Mit sofortiger Wirkung erweitere ich meine wöchentliche Sprechzeit. Sie findet ab der nächsten Woche stets donnerstags von 8:00 bis 12:00 Uhr statt. Herzliche Einladung!
9. Okt. 2016
Hinweise zur Finanzierung eines Studiums
Eine der Fragen, die sich stellen, wenn man sich überlegt, ein Studium aufzunehmen, ist, wie dieses Vorhaben finanziert werden soll. Neben BAföG (Details hier) und potenziellen Nebenjobs gibt es auch die Möglichkeit, sich um ein Stipendium zu bewerben. Erfahrungsgemäß ist es häufig sehr viel leichter, an ein solches Stipendium heranzukommen, als man das für gemeinhin erwartet. Stipendien werden inzwischen von vielerlei Institutionen angeboten.
Bei den politischen Parteien kann man sich zum Beispiel informieren bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Friedrich Naumann-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Meines Wissens ist bei den politischen Stiftungen eine Mitgliedschaft in der entsprechenden Partei zwar wünschenswert, jedoch nicht zwingend Voraussetzung. Aber natürlich sollte man sich mit den Zielen der Stiftung bzw. der ihr nahestehenden Partei identifizieren können. Neben der finanziellen bieten die meisten politischen Stiftungen auch eine ideelle Förderung – etwa durch ein umfangreiches Seminarangebot im In- und Ausland, dazu Veranstaltungen mit Politikern, Journalisten sowie Wissenschaftlern, so dass man auch auf diese Art und Weise das eigene Studium sinnvoll ergänzen kann (gerade wenn man Politikwissenschaft, Soziologie oder Kommunikationswissenschaften studiert).
Auch die Kirchen bieten Stipendien an, etwa das Cusanuswerk unter dem Dach der katholischen und das Evangelische Studienwerk innerhalb der evangelischen Kirche. Die Gewerkschaften sind mit der Hans-Böckler-Stiftung am Start. Eine umfangreiche Stiendien-Datenbank mit mehr als 800 Einträgen findet sich übrigens bei E-fellows.net. Wichtige, weiterführende Informationen gibt es hier.
7. Okt. 2016
Wintersemester an der MLU startet in diesem Jahr mit knapp 4000 Erstsemestern
Am kommenden Montag, den 10. Oktober 2016, beginnt an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die Vorlesungszeit des Wintersemesters 2016/17. Dazu haben sich bislang insgesamt mehr als 4000 Studierende erstmals eingeschrieben. Soweit wir das absehen können, liegen auch die Einschreibezahlen am Institut für Politikwissenschaft in etwa auf dem Niveau der Vorjahre (eine Einschreibung ist aber noch bis zum 14. Oktober 2016 möglich). Die Mitteldeutsche Zeitung gibt heute einen Überblick über die aktuellen Zahlen, und zwar hier.
7. Okt. 2016
Neu erschienen: das Jubiläumsheft von ZEIT Campus
Seit zehn Jahren gibt es das „Campus“-Heft der ZEIT, ich selbst habe die Zeitschriftenreihe erst vor wenigen Monaten so richtig entdeckt. Jede Ausgabe hält eine Fülle von Informationen rund um das Campusleben, zu alten und neuen Studiengängen sowie Literaturtipps und Hinweise für den Einstieg ins Berufsleben parat. Nun ist das Jubiläumsheft erschienen – einschließlich einer veränderten Heftstruktur und neuen Rubriken (Details zum Heft finden sich hier – einschließlich eines Gewinnspiels). Erhältlich ist das Heft beim Zeitungshändler Ihres Vertrauens. Und natürlich in der Cafébar auf dem Steintor-Campus.
