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6. Dez. 2016

Bild des Tages (6. Dezember 2016)

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Ein Blick vom Weihnachtsmarkt in Lutherstadt Wittenberg auf Rathaus und Stadtkirche St. Marien – in der Stadt, in der der Namensgeber der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg viele Jahre lebte und wirkte. Allen einen schönen Nikolaustag!

Foto aufgenommen am 5. Dezember 2016.

Foto aufgenommen am 5. Dezember 2016.

6. Dez. 2016

Neue APuZ-Ausgabe: „Brexit“

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In dieser Woche ist die neue Ausgabe B49-50/2016 der politikwissenschaftlichen Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ erschienen. Darin setzen sich gleich mehrere Beiträge mit der Brexit-Entscheidung in Großbritannien im Juni dieses Jahres auseinander, als 51,9 Prozent der Briten in einem Referendum für einen Austritt des Landes aus der Europäischen Union votierten. Nicolai von Ondarza beschreibt einleitend Entstehung und Verlauf des britischen EU-Referendums, Julie Smith gibt einen Überblick über die Beziehungen zwischen Europa und dem Vereinigten Königreich, Roland Sturm beschreibt unter der Fragestellung „Uneiniges Königreich?“ die aktuelle politische Lage in Großbritannien und Sionaidh Douglas-Scott erörtert die rechtliche Grundlage des Brexit. Das gesamte Heft ist hier abzurufen.

29. Nov. 2016

Rund um den Campus: ein gastronomisches Update

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Ein leerer Bauch studiert nicht gern. Und seit dem Beginn des laufenden Wintersemesters sind bereits einige Wochen vergangen – höchste Zeit für ein gastronomisches Update, denn rund um den Campus hat sich so einiges getan. So bietet etwa die Sandwichkette Subway gegenüber des Hauptcampus ab sofort täglich von 9:00 bis 21:00 Uhr die Möglichkeit, sich Baguettes frisch belegen zu lassen (die Schlange an den ersten Tagen, die bis auf den Uni-Ring reichte, schien darauf hinzudeuten, dass es dort irgendetwas umsonst geben musste). In der Nähe des Steintor-Campus hat seit einigen Wochen direkt neben dem Steintor-Varieté die „Brasserie Lözius“ geöffnet – benannt nach dem Pferdehändler, dessen Reithalle früher an dieser Stelle des Steintorplatzes stand (Details hier und hier). Montags bis sonnabends ist von 11:00 bis 22:00 Uhr geöffnet.
Und hinter dem Audimax an der Ecke Barfüßer- und Schulstraße gibt es seit September das „7 Gramm“ (benannt nach der idealen Menge Kaffeepulver, die man für einen perfekten Espresso benötigt). Tagsüber gibt es – ich übertreibe nicht! – den besten Kaffee Halles (man probiere den Flat White!) sowie belegte Baguettes, Kuchen, Muffins oder Granolajoghurt, abends gibt es dazu ausgewählte Craftbiere sowie eine kleine Auswahl an Weiß- und Rotweinen (Mittwoch bis Samstag ist bis 22:00 Uhr geöffnet, sonst bis 18:00 Uhr; morgens geht es um 8:00 Uhr los, Sonntags ist geschlossen). Da es kostenfreies WLAN gibt, überrascht es nicht, dass der Laden stets gut besucht ist. Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet hier. Apropos Bier: Nähe Uni-Ring, Ecke Kleine Ulrichstraße, gibt es neuerdings die „Bierkanzlei“, die 240 verschiedene Biere aus aller Welt anbietet. Bis die Webseite des Lokals endgültig fertiggestellt ist, gibt es hier Updates und weitere Informationen (die Mitteldeutsche Zeitung berichtet zum Beispiel hier).

