Die Medienlandschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in Folge der Digitalisierung stark verändert. Soziale Netzwerke sind für viele Menschen mittlerweile eine Hauptinformationsquelle geworden. Doch wie verlässlich sind diese Informationen? Was ist Nachricht, was Meinung und was Propaganda? Kurzum: Was ist eigentlich Fakt und was Fake? Die Notwendigkeit des Erwerbs von politischer Medien- und Nachrichtenkompetenz im Rahmen schulischer Bildung wurde in den letzten Jahren immer wieder verstärkt thematisiert und eingefordert. Medien leisten einen wesentlichen Beitrag zur politischen Meinungsbildung der Bürgerinnen und Bürger. Begriffe wie „Lügenpresse“ und „Fake News“ haben hingegen das Vertrauen in die Medien geschwächt. Wie geht die Schule mit dieser Entwicklung um? Sind Lehrerinnen und Lehrer ausreichend ausgebildet und können regulierend eingreifen? Welche Hilfsmittel stehen Ihnen dabei zur Verfügung und welche sollte die Politik zukünftig bereitstellen?
Über diese Fragen diskutieren am 8. Oktober 2022 um 16:30h im Café Koffij in Halle (Saale) in der Leipziger Straße 70 unter der Überschrift „Die gut informierte Schule: Schulalltag zwischen Fake News und Desinformation“:
Frank Diesener, Staatssekretär im Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt;
Katharina Nocun, Autorin und Bloggerin;
Paula Friedrich, Medienpädagogische Beraterin und Lehrerin in Sachsen-Anhalt;
Olaf Schütte, Geschäftsführer von fjp media (Verband der jungen Medienmacher in Sachsen-Anhalt); sowie
Moritz Eichelmann, Schüler und Vorsitzender des Landesschulrats.
Die Veranstaltung richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer, Pädagogen und die interessierte Öffentlichkeit. Die Podiumsdiskussion wird von Marcel Roth moderiert und für die Podcastreihe „Digital leben“ des Mitteldeutschen Rundfunks aufgezeichnet. Eine Anmeldung wird bis 7. Oktober an diana.doerks@sachsen-anhalt.de erbeten. Der Eintritt ist frei.
Es geschieht nicht allzu oft, dass politikwissenschaftlich interessante und relevante Bücher direkt von politischen Praktikern geschrieben werden. Bei der Neuerscheinung „Parlamentsfraktionen. Aufbau-Funktionen-Arbeitsweise“ aus dem Kohlhammer-Verlag ist das der Fall, denn der Autor Fedor Ruhose war beruflich unter anderem als Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz tätig. Eine Rezension des Buches von Sven Leunig findet sich hier. Nähere Informationen zum Werk (sowie ein Blick ins Buch) finden sich auf der Webseite des Verlages.
Trotz aller Fortschritte in der europäischen Integration gibt es bis heute keine richtige europäische Öffentlichkeit, in der zentrale Fragen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft thematisiert und vor allem diskutiert werden – vielleicht weil es keine (oder kaum) europaweiten Medien gibt. Ein neues Internetangebot will genau eine solche Plattform für die paneuropäische Debatte sein: es heißt „European Focus“ und wird von Zeitungen aus mehreren europäischen Ländern betrieben. In Deutschland ist der Berliner Tagesspiegel dabei. Abzurufen ist die Seite hier. Beim Tagesspiegel gibt es hier die deutschsprachige Ausgabe.
Am heutigen Tage stellt der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider, eine neue Publikation rund um 30 Jahre Transformation in Ostdeutschland vor. In 15 Beiträge thematisieren Autorinnen und Autoren ganz unterschiedliche Aspekte von „Ostdeutschland“, von der wirtschaftlichen Entwicklung über soziale Innovationen und den Umgang mit der Vergangenheit bis hin zu Kultur und Literatur sowie Fussball. Die einzelnen Beiträge sind auf der Internetseite des Ostbeauftragten zu finden.
Die in Berlin ansässige Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), eines der führenden außenpolitischen Institute in der Bundesrepublik, sucht für ein neu einzurichtendes Projekt rund um feministische Außenpolitik eine Forschungsassistenz. Die Ausschreibung ist hier zu finden.