4. Okt. 2016
Neu erschienen: APuZ-Heft zum Thema „Repräsentation in der Krise“
Am heutigen Tage ist die neue Ausgabe der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ erschienen. Das Titelthema lautet dieses Mal: „Repräsentation in der Krise“. Der Berliner Politikwissenschaftler Wolfgang Merkel macht sich eingangs einige Gedanken zum Begriff „Krise der Demokratie“, Elke Seefried vom Institut für Zeitgeschichte (München/Berlin) blickt zurück auf die Demokratiekrise in der Weimarerer Republik, und Jan-Werner Müller erörtert den Begriff des Populismus (zu dem er kürzlich ein ganzes Buch geschrieben hat). Der Bonner Politikwissenschaftler Frank Decker beschäftigt sich mit möglichen Interpretationen einer seit vielen Jahren zu konstatierenden sinkenden Wahlbeteiligung sowie potenziellen Gegenmaßnahmen, Wolfgang Gaiser, Martina Gille und Johann de Rijke stellen Einstellungen junger Menschen zur Demokratie vor, während Stefanie Wöhl schließlich die Machtverschiebungen von Parlamenten hin zur Exekutive beschreibt.
Das Heft, auf das wir in gleich mehreren Lehrveranstaltungen des beginnenden Wintersemesters zu sprechen kommen werden, kann hier eingesehen (und hier in Kürze auch als Druckversion bestellt) werden.
4. Okt. 2016
USA: Vor dem TV-Duell der Vize-Präsidentschaftskandidaten
Die erste Debatte zwischen den Präsidentschaftskandidaten in den Vereinigten Staaten, Hillary Clinton (D) und Donald Trump (R), fand unter großem Medien- und Publikumsinteresse statt. Insgesamt 84 Millionen Zuschauer waren live dabei, als die beiden Kandidaten sich in der vergangenen Woche einen neunzigminütigen Schlagabtausch lieferten (und in dessen Gefolge Hillary sowohl landesweit als auch in sieben der elf Schlüsselstaaten die Führung in den Umfragen zurückerobern konnte). In der kommenden Nacht kommt es nun zum Duell der beiden Vizepräsidentschaftskandidaten, Mike Pence für die Republikaner und Tim Kaine für die Demokraten. Die Neue Zürcher Zeitung hat die wichtigsten Fragen vor diesem Duell zusammengefasst, und zwar hier.
Ben Terris und Krissah Thompson scherzen heute in der Washington Post, dass nur eine Sache unattraktiver sei als Vizepräsident zu sein: nämlich für dieses Amt kandidieren zu müssen. Natürlich macht – vermutlich – niemand seine Wahlentscheidung am 8. November davon abhängig, wer als „Number 2“ kandidiert, und doch möchte niemand der beiden Kandidaten durch einen desaströsen Auftritt in der TV-Debatte die elektoralen Chancen seines Running Mates beschädigen. Der lesenswerte Artikel in der Washington Post, der zudem auf frühere Duelle zwischen den Vizepräsidentschaftskandidaten zurückblickt, findet sich hier.
3. Okt. 2016
Neuauflage: „Parlamentarismus“ von Stefan Marschall
Seit Jahren gehört dieser Band zu den besten Einführungen in den Gegenstandsbereich des parlamentarischen Systems: das Buch „Parlamentarismus“ des Düsseldorfer Politikwissenschaftlers Stefan Marschall. Das erstmals 2006 erschienene Buch ist nun in einer überarbeiteten und aktualisierten zweiten Auflage erhältlich. Darin setzt sich Marschall mit der Theorie und Praxis parlamentarischer Systeme auseinander, er zieht historische Entwicklungslinien und diskutiert Parlamentsfunktionen und Parlamentstypen. Die Arbeitsweise von Parlamenten wird ebenso abgehandelt wie unterschiedlichste Kritik am Parlamentarismus. Trotz des für ein broschiertes Buch recht hohen Preises sei das Buch allen Studierenden, die sich in knapper, aber kenntnisreicher Form mit den unterschiedlichen Erscheinungsformen des Parlamentarismus beschäftigen wollen, empfohlen. Für sehr hilfreich erachte ich insbesondere die am Ende eines jeden Kapitel stehenden Fragen zur Wiederholung des zuvor vorgestellten Stoffes.
Stefan Marschall: „Parlamentarismus. Eine Einführung“, Reihe Studienkurs Politikwissenschaft, 2. Auflage, Baden-Baden: Nomos-Verlag, 2016, 312 Seiten, 24,99 Euro.