Noch ist nicht wirklich sicher, wie es nach der Unterhauswahl in Großbritannien von vergangenen Donnerstag weitergeht. Kann sich Premierministerin Theresa May im Amt halten? Steht die Democratic Unionist Party als Koalitionspartner zur Verfügung? Gibt es eine tolerierte Minderheitsregierung? Unabhängig von diesen Fragen lohnt aus politikwissenschaftlicher Sicht ein genauerer Blick auf die konkreten Wahlergebnisse. Warum hat May ihre absolute Mehrheit eingebüßt? Wie ist es Jeremy Corbyn gelungen, mit seiner Labour-Partei am Ende fast noch zu den Konservativen aufzuschließen? Wer hat wo, warum und wie abgestimmt? Hans-Hartwig Blomeier hat für die Konrad-Adenauer-Stiftung eine erste Analyse verfasst. Sie kann hier abgerufen werden.
8. Juni 2017
Lange Nacht der Wissenschaften 2017
Zum Vormerken: zum 16. Mal heißt es Wissenschaft und Forschung zum Anfassen, wenn am Freitag, den 23. Juni 2017, über 90 universitäre und außeruniversitäre Einrichtungen zu über 300 Veranstaltungen im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften in Halle einladen. In diesem Jahr findet Sachsen-Anhalts größte Wissenschaftsveranstaltung im Rahmen der Festwoche zum 200. Jahrestag der Vereinigung der Universitäten Halle und Wittenberg statt. Das komplette und fortlaufend aktualisierte Programm ist hier abzurufen.
7. Juni 2017
„Angst ist ein schlechter Ratgeber“ – was tun bei Prüfungsangst?
In wenigen Wochen beginnt auch an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wieder die Phase der Klausuren und Hausarbeiten. Die Nervosität und Aufgeregtheit vor einer solchen Prüfung kennt sicherlich jede und jeder, die oder der bereits in einer solchen Situation war. Ein Drittel der Studierenden leidet Umfragen zufolge an regelrechter Prüfungsangst. Was tun in solchen Situationen? Der ARD-Bildungskanal alpha hat unlängst Studierende und Experten zu ihren Erfahrungen mit diesem Thema befragt und mögliche Ratschläge thematisiert, und zwar hier.
7. Juni 2017
„21.0“ von Andreas Rödder jetzt bei der BpB kostengünstig erhältlich
Vor einiger Zeit wurde auf diesen Seiten auf das Buch „21.0“ des Historikers Andreas Rödder hingewiesen. Zufällig habe ich das Buch soeben in einer preisgünstigen Ausgabe auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung wiederentdeckt – und zwar nicht für den Buchhandelspreis von 24,95 Euro, sondern für gerade einmal 4,50 Euro (plus Versandkosten). Ich selbst bin mit der Lektüre noch nicht weit gekommen, habe aber immer wieder mal an verschiedenen Stellen in das Buch hineingelesen. Ich halte es für sehr spannend und aufschlussreich argumentiert, gerade indem Rödder versucht, längerfristige Entwicklungslinien sowie zentrale Bestimmungsfaktoren der letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts ins Heute fortzuschreiben. Auf der Internetseite des Verlages heißt es zum Buch: „21.0 ist ein historischer Crashkurs durch die Grundprobleme der Gegenwart: Wie sind sie entstanden und woher kommen sie? Was ist wirklich neu – und was sind die Muster, die wir aus der Geschichte kennen? Was sind die wichtigsten Entwicklungen der Gegenwart, und welche Richtungen zeichnen sich für die Zukunft ab? Andreas Rödder zieht die großen Linien und eröffnet immer wieder überraschende Perspektiven auf Deutschland im beschleunigten Wandel der Welt. Wer die Gegenwart verstehen will, sollte diese Geschichte gelesen haben.“
Andreas Rödder: „21.0. Eine kurze Geschichte der Gegenwart“, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, 496 Seiten, Erscheinungsdatum: 23. Mai 2017, Bestellnummer: 10022.
6. Juni 2017
„Superbowl“ auf Capitol Hill?
Wenn am Donnerstag der frühere FBI-Direktor James Comey vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senates aussagt, dann erreicht das Fieberthermometer in Washington DC rund um Comeys Entlassung einen Höhepunkt, manche Beobachter sprechen gar vom politischen „Superbowl“ auf Capitol Hill. Insbesondere wird es für Comey darum gehen, seine Sicht auf die Entwicklungen und Ereignisse der letzten Wochen zu schildern. Naturgemäß werden dabei die Ermittlungen des FBI rund um mögliche Einflussversuche der letzten Präsidentschaftswahl von russischer Seite im Fokus stehen. US-Präsident Donald Trump hatte zu Beginn der Woche von der Möglichkeit, Comey die Aussage zu untersagen, keinen Gebrauch gemacht.
Chris Cillizza beschreibt auf CNN.COM, was wir am Donnerstag erwarten dürfen.
Update: „public viewing“ wird es auch geben, schauen Sie mal hier.
6. Juni 2017
Vorschläge für eine Reform der Europäischen Union
Seit es die Europäische Union (früher: Europäische Gemeinschaft) gibt, wird ihre Reform diskutiert. Institutionen, die einst für sechs Mitgliedsländer eingerichtet worden sind, funktionieren mitunter nur leidlich, wenn es inzwischen 28 Länder sind, die in diesen Gremien mitwirken. Hinzu kommen immer mehr Politikbereiche, die vergemeinschaftet werden sowie unterschiedlichste Entscheidungsmodi, die allesamt dazu beitragen, dass das Regieren im europäischen Mehrebenensystem in vielerlei Hinsicht intransparent ist. Der frühere belgische Regierungschef Guy Verhofstadt (1999-2008), derzeit Mitglied des Europäischen Parlamentes, hat in einem Interview mit ZEIT Online umrissen, welche Reformmöglichkeiten er sich vorstellen kann. Unabhängig von den genauen Inhalten seiner Vorschläge sowie deren politische Durchsetzbarkeit lohnt ein Blick auf solche Vorschläge ganz bestimmt. Man darf auf die Diskussion dieser Vorschläge gespannt sein. Das Interview ist hier nachzulesen.
31. Mai 2017
Ergebnisse der Hochschulwahlen 2017 abrufbar
Seit gestern sind die Ergebnisse der diesjährigen Hochschulwahlen abrufbar. Alle wichtigen Informationen bzw. Links gibt es hier.