni 2017
Antrittsvorlesung von Frau Prof. Konstanze Senge
Am Mittwoch, den 5. Juli 2017, findet um 18:00 Uhr die Antrittsvorlesung von Frau Prof. Dr. Konstanze Senge statt, die am Institut für Soziologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die Professur für Wirtschafts- und Organisationssoziologie inne hat. Das Thema der Vorlesung lautet: „Lassen sich ökologische Nachhaltigkeit und ökonomisches Wachstum vereinbaren?“ Die Veranstaltung findet im Hallischen Saal („Tulpe“) am Universitätsring 5 statt. Herzliche Einladung!
22. Juni 2017
Ausschreibung von Deutschlandstipendien
Noch bis zum 29. Juni 2017 können sich Studierende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) für Deutschlandstipendien bewerben. Durch diese Stipendien sollen „besonders begabte Studierende gefördert werden, die hervorragende Leistungen im Studium oder Beruf erwarten lassen oder bereits erbracht haben“. Die Höhe des monatlichen Stipendiums beträgt 300 Euro, die jeweils zur Hälfte aus Mitteln des Bundes und aus Mitteln privater Förderer bestritten werden. Die Ausschreibung gilt für Studierende aller Fachrichtungen, die die Regelstudienzeit in ihrem Studiengang noch nicht überschritten haben sowie für Studienbewerberinnen und -bewerber, die die für das Studium erforderlichen Zugangsvoraussetzungen erfüllen und vor der Aufnahme des Studiums an der MLU zum Wintersemester 2017/18 stehen.
Alle Details zu den Modalitäten der Bewerbung finden sich hier, allgemeine Informationen zum Deutschland-Stipendium sind hier zusammengefasst.
20. Juni 2017
Helmut Kohl und die Architektur der Republik
Zum Tode des Aktkanzlers Helmut Kohl findet sich in den Online- wie Offline-Medien eine sehr breite und umfassende Berichterstattung (beispielhaft sei nur auf die vorzügliche zweiteilige Dokumentation von Stephan Lamby und Michael Rutz verwiesen – in der ARD-Mediathek sind beide Teile noch bis zum 24. Juni 2017 zu sehen).
Ein einziger Aspekt sei an dieser Stelle herausgegiffen, nämlich der Einfluss, den Kohl als Bundeskanzler auf zentrale politische Architekturwerke der Republik gehabt hat. Man denke nur an seinen Einsatz für das Bonner Haus der Geschichte, seine Bemühungen um einen modernen Anbau des Deutschen Historischen Muesums in Berlin, seine Rolle im Entstehungsprozess des Mahnmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin sowie sein persönliches Votum für die heutige Gestalt des neuen Bundeskanzleramtes in Berlin. In einem Artikel auf SPIEGEL Online geht Severin Weiland diesen Einflüssen nach.
Im Nachgang des Todes von Helmut Kohl wurde auch bekannt, dass just zwei Tage vorher sein Biograf Hans-Peter Schwarz verstorben ist. Schwarz lehrte lange an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und hat nicht nur eine umfangreiche, sehr lesenswerte Biographie Kohls vorgelegt (siehe Bild unten), sondern eine ebenso beachtete doppelbändige Biografie des ersten deutschen Bundeskanzlers, Konrad Adenauer. Ein Nachruf auf Schwarz aus der Feder seines früheren Kollegen Ludger Kühnhardt findet sich hier. Weitere Nachrufe auf Hans-Peter Schwarz finden sich hier, hier und hier.
UPDATE, 22. Juni 2017: um Helmut Kohl und die Bonner bzw. Berliner Staatsarchitektur geht es auch in diesem Artikel von Heinrich Wefing in der aktuellen Ausgabe der ZEIT.
20. Juni 2017
Can Jon Osoff pull it off?
In den Vereinigten Staaten richten sich heute alle Augen (zumindest diejenigen der politischen Beobachter) auf Georgia. Hier kommt es zur Nachwahl eines Sitzes im US-Repräsentantenhaus in Washington, nachdem der vorherige Amtsinhaber sein Mandat aufgegeben hatte, um in die Trump-Administration zu wechseln.
Wohl selten war eine Nachwahl mit einer solchen parteipolitischen Bedeutung aufgeladen, dient die Nachwahl doch beiden Parteien, Republikanern wie Demokraten gleichermaßen, gut fünf Monate nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump als Stimmungstest. Für die Demokraten tritt Jon Osoff an, der im ersten Wahlgang vor einigen Wochen in diesem als sehr konservativ geltenden Wahlkreis auf gleich 48 Prozent kam – aber eben nicht auf mehr als 50 Prozent, die den unmittelbaren Einzug in das Repräsentantenhaus bedeutet hätten. Gegen Osoff tritt für die Republikaner Karen Handel an.
Und egal wer gewinnt – die siegreiche Partei wird mit Rückenwind in die nächsten Kongresswahlen gehen. Hintergründe zur Wahl finden sich hier, hier und hier.





