Karl Dietrich Bracher gestorben

Innenpolitik, Politikwissenschaft

Im Alter von 94 Jahren ist vorgestern der Zeitgeschichtler Karl Dietrich Bracher gestorben. Über Jahrzehnte hat er als „Pionier der Politikwissenschaft“ (DeutschlandRadio Kultur) die moderne Zeitgeschichtsforschung mitgeprĂ€gt, mit seiner 1955 erschienenen Habilitation „Die Auflösung der Weimarer Republik“ hatte er gleich zu Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere ein epochemachendes Werk vorgelegt.
Bracher lehrte zunĂ€chst an der Freien UniversitĂ€t in Berlin und war dann fast dreißig Jahre lang, nĂ€mlich von 1959 bis 1987, Ordinarius fĂŒr Wissenschaft von der Politik und Zeitgeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€t Bonn. Dort hat er in dieser Zeit das politikwissenschaftliche Institut der UniversitĂ€t nicht nur mit aufgebaut, sondern auch ĂŒber viele Jahre maßgeblich geprĂ€gt, die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) nennt ihn in einem Nachruf den „Lehrer der Bonner Republik“. Er blieb zwar stets parteilos, stand jedoch jederzeit als Berater fĂŒr politisch unterschiedlich geprĂ€gte Bundesregierungen zur VerfĂŒgung. Zu seinen SchĂŒlern gehören unter anderem so bekannte Politikwissenschaftler wie Ulrich von Alemann, Erhard Forndran, Karl Kaiser, Karlheinz Niclauß und Hans VorlĂ€nder. Ein Nachruf auf Bracher findet sich neben der FAZ auch auf ZEIT Online.

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