29. Nov. 2016

SPD: Sigmar Gabriel im Porträt

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Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, weiß laut eigener Aussage bereits, wer im nächsten Jahr für die SPD als Kanzlerkandidat antritt, will es aber nicht sagen. Sigmar Gabriel hätte als Parteivorsitzender das „Erstzugriffsrecht“, hatte sich in der Vergangenheit aber auch offen für das Instrument einer Vorwahl gezeigt. Mit dem angekündigten Wechsel des Präsidenten des Europaparlamentes, Martin Schulz, in den nächsten Deutschen Bundestag hat die Debatte um die Kanzlerkandidatur eine neue Dynamik bekommen (siehe etwa hier und hier). Der ARD-Journalist Reinhold Beckmann hat Gabriel längere Zeit begleitet und eine Dokumentation über ihn und seine politische Arbeit gedreht – die heute abend im Erstzen zu sehen ist. Im Netz kann der Film bereits vorab geschaut werden, und zwar hier. Schon vor einigen Tagen haben die beiden Journalisten Christoph Hickmann (Süddeutsche Zeitung) und Daniel Friedrich Sturm (WELT und WELT am Sonntag) eine Biografie Gabriels vorgelegt. Details zum Buch gibt es hier (einschließlich einer Leseprobe).

„Sigmar Gabriel und die SPD – Niedergang oder Aufbruch?“, Dokumentation von Reinhold Beckmann, Michael Wech und Ulrich Stein, ARD, 29. November 2016, 22:45 Uhr, 45 Minuten.

Christoph Hickmann/Daniel Friedrich Sturm: „Sigmar Gabriel. Patron und Provokateur“, dtv-Verlag München, 320 Seiten, 24,00 Euro (als Ebook 20,99 Euro).

28. Nov. 2016

Neue APuZ-Ausgabe zum Thema Frankreich

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Seit gestern steht der Präsidentschaftskandidat der französischen Gaullisten für die Wahl 2017 fest: mit Francois Fillon tritt ein früherer Premierminister an, um in den Élysée-Palast einzuziehen. Als sicher gilt ebenfalls, dass Marine Le Pen für den Front National antreten wird, ebenso Emmanuel Macron für die neu gegründete Bewegung „En marche!“. Der amtierende Präsident Francois Hollande hat sich noch nicht zu seinen Zukunftsplänen geäußert. Sollte er aufgrund miserabler Umfragewerte nicht antreten, stünde vermutlich der amtierende Premierminister Manuel Valls bereit. Die aktuelle Ausgabe B48/2016 der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ stellt die Wahl in Frankreich in einen größeren Kontext. So beschreibt unter anderem Claire Demesmay die bisherige Amtszeit Hollandes („Präsident im Regen“), Jean-Yves Camus beschäftigt sich mit dem Front National und Susanne Götze beschreibt die Ausgangsposition der Kandidierenden auf Seiten der französischen Linken. Ulrich Pfeil schließlich wirft einen Blick auf den aktuellen Stand der deutsch-französischen Beziehungen. Das Heft kann im Volltext hier heruntergeladen werden.

