Kürzlich ist im Nomos-Verlag ein neues, umfassendes Werk zum Thema „Parteiendemokratie im Wandel“ des Bonner Politikwissenschaftlers Frank Decker erschienen. Auf der Verlagsseite heißt es dazu: „Die bundesdeutsche Parteienlandschaft ist in Bewegung. Parteiensystem und Parteien unterliegen heute einem starken Wandel. Dieser schlägt sich im Verhältnis der Parteien zur Gesellschaft, ihrer Rolle im Staat und in ihrem Innenleben nieder. Das Buch behandelt alle drei Analyseebenen aus theoretischer wie empirischer Sicht. Im Mittelpunkt des theoretischen Teils stehen mit Giovanni Sartori und Otto Kirchheimer zwei Klassiker der Parteien- und Parteiensystemforschung. Im empirischen Teil wird das Verhältnis von Parteiendemokratie und Parteienstaat erörtert und zunächst die Entwicklung des Parteiensystems bis zur Bundestagswahl 2013 beleuchtet, gefolgt von Porträts der fünf im Bundestag vertretenen Parteien (CDU und CSU, SPD, Grüne, Linke) und einer Analyse der ab- und aufgestiegenen Konkurrenten im bürgerlichen Lager (FDP und AfD). Eine vergleichende Bilanz der jüngst unternommenen Reformen im Bereich der Mitgliederorganisation rundet den Band ab.“ Das Buch befindet sich im Bestand der Steintor-Bibliothek der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Signatur: MF 3060 100).
17. Jan. 2016
Finale TV-Debatte der Demokratischen Präsidentschaftskandidaten
Knapp zwei Wochen sind es noch bis zum Caucus in Iowa, mit dem traditionell die Vorwahlsaison in den Vereinigten Staaten beginnt. Heute abend findet dazu die finale TV-Debatte der Demokratischen Präsidentschaftskandidaten statt (die Washington Post schaut hier auf die wichtigsten Aspekte der Debatte). Und plötzlich sieht die Lage für die Favoritin Hillary Clinton gar nicht mehr so optimistisch wie noch vor einigen Wochen aus. Es könnte sogar passieren, dass Clinton die ersten beiden Vorwahlstaaten verliert: in Iowa liegen Clinton und Senator Bernie Sanders aus Vermont nahezu gleichauf (nachdem Sanders zuletzt stark aufgeholt hat). Und in New Hampshire, dem zweiten Vorwahlstaat, liegt Sanders sogar knapp vorne. Die New York Times zitiert Stimmen aus der Clinton-Kampagne mit dem Tenor, dass man die Kampagne von Sanders unterschätzt habe. Und Dan Balz fragt in der Washington Post, was Clinton tun muss, um sich am Ende doch durchsetzen zu können. Man darf gespannt bleiben.
13. Jan. 2016
Neu am Start: Übermedien.de
Der FAS-Autor und Blogger Stefan Niggemeier zählt zu den besten Medienjournalisten in Deutschland. Heute startet sein neues Onlineangebot Übermedien.de, das den Medien kritisch auf die Finger bzw. die Tasten schauen möchte. Die Seite klingt nach einem interessanten und wichtigen Projekt. Bin gespannt!
12. Jan. 2016
„Die Stadt und die Macht“ – heute abend im TV
Zur Erinnerung (wir hatten bereits hier berichtet): heute zeigt die ARD die ersten beiden Folgen der sechsteiligen Serie „Die Stadt und die Macht“, in der Anna Loos eine engagierte Rechtsanwältin spielt, die sich in die Politik wagt. Alle Hintergründe zur Serie sind auf der Internetseite der ARD zu finden.
12. Jan. 2016
Obamas finale Rede zur Lage der Nation
Heute abend wird US-Präsident Barack Obama zum letzten Mal in seiner im Januar 2017 endenden Amtszeit vor beiden Kammern des Kongresses seine Rede zur Lage der Nation halten. Wer in der kommenden Nacht nicht schlafen kann, kann die Rede ab 3:00 Uhr deutscher Zeit hier im Livestream verfolgen. Hier formuliert der Speaker des Repräsentantenhauses, Paul D. Ryan, seine eigenen (Republikanischen) Ideen für eine Rede zur Lage der Nation. Der Leitartikel in der heutigen Süddeutschen Zeitung beschäftigt sich mit „Obamas dritter Amtszeit“ und argumentiert, wie Obama sein politisches Erbe über den Januar 2017 hinaus bewahren könnte, nämlich zum einen, indem er das letzte Jahr seiner Amtszeit nutzt, die bisherigen Erfolge positiv(er) darzustellen und der breiten Bevölkerung besser als bisher zu erklären, und zum anderen mit dafür zu sorgen, dass ein Demokrat oder eine Demokratin ihm im Weißen Haus nachfolgt, so dass ein Republikanischer Präsident das Rad der Zeit nicht wieder zurückdrehen kann. Auch das DeutschlandRadio Kultur widmet sich diesem Thema, ebenso die New York Times. Die Neue Osnabrücker Zeitung schließich blickt hier auf die Themen des letzten Amtsjahres Obamas.
Update: eine kurze, interessante Einschätzung der Obama-Präsidentschaft durch den Außenpolitikchef der SZ, Stefan Kornelius, ist hier zu finden.