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4. Mai 2022

Lektüre: „Verrat am Rhein“

Verfasst von

Mal eine Fachlektüre der leichteren Art: der langjährige SPIEGEL-Journalist Hartmut Palmer hat soeben mit „Verrat am Rhein“ einen sehr lesenswerten Kriminalroman rund um das Misstrauensvotum gegen Willy Brandt veröffentlicht, der auf geschickte Art und Weise eine fiktive Erzählung innerhalb eines realen Kontextes verortet. Für viel Geld soll der Journalist Kurt Zink die Biografie des ehemaligen Stasi-Offiziers Alexander Bock schreiben. Dieser rühmt sich, Willy Brandt beim Misstrauensvotum 1972 vor dem Sturz bewahrt zu haben. Zink misstraut den bisherigen Erzählungen. Er findet heraus, was jahrzehntelang verschleiert wurde: Das Misstrauensvotum war Teil eines parteiinternen Machtkampfes, einer Intrige gegen Rainer Barzel. Der CDU-Vorsitzende sollte als Kanzler verhindert werden. Aber wer steckte dahinter? Palmer spannt seine Geschichte von den Kriegswirren 1944/45 in Berlin über die Ereignisse des Jahres 1972 bis in die Gegenwart. Und der Leser bzw. die Leserin wird mit der einen oder anderen Überraschung konfrontiert (mehr wird an dieser Stelle aber nicht verraten).

Kürzlich wurde das Buch in der Süddeutschen Zeitung besprochen. Nähere Informationen zum Werk sowie eine Leseprobe gibt es hier.

Über Michael Kolkmann

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