23. Nov. 2016

Lektüretipp: „Helmut Schmidt. Die späten Jahre“

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Nach dem Ausscheiden aus dem Amt des Bundeskanzlers am 1. Oktober 1982 hat Helmut Schmidt weitere 33 Jahre produktiv gearbeitet: publizistisch, politisch und nicht zuletzt als Weltreisender in eigener Sache. Über diese Jahre hinweg entwickelte sich „Schmidt-Schnauze“ zu einem der populärsten Politiker Deutschlands. In der Einleitung berichtet Thomas Karlauf in seinem neu erschienenen Buch „Helmut Schmidt – die späten Jahre“ von einem Gespräch mit Helmut Schmidt, in dem dieser sich wunderte, dass noch niemand auf die Idee gekommen sei, sich dieser Post-Kanzleramts-Phase zuzuwenden. Genau dies hat Karlauf nun getan. Und er ist der denkbar beste Autor, um sich dieser Aufgabe zu stellen, war er doch als Mitarbeiter des Siedler- und später des Rowohlt-Verlags über viele Jahre hinweg in der Funktion des Verlegers und Lektors mit den zahlreichen Publikationen Helmut Schmidts befasst. In drei Teilen (Jahre der Zurückhaltung: 1982-1990, Jahre der Einmischung: 1991-2003 und Wege des Ruhms: 2003-2015) beschreibt Karlauf detailliert und pointiert die unterschiedlichen Stationen des Altkanzlers: zunächst die Umstände rund um sein Ausscheiden aus dem Amt, dann die Frage, ob Schmidt Memoiren schreiben möchte oder sollte oer lieber nicht, dann der Sprung zum ZEIT-Herausgeber, und immer wieder die großen Themen der Welt (deutsch-deutsche, später dann innerdeutsche Beziehungen, der Aufstieg Chinas, die Zukunft des transatlantischen Verhältnisses, und vieles mehr), die er in Büchern kenntnisreich und aktuell beschreibt und diskutiert.
Das Buch ist wahrlich nicht preisgünstig, aber für die 27 Euro bekommt man einen dicken Wälzer von über 550 Seiten. Und Weihnachten steht so gut wie vor der Tür, das Buch eignet sich somit perfekt als Weihnachtsgeschenk. Wie in jeder guten Biografie lernt man nicht nur ein Leben, eine Person kennen, sondern unter der Hand weitet sich das Werk zu einer Darstellung einer ganzen Epoche: Wiedervereinigung, die europäische Einigung, die rot-grünen Regierungsjahre, die anschließenden Großen Koalitionen ebenso wie die schwarz-gelbe Koalition: alle diese Ereignisse und Entwicklungen finden sich in diesem Buch prominent wieder.
Details zum Buch gibt es hier, dort finden sich auch Links zu mehreren Rezensionen des Buches.

Thomas Karlauf: „Helmut Schmidt. Die späten Jahre“, Siedler-Verlag, München, 560 Seiten, 26,99 Euro.

22. Nov. 2016

Buchvorstellung: „Finanzwende. Den nächsten Crash verhindern“ (Giegold/Philipp/Schick)

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Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein konservatives Regierungsmitglied ein Buch von drei grünen Autoren vorstellt. Genau das ist aber am 21. November 2016 in der Heinrich-Böll-Stiftung zu Berlin geschehen: Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Europaparlament, Udo Philipp, Aufsichtsrat für Triodos, Europas führender Nachhaltigkeitsbank, und Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, haben in ihrem im Erscheinen begriffenen Buch „Finanzwende“ grüne Ideen zu einer nachhaltigen Finanzpolitik zusammengetragen. Vorgestellt und kritisch kommentiert wurde das Buch von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

"Finanzwende: Den nächsten Crash verhindern"

„Finanzwende: Den nächsten Crash verhindern“. Foto: Wagenbach-Verlag

Einen Bericht zur Buchvorstellung gibt es hier, der Tagesspiegel war ebenfalls dabei, und das Inforadio berichtet hier. Details zum Buch finden sich hier.

Sven Giegold/Udo Philipp/Gerhard Schick: „Finanzwende. Den nächsten Crash verhindern“, Klaus Wagenbach Verlag, Berlin, 172 Seiten, 12,00 Euro, ISBN 978-3-8031-2765-5, das Buch erscheint im Laufe des Monats.

Gute Laune auf dem Podium. Es wurde aber auch kritisch miteinander gestritten.

Gute Laune auf dem Podium. Es wurde aber auch kritisch miteinander gestritten. Foto: M. Kolkmann.

22. Nov. 2016

Verkürzte Sprechzeit in dieser Woche

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Am Donnerstag, den 24. November 2016, findet am Institut für Politikwissenschaft der MLU – wie in jedem Semester – eine Besprechung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des akademischen Mittelbaus statt. Von daher kann die Sprechstunde in dieser Woche leider nur von 8:00 bis 10:30 Uhr stattfinden. In dringenden Fällen bin ich außerhalb dieses Zeitraums per Email erreichbar. Ab der nächsten Woche findet die Sprechzeit wieder wie gewohnt donnerstags von acht bis zwölf Uhr statt.