Nicht nur in Landtagen oder dem Bundestag sind Frauen gemäß ihres Bevölkerungsanteils deutlich unterrepräsentiert. Gleiches gilt für die Kommunalpolitik: demnach sind aktuell nur neun von 77 Oberbürgermeistern/innen Frauen (das entspricht einem Wert von 11,7 Prozent). In einer Studie der Heinrich-Böll-Stiftung für die FernUniversität Hagen ist zum insgesamt fünften Mal ein Ranking aller deutschen Großstädte verfasst worden. Die Stadt Offenbach am Main erreicht in diesem Ranking den ersten Platz, das Schlusslicht stellt die Stadt Salzgitter dar. Auf Ebene der Dezernenten/innen liegt der Frauenanteil erstmals über 30 Prozent. In den Stadträten der Großstädte kommen die weiblichen Mitglieder auf einen Anteil von 37 Prozent. Details zur Studie (sowie die Studie selbst) sind hier zu finden.
Im Kontext des Verbundvorhabens „Schule macht stark – SchuMaS“, das zum Ziel hat, die sprachlichen und mathematischen Basiskompetenzen, das soziale Lernen und die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler an deutschlandweit 200 Schulen in herausfordernden sozialen Lagen aus Primar- und Sekundarstufe I zu fördern, ist eine Stelle neu zu besetzen. Gefördert wird das Vorhaben an der Universität Potsdam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Details zum Projekt finden sich hier, die konkrete Stellenausschreibung ist hier einsehbar.
Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 sind viele politische Gewissheiten erschüttert worden. Schnell machte das Wort von der „Zeitenwende“ (Bundeskanzler Olaf Scholz im Deutschen Bundestag) die Runde. Noch ist nicht absehbar, ob das Jahr 2022 eine wirkliche Zäsur der Zeit seit dem Ende des Kalten Krieges darstellt. Mit dem Fall der Berliner Mauer schien eine Zeit der Demokratisierung, Liberalisierung und gesamteuropäischen Kooperation anzubrechen, doch bald schon wurden neue Bruchlinien sichtbar. Auch für die (Politik)Wissenschaft bedeutet das Jahr 2022 einen Einschnitt, denn mehr denn je sind Einordnung, Analyse und Beurteilung der aktuellen Prozesse und Ereignisse wichtig. Genau das geschieht in einem neuen Buch aus dem Suhrkamp-Verlag, das in diesen Tagen erscheint. Es handelt sich um den interdisziplinären Versuch des Osteuropahistorikers Martin Aust, des Politikwissenschaftlers Andreas Heinemann-Grüder, der Verfassungsrechtlerin Angelika Nußberger und des Literaturwissenschaftlers Ulrich Schmid, die aktuellen Geschehnisse in einen größeren systematischen Kontext einzuordnen. Details zum Buch einschließlich einer Leseprobe sind hier zu finden.
Der Lehrbereich Regierungslehre und Policyforschung am Institut für Politikwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) sucht eine studentische Hilfskraft (m/w/d) zur Unterstützung des Lehrstuhlteams. Die Ausschreibung mit allen Details ist auf der Webseite des Lehrbereichs zu finden.
In den vergangenen Tagen ist die neue Ausgabe der Zeitschrift SIRIUS (Band 6, Heft 3) erschienen, in der der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine im Fokus steht. Laut Webseite des Verlages präsentiert „SIRIUS – Zeitschrift für Strategische Analysen“ Artikel, die „wesentliche strategische Herausforderungen und Optionen deutscher, europäischer und transatlantischer Politik thematisieren und dazu innovative Überlegungen anbieten“.
In gleich mehreren Beiträgen stehen im aktuellen Heft die sicherheitspolitischen Implikationen des russischen Krieges gegen die Ukraine im Mittelpunkt des Interesses. Aber auch die Vorgeschichte des Konflikts wird berücksichtigt, etwa bzgl. der Minsker Abkommen. Mehrere Rezensionen neu erschienener Bücher runden das Heft ab. Zu finden ist die neue Ausgabe der Zeitschrift hier.