22. Nov. 2016

Vorwahlen in Frankreich: au revoir, Nicolas Sarkozy

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Es ist ein Experiment – und zumindest aus Sicht der Wähler ist es erfolgreich: zum ersten Mal lassen die Gaullisten in Frankreich ihren Präsidentschaftskandidaten per Vorwahl bestimmen. Insgesamt fast vier Millionen Bürgerinnen und Bürger haben sich am Sonntag in der ersten Runde der Vorwahl beteiligt – übrigens nicht nur Parteimitglieder. Jede Französin, jeder Franzose konnte gegen die Unterzeichnung eines Bekenntnisses zu den „Werten der Republik“ und der Zahlung von zwei Euro an der Vorwahl teilnehmen. Und das Ergebnis ist überraschend: der frühere Präsident Nicolas Sarkozy, der in der Präsidentschaftswahl von 2012 nur knapp am Sozialisten Francois Hollande gescheitert war, muss auf seine Revanche verzichten: er wurde mit knapp 21 Prozent der Stimmen nur Dritter und schied damit aus. Konsequenterweise hat er noch vor Bekanntgabe des Endergebnisses seinen Rückzug aus der aktiven Politik angekündigt. Überraschenderweise hat der frühere Premierminister Francois Fillon entgegen anderslautender Umfragen mit 44 Prozent die meisten Stimmen bekommen, Alain Juppe, ebenfalls ein früherer Premierminister, landete mit etwa 28 Prozent auf dem zweiten Platz. Diese beiden Kandidaten treten am kommenden Sonntag in einer Stichwahl gegeneinander an. Ob der amtierende Präsident Hollande im nächsten Jahr erneut antritt, ist derzeit noch offen. Für Furore sorgte zuletzt Emmanuel Macron, der vor wenigen Wochen erst als Wirtschaftsminister zurückgetreten war, um sich auf die Vorbereitung seiner Präsidentschaftskandidatur konzentrieren zu können. Michaela Wiegel kommentiert die Vorwahl in der Frankfurter Allgemeinen, Sascha Lehnartz kommentiert in der WELT. Annika Joeres porträtiert den „neuen Thatcher“ Fillon auf ZEIT Online. Und Barbara Kostolnik fragt sich auf Tagesschau.de, was Angela Merkel von Francois Fillon lernen kann.

22. Nov. 2016

Neue Studie zur Wählerschaft der AfD

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Nicht erst seit dem knappen Scheitern der Alternative für Deutschland (AfD) an der 5%-Hürde bei der Bundestagswahl 2013 ist die im Februar 2013 gegründete Partei zum Untersuchungsgegenstand der Politikwissenschaft geworden. Inzwischen ist die AfD in zehn Landtagen vertreten. Aufschluss über die Anhängerschaft der Partei sowie deren Veränderungen in den letzten Jahren gibt jetzt eine neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Das Ergebnis der Studie lautet Ralf Melzer von der FES zusammengefasst: „Die Anhängerschaft der rechtspopulistischen AfD ist seit unserer letzten Studie nicht nur gewachsen, sondern hat sich – parallel zur Ausrichtung der Partei – auch radikalisiert“. Melzer gibt die alle zwei Jahre erscheinende sogenannte Mitte-Studie zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland heraus, und die aktuellen Ergebnisse zeichnen ein eindeutiges Bild: In nahezu allen Dimensionen rechtsextremer und menschenfeindlicher Einstellungen zeigen AfD-Anhänger die mit Abstand höchsten Zustimmungswerte. Unter Wählern etablierter Parteien waren die Tendenzen ebenfalls noch vorhanden, allerdings in geringerem Maße und rückläufig.
Die Studie ist hier nachzulesen. Zusammenfassungen gibt es zum Beispiel hier und hier.


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